Häring baut eigene Ausbildung aus

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Einen Spatenstich für die Zukunft hat es am Dienstagmorgen auf dem Firmengelände der Firma Anton Häring, Werk für Präzisionstechnik, gegeben. Der Startschuss für den Bau eines separaten Ausbildungszentrums, das schon im März 2005 fertig sein soll, ist damit gefallen.

Auf einer Gesamtfläche von 3.300 Quadratmetern soll für rund vier Millionen Euro ein lichtdurchflutetes Gebäude entstehen, das den Auszubildenden des Unternehmens im technischen und im kaufmännischen Bereich auf drei Etagen zur Verfügung stehen wird. Derzeit bildet Häring 46 junge Leute in zehn verschiedenen Berufsbildern aus.

Neu: "Studium PLUS"

Das jüngste Berufsbild "Studium PLUS" bietet jungen Leuten in Kooperation mit der Fachhochschule Furtwangen, den Beruflichen Schulen Spaichingen und der IHK innerhalb von vier Jahren eine Verbindung von Berufsausbildung zum Zerspanungsmechaniker und ein Ingenieurstudium an. Außerdem hat das Heuberg-Unternehmen wie bisher die Ausbildung zum Wirtschaft-Ingenieur an der Berufsakademie in seinem Programm.

Auf diese Weise sollen Nachwuchsführungskräfte aus den eigenen Reihen gewonnen werden. Des Weiteren können eigene Mitarbeiter an der Technikerschule Spaichingen ab Sommer 2005 die Ausbildung zum "Techniker" in der Fachrichtung "Zerspanungstechnik" angehen. Das neue Ausbildungszentrum soll außerdem für die Weiterbildung der Häring-Mitarbeiter genutzt werden. In modernen Räumen werden dann CNC-Kurse, Programmierkurse, Computerschulungen, Sprachschulungen sowie Rhetorikseminare angeboten werden.

Das neue Ausbildungszentrum ist nach dem Bau des Lehrlingswohnheims, das vor kurzem fertig wurde, ein weiterer Baustein in der "Häring-Strategie", über die Firmenchef Anton Häring ein wenig philosophierte. Trotz aller Unkenrufe über marodes Wachstum und obwohl er nicht an Wunder glaube, sehe er positiv in die Zukunft. "Für den Markt der Zukunft" errichtet die Firma Anton Häring in Kürze in China in der Stadt Suzhou bei Shanghai ein neues Werk mit einer Gesamtfläche von 10  000 Quadratmetern.

Ein ähnliches Ausbildungszentrum wie in Bubsheim möchte der dynamische Firmenchef seinem Betrieb in Polen, der Filiale Häring Polska, angliedern. Als optimistischer Heuberg-Unternehmer glaubt er an die Zukunft; deshalb gehe er auch risikoreiche Investitionen ein. Er habe es gelernt, stets mit einem Unsicherheitsfaktor zu leben. Sein weltweit agierendes Unternehmen erwarte einen Jahresumsatz in Höhe von 95 Millionen Euro.}

An der Stelle, wo der Haupteingang zum neuen Ausbildungszentrum einmal sein wird, wurde zum ersten Spatenstich angesetzt (von links): Clara Decker, Geschäftsführerin der Firma Decker, Nusplingen, Seniorchef Anton Häring, Architekt Rolf Weber, Juniorchef Dr. Jürgen Häring, Bürgermeister Walter Welte, Oliver Stumpp, Geschäftsführer der Firma Stumpp, Rottweil. Foto: sg

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