1899-Torwart Hildebrand bangt um Derby-Einsatz

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Deutsche Presse-Agentur

Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand von 1899 Hoffenheim fällt ausgerechnet für das Bundesliga-Derby bei seinem früheren Arbeitgeber VfB Stuttgart höchstwahrscheinlich aus. Der langjährige VfB-Profi hat sich eine Zerrung im rechten Oberschenkel zugezogen.

„Ich habe noch Hoffnung, will aber auch kein zu hohes Risiko eingehen“, meinte der 29-Jährige vor der Partie des Herbstmeisters in der Mercedes-Benz Arena. Wenn er nicht spielen könnte, „dann wäre ich riesig enttäuscht, das wäre total bitter“.

Hildebrand war mit dem VfB 2007 deutscher Meister und spielte insgesamt zwölf Jahre bei den Schwaben, bevor sein eineinhalbjähriges Engagement beim FC Valencia begann. In der Winterpause hatte ihn Herbstmeister Hoffenheim geholt. Als Ersatz steht Daniel Haas bereit. Am Donnerstag absolvierte Hildebrand zwar einige Übungen mit Torwarttrainer Cesar Thier, doch Trainer Ralf Rangnick bezeichnete einen Einsatz als „sehr unwahrscheinlich“. Dabei hat sich der Schlussmann so auf ein Wiedersehen mit den Stuttgartern gefreut. „Ich bin voller Tatendrang, top motiviert. Das ist für mich mehr ein Heimspiel als für jeden anderen.“

Dafür hofft Rangnick auf die Rückkehr des Innenverteidigers Marvin Compper, der seinen Muskelfaserriss auskuriert hat. Zum ersten Mal in der Rückrunde von Beginn an soll der Nigerianer Chinedu Obasi stürmen, der mit einer ähnlichen Verletzung lange um den Anschluss gekämpft hat.

Die 1:4-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen ist von Rangnick gründlich aufgearbeitet worden. „Der Gegner ist sechs Kilometer mehr gelaufen als wir“, meinte der Coach des Aufsteigers. „Wir müssen zu unserer Grundaggressivität zurückfinden. Müssen richtig viel investieren und mehr marschieren.“ Neben Hildebrand und Compper stehen mit Neu-Nationalspieler Andreas Beck, Tobias Weis und Matthias Jaissle weitere Ex-Stuttgarter in den Reihen Hoffenheims. „Wir wollen es dem alten Verein zeigen“, kündigte Abwehrspieler Jaissle an. „Wir müssen uns wieder aufs Wesentliche konzentrieren. Wir müssen wieder kampfbereit und leidenschaftlich sein.“

Derweil haben die Badener die Verträge mit Manager Jan Schindelmeiser und Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus bis zum 30. Juni 2014 verlängert. Der 45 Jahre alte Schindelmeiser und der 42 Jahre alte Rotthaus waren 2006 wie Trainer Ralf Rangnick zum damaligen Regionalligisten gekommen. Schindelmeiser wurde zudem ebenfalls zum Geschäftsführer ernannt. „Wir wollen versuchen, fester Bestandteil in der Bundesliga zu werden, und das ist schon ambitioniert genug“, meinte der Manager. „Wir dürfen ja nicht vergessen woher wir kommen.“

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