Unkraut kommt auf den Teller

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Heute steht eine Pflanze im Mittelpunkt, die normalerweise Gärtner auf die Palme treibt: der Giersch. Im Schwäbischen kennt man ihn auch unter dem Namen "Schättele".

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Waldvogel

Es gibt tatsächlich Wildkräuter-Fans, die den Giersch im Gartenbeet anbauen, weil sie nicht genug vom ihm bekommen können. Ein Küchenchef in Österreich führt jedenfalls seine Gäste gerne in seinen Gemüsegarten und zeigt stolz diese Beete. Gartenbesitzer aber, die ihr kleines Paradies unkrautfrei haben möchten, machen sofort Jagd auf das Doldengewächs, wenn es sich blicken lässt. Aus gutem Grund: Der starken Wurzeln (Rhizome) wird man kaum Herr, vor allem auch deshalb, weil sie sich mit Vorliebe im Wurzelwerk von Bäumen und Hecken ausbreiten. Am wohlsten fühlt sich der Giersch im Schatten oder Halbschatten. Das erklärt auch seinen schwäbischen Namen "Schättele".

Gesammelt werden von April bis Oktober die frischen Triebe. Die weißen Blüten kann man von Juni bis Oktober ernten. Die Blätter und Stängel lassen sich in der Küche vor allem für Salate, Suppen und Soßen verarbeiten, die Blüten können ausgebacken werden. Da der Giersch mit seinen vielen Mineralien, ätherischen Ölen und Vitamin C vor allem Harnsäure aus dem Körper schwemmt, soll er bei Gichtleiden schmerzlindernd wirken.

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