Michael Mayer kehrt zurück - Moers will in die Play-offs

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FRIEDRICHSHAFEN - Noch nicht alle Volleyball-Bundesligisten haben die Personalplanungen für die kommende Saison abgeschlossen. SZ-Mitarbeiterin Conny Kurth hat den aktuellen Stand zusammengestellt.

Von unserer Mitarbeiterin Conny Kurth

Mehr als zwei Monate sind es noch, bis die neue Saison der Volleyball-Bundesliga beginnt. Doch die kommende Spielzeit wirft ihre Schatten voraus. Wenn die meisten Klubs Anfang diesen Monats in die Vorbereitung einsteigen, haben erst sechs von zwölf Bundesligisten alle Spieler beisammen. Nur der VfB Friedrichshafen, der SCC Berlin, evivo Düren, der VV Leipzig, der Moerser SC und der VC Olympia Berlin vermeldeten den Abschluss aller Transferbemühungen. Bei den anderen dreht sich das Spielkarussell noch auf Hochtouren.

VfB meldet sieben Neue

VfB Friedrichshafen: Lokalmatador Friedrichshafen will mit einer stark veränderten Mannschaft die Meisterschale zurück an den Bodensee holen. Sieben Spieler verließen den VfB. Zwei von ihnen schafften den Sprung in die erste italienische Liga: Bogdan Olteanu wechselt zu Gioia del Colle, Toni Kovacevic sogar zu Meister Treviso. Dafür kamen mit Simon Tischer und Georg Wiebel zwei deutsche, mit José Joao ein portugiesischer, mit Peter Nagy ein ungarischer und mit Alexander Shafranovich ein israelischer Nationalspieler, die die Schar der Auswahlakteure auf insgesamt neun anwachsen lässt. Vergangene Woche verpflichtete der VfB noch den Universalspieler Alexander Shadchin, der die iatlienische Staatsbrügerschaft hat.

Trainer: Stelian Moculescu: es bleiben: Alexis Valido, Jochen Schöps, Robert Koch, Marcus Popp, eventuell Bogdan Jalowietzki; Zugänge: Simon Tischer, Max Günthör, Georg Wiebel, Jose Joao, Peter Nagy, Alexander Shafranovich, Alexander Shadchin. Abgänge: Ilja Wiederschein, Alex Lenz, Itapolis, Mario Zelic, Toni Kovacevic, Jovan Markovic, Bogdan Olteanu.

SCC Berlin: Der SCC Berlin konnte sein Meisterteam der vergangenen Saison fast komplett zusammenhalten. Nur Eugen Bakumovski verlängerte seinen Vertrag nicht. Ihn zieht es in die erste Liga Italiens. In seine Rolle soll der 2,11 Meter lange, aber erst 20-jährige Robert Kromm schlüpfen, der in der vergangenen Spielzeit vorwiegend auf der Bank Platz nehmen musste. Neu ist der Kubaner Gil Ferrer Cutinho, der in beiden vergangenen Jahren zwar schon beim SCC mittrainierte, nun aber auch die Freigabe durch die FIVB erhielt.

Trainer: Mirko Culic; es bleiben: Marco Liefke, Sebastian Prüsener, Nisse Huttunen, Aleksandar Spirovski, Jan Günther, Robert Kromm, Christoph Eichbaum, Manuel Rieke, Jaroslav Skach, Felix Fischer; Zugang: Gil Ferrer Cutinho. Abgang: Eugen Bakumovski

Evivo Düren: Der Meisterschaftsdritte der vergangenen Saison muss nur zwei Abgänge verkraften und geht damit mit fast dem gleichen Kader wie in der vergangenen Saison an den Start. Zuspieler Diego Guitierrez, auf dieser Position immerhin Nummer zwei in der argentinischen Nationalmannschaft, verlässt den Klub. Für ihn verpflichtete Düren Ex-Häfler Ilja Wiederschein.

Trainer: Bernd Werscheck; Bleiben: Tim Elsner, Christian Dünnes, Till Lieber, Sven Dick, Boris Zorica, Sven Anton, Heriberto Quero, Malte Holschen, Björn-Arne Alber; Zugang: Ilja Wiederschein; Abgänge: Diego Guitierrez, Martin Bulst.

SV Bayer Wuppertal: In Wuppertal ist die australische Kolonie noch einmal größer geworden. Zu Trainer Mark Lebedew und Mittelblocker Luke Campbell kommt Andrew Earl, Außen-Annahmespieler und zuletzt in Spaniens erster Liga aktiv. Dort spielte auch ein weiterer Neuer: der Spanier Pedro Miralles-Nyrelius. Dafür muss Bayer zukünftig ohne Kapitän Markus Nitsche und Gabriel Krüger, die ihre Karriere beenden, sowie Nationalspieler Sven Glinker, der nach Belgien wechselt, auskommen.

Trainer: Mark Lebedew; es bleiben: Lars Dinglinger, Gergely Chowanski, Dirk Grübler, Luke Campbell, Florian Wilhelm, Marc Schmitt; Zugänge: Jann Habbinga, Andrew Earl, Pedro Miralles-Nyrelius; Abgänge: Markus Nitsche, Sven Glinker, Leszek Kurowski, Gabriel Krüger.

Michael Mayer kehrt zurück

TSV Unterhaching: Bei den Bayern ist das Geld knapp. Sie entschieden sich erst in letzter Minute, auch künftig in der Bundesliga anzutreten - allerdings mit nochmals abgespecktem Etat und verjüngtem Kader. Allerdings präsentierte Unterhaching einen spektakulären Zugang: Kapitän Michael Mayer, der ein Jahr beim belgischen Meister und Champions-League-Teilnehmer Noliko Maaseik spielte, ist zurück in München.

Trainer: Mihai Paduretu; es bleiben: Stanislav Zimakijevic, Norbert Kunstek, Ben Ibata, Björn Matthes, Simon Kronseder, Philipp Brada, Gerrit Zeitler; Zugänge: Michael Mayer, Matthias Kolley, Fabian Zeitler; Abgänge: Alderman, Pyrhonen, Liegsalz, Schwaack.

Maoam Mendig: In Mendig verließen mit Trainer Marian Kardas und Zuspieler Simon Tischer gleich zwei wichtige Akteure den Klub. Für beide Probleme fand man eine Lösung: Auf der Bank soll zukünftig Christian Metzger Platz nehmen, der seine Laufbahn als Spieler aufgrund anhaltender Knieprobleme beenden musste. Für das Zuspiel ist jetzt Jamie Mac Kay verantwortlich, der zuvor zwei Jahre in Bad Saulgau spielte. Aus Wuppertal kommt außerdem der Pole Leszek Kurowski.

Trainer: Christian Metzger; es bleiben: Frank Bachmann, Silvio Schultze, Christoph Schwenk; Zugänge: Jamie MacKay, Leszek Kurowski; Abgänge: Marian Kardas, Simon Tischer, Alexander Mimouh, Christian Metzger.

VV Leipzig: Die Sachsen mit einem neuen "Leipziger Modell". Demnach gibt es mit Armin Dewes, der vom VVL keine Freigabe für den Wechsel zum italienischen Zweitligisten Taviano erhielt, Dejan Stankovic, Jure Kvesic und Lutz Mühlisch nur noch vier Profis im Team. Der Rest sind junge, ambitionierte, deutsche Spieler, mit denen die Play-offs erreicht werden sollen.

Trainer: Zoran Nikolic: es bleiben: Armin Dewes, Dejan Stankovic, Jure Kvesic, Lutz Mühlisch, Tim Strohschein; Zugänge: Mathias Merten, Hannes Höpfner, Christoph Helbig, René Andörfer, Stefan Debus, Sebastian Kaden; Abgänge: Lars Björn Freier, Dragan Ratic, Branislav Djuric, Haroldas Cyvas, Dirk Binsch

Volley Dogs Berlin: Die "Flughunde" hüllen sich einmal mehr in Schweigen, was die Mannschaft für die kommende Saison angeht. Bisher ist lediglich bekannt, dass Trainer Sergej Fjodorow und Zuspieler Sven Dörendahl in Berlin bleiben.

Trainer: Sergej Fjodorow; es bleiben: Sven Dörendahl; Abgänge: Nico Riese, Mike Raddatz, Kay Matysik

SG Eltmann: Auch Eltmann hielt sein Team weitestgehend beisammen. Namhaftester Zugang ist Michael Hänsel, der zuvor in Dachau spielte, davor aber auch schon in Unterhaching Erstligaerfahrung sammelte. Statt auf der Annahme-Außen-Position soll er nun als Libero eingesetzt werden.

Trainer: Milan Maric; es bleiben: Tilo Koch, Benjamin Kucera, Sascha Kucera, Johan Löwen, Frank Meyer, Florian Seidel, Marek Wenzel; Zugänge: Michael Hänsel, Christian Nowak; Abgänge: Vojkan Lazic, Pero Stanic, Andreas Kolle, Jan Gehm.

Moerser SC: Der frühere Spitzenklub und jetzige Aufsteiger will nicht nur die Liga halten, sondern in die Play-offs. Dafür verpflichtete MSC-Macher Günter Krivec Zuspieler Diego Guitierrez, der in der vergangenen Saison in Düren die Bälle verteilte. Außerdem soll Mittelblocker Tamas Szeleres eine feste Größe im Team werden. Er schmettert wie Georg Grozer Junior in der ungarischen Nationalmannschaft.

Trainer: Igor Arbutina; es bleiben: Teodor Hirs, Nils Lieber, Torben Tidick, Jan Terhoeven, Sascha Bandow, Dejan Jazic, Georg Grozer; Zugänge: Diego Guitierrez, Alexander Mimouh, Stefan Uhmann, Tamas Szeleres, Jochen Neumann, Novak Stankovic; Abgänge: Huib den Boer, Jan-Pieter Waale, Radomir Mijovic, Gergely Mondi, Marijo Ramadza

ASV Dachau: Aufsteiger Nummer zwei holte mit Klaus Dammann seinen langjährigen Kapitän vom Zweitligisten TSV Grafing zurück. Neu ist zudem der 17-jährige Nachwuchszuspieler Lucian Jachovicz, der aus der eigenen Jugend kommt und nun den Sprung in die Bundesliga schaffen soll.

Trainer: Torsten Schulz; es bleiben: Wolfgang Hoffmann, Thomas Mersmann, Stefan Pomerenke, Torsten Schulz, Andreas Schwarz, Christoph Stelzer, Denis Werner; Zugänge: Klaus Dammann, Lucian Jachovicz, David Plitt; Abgang: Michael Hänsel.

VC Olympia Berlin: Alle zwei Jahre geht mit dem VCO die Junioren-Nationalmannschaft in der 1. Liga an den Start, um sich für die Qualifikation für die Junioren-WM fit zu machen. Dabei erwies sich auch der VfB Friedrichshafen einmal mehr als deutsche Talentschmiede. Schließlich schlagen mit Alexander Mayer, Patrick Steuerwald und Sebastian Schwarz drei YoungStars jetzt für das Berliner Nachwuchsprojekt auf. Trainer: Michael Warm; es bleiben: Dirk Mehlberg, Michael Neumeister, Dirk Westphal, Falko Steinke, Marcus Böhme; Zugänge: Alexander Mayer, Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Jaromir Zachrich, Anton Borger, Christian Hagendorf.}

In zwei Monaten beginnt die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga. Dieser Tage bitten die Trainer ihre Spieler zum ersten Training. Während der VfB und der SCC Berlin die Kader komplett haben, suchen andere Teams noch nach geeigneten Volleyballern. SZ-Foto: Anja Köhler

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