Uwe Spies ist neuer Sportdirektor dem VfR Aalen

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Der ehemalige Bundesligaprofi Uwe Spies ist der neue Mann im Management des Fußball-Regionalligisten VfR Aalen. Als Sportdirektor tritt Spies zum 1. Oktober die Nachfolge des zurückgetretenen Managers Thorsten Bichler an. Uwe Spies ist 37 Jahre alt und hat insgesamt 166 Bundesligaspiele für Freiburg und Duisburg bestritten.

Herr Spies, wie kam der Kontakt zum VfR Aalen zustande?

Herr Lerch hat mich vergangene Woche angerufen und sein Interesse bekundet. Mitinitiator war der ehemalige VfR-Spieler Martin Braun.

Wie lange läuft Ihr Vertrag?

Er beginnt am 1. Oktober und endet zum Saisonende am 30. Juni 2005. Aber es wird so sein, dass ich vorher tätig sein werde, da es einige Dinge gibt, die jetzt erledigt werden müssen.

Was ist Ihr primäres Aufgabenfeld?

In erster Linie kümmere ich mich um die Belange der ersten Mannschaft. Zusammen mit den Trainern schauen wir, wo wir die Mannschaft verbessern und verstärken können, wollen die vorhandenen Möglichkeiten ausreizen. Zudem werde ich die organisatorischen Dinge wie Vertragsverhandlungen oder Terminabwicklungen mit dem württembergischen oder süddeutschen Fußballverband in die Hand nehmen.

Der Zeitpunkt Ihres Engagements ist nicht gerade günstig, denn die Weichen für die jetzt beginnende Saison wurden bereits vor vielen Wochen gestellt.

Natürlich ist es jetzt nicht mehr möglich, die Mannschaft noch zu verändern, sie steht. Es wäre auch falsch, jetzt Hals über Kopf auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Die Mannschaft wurde ja auch gezielt verstärkt.

Kann es einen Konkurrenzkampf zwischen Ihnen und Cheftrainer Peter Zeidler geben?

Nein, in keiner Weise. Wir haben mehrere längere Gespräche geführt, er ist der Cheftrainer und dafür verantwortlich, was auf dem Platz geschieht. Ich habe keine Ambitionen, da hineinzureden. Wir werden aber als Team darüber entscheiden, ob wir im Winter Verstärkungen holen, werden Dinge im taktischen Bereich ansprechen, sofern sie mir auffallen. Ob der Trainer das annimmt, bleibt ihm überlassen.

Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Das ist schwierig zu sagen. Ich kenne zwar viele Spieler und habe die Mannschaft gegen Strasbourg gesehen. Mir gefällt vieles gut, eine konkrete Aussage zu treffen, das ist aber noch zu früh und wäre zum jetzigen Zeitpunkt falsch. Das kann man erst nach drei, vier Rundenspielen tun. Was ich sagen kann, ist, dass der VfR auf sehr vielen Positionen sehr gut besetzt ist. Fraglich ist dagegen, ob der Kader gleichwertig genug ist, um einzelne Ausfälle verkraften zu können. (ri)

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