2,32 Millionen Euro Zuschuss fürs Hallgebäude

Lesedauer: 4 Min

Isny kann die Freudenfahnen aufziehen: Für die Sanierung des Hallgebäudes gibt es rund eine halbe Million Euro mehr an Zuschüss
Isny kann die Freudenfahnen aufziehen: Für die Sanierung des Hallgebäudes gibt es rund eine halbe Million Euro mehr an Zuschüssen, als bis jetzt geplant. (Foto: Tobias Schumacher)

Fürs Sanierungsgebiet „Südliche Altstadt“ bekommt Isny 2018 vom Land 1,94 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung. Diese mit weitem Abstand größte Summe im Altkreis Wangen nannten gestern die Landtagsabgeordneten Raimund Haser (CDU) und Petra Krebs (Bündnis 90/Die Grünen) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Bürgermeister Rainer Magenreuter bestätigte am späten Nachmittag auf Anfrage der SZ, dass die Summe für die Kernsanierung des Hallgebäudes gewährt werde.

Hier rechnet die Stadt außerdem mit weiteren 383 000 Euro aus der Tourismusförderung, den Bescheid will der zuständige Minister Guido Wolf wie berichtet am 23. Mai persönlich in Isny übergeben. Von den auf rund 4,77 Millionen Euro angesetzten Baukosten wären damit knapp die Hälfte (2,32 Millionen Euro) durch Landesmittel abgedeckt. Stadtkämmerer Werner Sing kalkuliert im aktuellen Haushalt 2018 zurückhaltend mit 1,8 Millionen Einnahmen: Die Stadt bekäme also eine halbe Million Euro mehr.

Die Landesförderung für den Städtebau bezuschusst im Wahlkreis Wangen/Illertal heuer sechs Projekte mit insgesamt 3,895 Millionen Euro: Neben Isny gibt es für Bad Waldsee 700 000 Euro, für Bergat-reute und Erolzheim je 400 000 Euro, für Tannheim 250 000 Euro und für Berkheim 200 000 Euro. Die Zahlen hatte am Mittwoch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Stuttgart öffentlich gemacht.

„Mit der Städtebauförderung erhöht das Land die Attraktivität unserer Innenstädte und Dörfer. Vor allem die Zentren sollen langfristig lebenswert bleiben – Städtebau zum Wohle der Menschen“, kommentierten Haser und Krebs die Förderbescheide. „Die Städtebauförderung stärkt die Innenentwicklung und hilft den Kommunen dabei, selbst gesetzte Ziele zur Attraktivierung der Innenstädte umzusetzen.“

Die Wahlkreisabgeordneten wiesen außerdem „auf einen wichtigen zusätzlichen Effekt“ hin: Studien belegten demnach, dass mit jedem Euro, der in die Städtebauförderung fließt, Folgeinvestitionen der öffentlichen Hand und privater Investoren von mehr als acht Euro angestoßen werden. „Das hat wiederum einen positiven Effekt auf die Arbeitsplätze“, erklärte Haser. Und Krebs zog ein positives Fazit der hohen Städtebauförderung: „Das Land hilft der Region bei den wichtigen städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft zugleich eine Art Konjunkturprogramm in unserem Wahlkreis.“

Isnys Bürgermeister Magenreuter erklärte: „Wir freuen uns sehr über die Förderung und bedanken uns bei allen, die daran mitgewirkt haben. Die Entscheidung, das Hallgebäude jetzt umzubauen, war absolut richtig, denn eine Förderung in dieser Höhe war nur jetzt möglich.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen