2:1 gegen Eintracht: Hertha nun Hoffenheim-Jäger

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Deutsche Presse-Agentur

Dank „Diva“ Marko Pantelic ist Hertha BSC nach dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga Hoffenheim-Jäger Nummer 1.

Die Berliner bezwangen am ersten Spieltag der zweiten Halbserie Eintracht Frankfurt durch einen Doppelpack des Serben mit 2:1 (1:0) und rückten damit in der Tabelle mit 36 Punkten hinter Spitzenreiter 1899 (38 Punkte) auf Rang zwei vor. Für das Team von Hertha-Chefcoach Lucien Favre, der in der Startelf noch auf die Winter-Einkäufe Leandro Cufré und Marko Babic verzichtet hatte, war es der siebte Heimsieg in Folge.

Die Treffer für die Gastgeber markierte einmal mehr Torjäger Pantelic (17./50.), für den wohl das letzte halbe Jahr als Hertha-Profi angebrochen ist. Der Vertrag mit dem 30-Jährigen läuft im Sommer aus, Pantelic hält bereits Ausschau nach einem neuen Verein im europäischen Ausland. „Die zwei Tore waren wichtig für mich, aber das ist sekundär. Das wichtigste waren die Punkte für die Mannschaft“, sagte der Serbe, der die Partie mit einer Verletzung am rechten Knie beendete. Für die Frankfurter, die durchaus die Chance auf einen Punktgewinn hatten, traf der ehemalige Herthaner Benjamin Köhler (52.).

„Wir haben zu früh das 2:1 kassiert. Das war sehr gefährlich. Es war schwierig für uns, diesem Druck standzuhalten“, bekannte Hertha-Trainer Lucien Favre. Sein Frankfurter Kollege Friedhelm Funkel sagte: „Berlin war heute Meister der Effektivität.“

Vor 39 847 Zuschauern im kalten Olympiastadion avancierte Pantelic schon nach einer Viertelstunde zum Hauptdarsteller. Mit einem Pass auf Kapitän Arne Friedrich leitete der Stürmer selbst seinen fünften Saisontreffer ein. Eintracht-Neuzugang Nikola Petkovic konnte die Flanke von Friedrich nicht verhindern, den Fallrückzieher von Andrej Woronin blockten die Frankfurter noch ab, den Abstauber setzte Pantelic in die Maschen.

Cicero hätte schon nach einer halben Stunde für die Berliner, die ohne acht verletzte Spieler auskommen mussten, nachlegen können. Doch als Eintracht-Keeper Markus Pröll Pantelic von den Füßen holte, schoss der Brasilianer den fälligen Foulelfmeter zu schwach und Pröll wehrte ab. Später musste der „Elfmeter-Töter“ wegen einer Verletzung, die er sich beim Foul gegen Pantelic zugezogen hatte, ausgewechselt werden. Eine Untersuchung in Frankfurt soll Aufschluss über die Schwere der Blessur geben.

Die Mannschaft von Funkel, der genau wie sein Kollege Favre vor der Rückrunde mit einem neuen Vertrag ausgestattet worden war, setzte durch Nikos Liberopulos (23.) und einen Köhler-Freistoß (31.) die ersten Ausrufezeichen. Doch Zählbares brachte auf der anderen Seite zunächst wieder nur Pantelic zustande, als er gleich drei Frankfurter narrte und aus 22 Metern ins linke untere Eck zu seinem sechsten Saisontor traf. Zwei Minuten später schaffte Köhler nach einem misslungenen Schuss von Liberopoulos allerdings den Anschluss.

Beide Teams erarbeiteten sich in dem abwechslungsreichen Spiel noch eine Reihe von Einschuss-Möglichkeiten. Doch Hertha-Keeper Jaroslav Drobny parierte gegen Versuche von Alexander Meier (59./89.) und Neuzugang Leonard Kweuke (70.). Für Hertha verpassten Raffael (69.) und nochmals Pantelic (73.) weitere Treffer.

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