20 000 Euro für engagierte Aalener Hilfsinitiativen

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Freier Mitarbeiter

Die Stadt unterstützt zehn weltweit engagierte Aalener Entwicklungshilfeprojekte mit je 2000 Euro. 2017 hatte der Gemeinderat seine finanzielle Unterstützung aus dem Eine-Welt-Fonds der Stadt für solche Projekte von 15 000 auf 20 000 Euro aufgestockt. Auf die Ausschreibung für 2018 hatten sich insgesamt 13 Initiativen beworben. Am Dienstagabend gab es nun für zehn von ihnen Schecks. Der Ort der Übergabe in Dewangen durch den Oberbürgermeister war ganz bewusst gewählt worden: Der genossenschaftliche WellandMarkt ist jetzt der 19. Fairtrade-Partner im Stadtgebiet. Und dort wurde nun auch die neue Fairtrade App vorgestellt.

Thilo Rentschler hatte dem Gemeinderat gedankt, dass er bei dem Fonds „eine kleine Schippe oben draufgelegt“ hat. Die Stadt werde auch für die entwicklungspolitische Arbeit mehr Geld ausgeben. Sinngemäß sagte er, dass man in armen Ländern schon mit relativ wenig Geld viel erreichen könne, wie mit einer Art „Hebel.“ Beispielhaft für eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit nannte er das Engagement der Stadt in Mosambik. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mache Afrika die meisten sorgen. Es gehe darum, für die Menschen dort Bleibeperspektiven zu schaffen. Hier könne Aalen Vorbild für andere Kommunen sein.

Die zehn über den Eine-Welt-Fonds der Stadt Aalen unterstützen Initiativen nannte er ein Beispiel dafür, wie Aalener „ein kleines bisschen Wohlstand und Knowhow“ für andere Menschen abgeben würden um damit viel Gutes zu bewirken.

Unterstützt werden folgende Initiativen und Projekte: Lions-Hilfswerk, Private Initiative von Günter Dietrich, Wasseralfingen, zugunsten der Fundacion Santa Maria de la Esperanza in Ecuador, Govinda-Entwicklungshilfe/Shangrila Entwicklungshilfe Nepal, Verein „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“, Evangelischer Kirchenbezirk Aalen, Projekt Kyebi in Ghana, Katholische Kirchengemeinde Salvator (Missionsprojekte), Katholische Kirchengemeinde St. Stephanus Wasseralfingen, Waisenhaus in Sambia, Katholische Kirchengemeinde Sankt Bonifatius Freundeskreis Matany, Uganda, Freundeskreis Uganda, Solgidi „Solidarity with girls in distress“, Solwodi-Kontaktstelle Aalen.

Neue Faitrade App

Seit 2014 ist Aalen Fairtrade-Stadt. Der genossenschaftliche WellandMarkt ist nun der 19. Fairtrade-Partner, wo es fair gehandelte Lebensmittel gibt. Das sind, stellte Rentschler fest, „fast noch etwas zu wenig.“ Es dürften ruhig noch mehrere Geschäfte in Aalen sein, in denen es fair gehandelte Waren und Lebensmittel gebe. Mit der kostenlosen App (für Android und Apple) der Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Aalen erfährt man nun genau, wo es fair gehandelte Kleidung, Lebensmittel und Schmuck zu kaufen oder entsprechende Restaurant gibt.

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