Dr. Anton Huber wäre heute 100 Jahre alt

Lesedauer: 3 Min

AALEN - Heute, Samstag, vor 100 Jahren wurde der frühere Aalener Landrat und Landtagsabgeordnete Dr. Anton Huber geboren. Heute wird an seinem Grab auf dem Waldfriedhof ein Kranz niedergelegt, Monsignore Sieger Köder liest in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Gedenkmesse.

Von unserem Redakteur Viktor Turad

Dr. Anton Huber ist im Juli 1998 kurz nach seinem 93. Geburtstag gestorben. Mit ihm verlor der Kreis und vor allem der Altkreis Aalen eine große Persönlichkeit, die ein außergewöhnliches Lebenswerk hinterlassen hat. So haben ihn zahlreiche Redner bei der Trauerfeier in der Aalener Marienkirche gewürdigt. Hauptzelebrant war damals übrigens Monsignore Sieger Köder.

Huber war von 1946 bis 1970 Landrat in Aalen und in Personalunion CDU-Landtagsabgeordneter. Sein berufliches Leben war außerordentlich erfolgreich, und das, obwohl er den Aufbau des Kreises nach dem Krieg fast von der Stunde Null an unter schwierigsten Bedingungen voranbringen musste.

Anton Huber war die politische Auseinandersetzung von Jugend an gewohnt. Schon als Student der Staats- und Wirtschaftswissenschaften bekam er im aktiven Dienst für die Zentrumspartei den Druck der Nationalsozialisten zu spüren. Er landete sogar für kurze Zeit im Konzentrationslager.

Unmittelbar nach dem Krieg musste sich Huber großen Herausforderungen stellen. Er musste innerhalb kürzester Zeit als Landrat die Unterbringung von 32 000 Flüchtlingen und Heimatvertriebenen organisieren - und stand diesmal unter dem Druck der Amerikaner. 1952 hatte Huber großen Anteil am Zustandekommen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Pionierarbeit nannte dies sein Nachfolger Gustav Wabro.

Der Überzeugung treu

Bei der Trauerfeier in der Marienkirche 1998 sagte der Bundestagsabgeordnete Georg Brunnhuber über Huber: "Sein Leben stand im Dienst des Gemeinwohls." Hubers freiheitliche Grundeinstellung sei einer tiefen christlichen Überzeugung entsprungen. Er habe sich durch Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit ausgezeichnet. "Schwierigkeiten konnten ihn nie daran hindern, sich und seiner Überzeugung treu zu bleiben."

Huber sei ein Landrat des Volkes gewesen, der auch in Zeiten der Hoffnungslosigkeit nie hoffnungslos geworden sei, würdigte ihn Landrat Klaus Pavel.}

Der frühere Landrat und Landtagsabgeordnete Dr. Anton Huber wäre heute 100 Jahre alt geworden.

Kommentare werden geladen