Marienpflege hisst die Jubiläumsflagge

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ELLWANGEN - 175 Jahre sind ein stolzes Alter. Die Marienpflege in Ellwangen hat gestern ihr Jubiläumsjahr eröffnet und die Flagge auf dem Erwin-Knam-Platz gehisst. Das Kinder- und Jugenddorf trägt den Namen Marienpflege, weil es nach der Prinzessin Marie von Württemberg benannt wurde.

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Thannheimer

Mit einem Fanfarenstoß des Jugendblasorchesters wurde das Jubiläumsjahr eröffnet, bevor die Fahne auf dem Erwin-Knam-Platz gehisst wurde. "Dort, wo das Leben des Kinder- und Jugenddorfes pulsiert", sagte Direktor Martin Schwer bei herrlichem Frühlingswetter vor zahlreichen Gästen.

Bei der Auftaktveranstaltung würdigte Kreisdekan Patriz Hauser diesen Anlass, "um die Vergangenheit mit allen Höhen und Tiefen zu reflektieren." Das Kinder- und Jugenddorf sei dem Motto anlässlich des 175-jährigen Jubiläums, "...dem Leben gewachsen", gerecht geworden. Anton Dauser von der Geschäftsbereichsleitung Jugend und Familie verglich die Marienpflege mit einem alten Schiff, das trotz aller Stürme weiter auf Kurs geblieben sei und in die richtige Richtung steuere. Evi Sauer vertrat die Stadt Ellwangen und betonte, dass "die Marienpflege nicht mehr aus Ellwangen wegzudenken ist."

Aus dem einstigen Waisenhaus habe sich ein Zentrum für Jugendhilfe entwickelt, in dem viele Kinder und Jugendliche ihre Heimat gefunden hätten.

Eine großzügige Gönnerin

Beim zweiten Teil der Eröffnungsfeier blickte Dr. Hans Pfeiffer im Festsaal auf die Anfänge der Marienpflege zurück. Das Kinder- und Jugenddorf habe seinen Namen der Prinzessin Marie von Württemberg, der Tochter des König Wilhelm I., zu verdanken. Sie war erst 14 Jahre alt gewesen, als die Kinderrettungsanstalt - wie sie damals hieß - eröffnet wurde. "Sie war eine großzügige Gönnerin, der das Wohl der in Not geratenen Kinder sehr am Herzen lag", sagte Pfeiffer.

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit war Mathias Hütter mit dem Beitrag "Die Bildwelt des Jubiläumsjahres" an der Reihe. Er war gemeinsam mit Petra Goebel für das Design der Flagge verantwortlich. Bei der Motivwahl hatten die beiden das Augenmerk auf die Bewusstseinsbildung der Jugendlichen gelegt.

Beim ersten Akt des Jubiläumsjahres, dessen Höhepunkt im Sommer folgt, wirkten die Schüler der Rupert-Mayer-Schule mit Liedern, einem Geburtstagsständchen und einer Break-Dance-Vorführung mit.}

Die Marienpflege in Ellwangen ist 175 Jahre alt. Bei der Eröffnung des Jubiläumsjahres ist gestern die Flagge auf dem Erwin-Knam-Platz gehisst worden. Wendelin Dauser (links), Dirigent des Jugendblasorchesters, und der Schüler Manuel Einsiedler begleiteten den Festakt mit ihren Trompeten. Foto: Thannheimer

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