Drei "Living Voices"-Chöre feiern gemeinsam zehnjähriges Jubiläum

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Im September vergangenen Jahres feierte der Veringenstädter Gospelchor Living Voices mit den örtlichen musikalischen Vereinen sein zehnjähriges Jubiläum. Kurze Zeit später, erhielt der Chor eine Einladung des Vorzeige-Gospelchors Living-Voices aus Krefeld zu einem gemeinsamen Jubiläumskonzert. Jetzt fand es statt.

Dabei sollte aber nicht nur die Geburtstage des Krefelder und des Veringenstädter Chores gefeiert werden, sondern auch noch der, des ebenfalls gleichnamigen Gospelchores aus Hagen. Die Besonderheit dieser drei Chöre liegt darin, dass alle im Herbst 1993 unabhängig voneinander gegründet wurden. Erstmals sollten sich nun alle drei als "Living Voices Germany" zu einem gemeinsamen Konzert in der Friedenskirche in Krefeld einfinden.

Angeregte Stimmung

Am Samstagmorgen um halb fünf trafen sich die Mitglieder des Veringer Chores an der Turnhalle in Veringenstadt, um sich mit dem Bus auf den Weg zum gigantischen Living-Voices-Meeting nach Krefeld zu machen. Obwohl die Fahrt anfänglich durch zehn Zentimeter Neuschnee nur zögerlich voranging, herrschte eine angeregte Stimmung während der achtstündigen Fahrt. Nachmittags angekommen, wurden die Veringenstädter sehr herzlich begrüßt und mit Essen und Trinken versorgt. Beim anschließenden Sound-Check wurde dem schwäbischen Chor erstmals bewusst, welcher Herausforderung man sich da hatte. Da war zum einen der Krefelder Chor mit etwa 80 Sänger/innen, geleitet von Angelika Rehaag, sowie eine ausverkaufte Friedenskirche mit etwa 1000 Sitzplätzen, was für so manchen flauen Magen bei den Mitgliedern des Veringer Chores sorgte.

Um 19 Uhr begann das Konzert mit dem Krefelder Chor. Das Publikum pfiff, klatschte und jubelte, bevor auch nur ein einziger Ton erklungen war. Mitmachen lautete die Devise des Abends, der für Hunderte von Gospelfans zu einer einzigen gymnastischen Übung geriet.

Aufstehen, Hinsetzen, wieder Aufstehen, Klatschen, Tanzen, Stampfen, Grooven mit Rhythmus pur. Zum Jubiläum sang der Chor einen Mix aus den Anfangszeiten: vom Symbol-Lied "Hail holy Queen" bis zum typischen Volkslied "Kein schöner Land", dies speziell für die amerikanischen Gäste Timothy Carpenter und Jerry Thomas, die für ihre jahrelange Unterstützung und Inspirationen zu Ehrenchormitgliedern gekürt wurden.

Keine leichte Vorgabe für die Hagener Living Voices, die danach ihren Auftritt hatten. Von der Sprecherin der Hagener erfuhr man einen Grund für die Gospelbegeisterung: "Da kann man das Großhirn ausschalten und das Kleinhirn baumeln lassen ."

Gleichwertig im Bunde

Nach einer Pause war es dann soweit. Die Veringer zogen ein mit einem Gospelmedley. Sie waren noch nicht vorne im Chorraum angekommen, stand schon das gesamte Publikum, klatschte, jubelte und sang begeistert mit. Es war Stimmung pur. Gleichwohl war der Chor "extrem gut drauf" und erwies sich unter der Leitung von Anton Roggenstein als gleichwertiger Dritter im Bunde, angeheizt vom allgemeinen Enthusiasmus: "Des isch der Waaaahnsinn". Der Höhepunkt des Konzertes war natürlich noch ein gemeinsamer Auftritt aller Chöre mit etwa 150 Sängern.

Am Sonntag auf der Rückfahrt war sich der Veringenstädter Chor einig: "Das war absolut ein Höhepunkt in unserer zehnjährigen Laufbahn."}

Erfolgreich: Der Veringer Gospelchor beim Auftritt in Krefeld. Foto: Wolfgang Stumpp

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