17 Gipfel, 34,5 Kilometer und 2500 Höhenmeter in 10,5 Stunden

 Von links: Oswin Beurer, Beate Bell, Silvia Gropper, Richy Köberle, Wolfgang Sauter. Vorne: Karl Weber.
Von links: Oswin Beurer, Beate Bell, Silvia Gropper, Richy Köberle, Wolfgang Sauter. Vorne: Karl Weber. (Foto: Karl Weber)
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Bad Waldsee/Immenstaad - Monatelang hat die Idee bei Oswin Beurer von der Bad Waldseer Lauffiebergruppe gereift. Einmal die legendäre Nagelfluhkette von Immenstadt bis nach Steibis an einem Tag zu überqueren. Eine Tour, die sonst in zwei, manchmal auch drei Tagen abgewandert wird. Schnell war eine Umfrage in der Laufgruppe gestartet. Beate Bell, Silvia Gropper, Richy Köberle, Wolfgang Sauter und Karl Weber meldeten sich bei Oswin an. Jedem der Beteiligten war klar, dass das kein Spaziergang wird. Diese wirklich anspruchsvolle Tour erfordert eine gute Kondition, Trittsicherheit und elementare alpine Erfahrung. Da aber alle Teilnehmer Waldseer Läufer sind, war das Thema Kondition das geringste Problem. Eher die ungewohnten, oft steilen 2500 Höhenmeter mit den unterschiedlichsten Passagen und Untergründen. Dafür hatte man aber in den letzten Wochen nach der Zusage einige Bergtouren absolviert und so Erfahrung gesammelt. Los gings um 7 Uhr in Immenstadt mit dem Aufstieg zum Mittaggipfel und weiter zum Bärenköpfle. Über steinige Pfade, Wurzelwege, steile Serpentinen und eine 17 Meter hohe Leiter ging es senkrecht hoch zum Steinenberggipfel. Der Aufstieg zum Rindalphorn und zum Gelchenwanger Kopf verlangte einiges ab. Immer wieder wechseln die Wege zu den einzelnen Gipfeln zwischen Wiesen- und Felspfaden, Steigen und gesicherten Gratpassagen bis zum höchsten Punkt der Tour, dem Hochgrat mit 1832 HM ab. Trotz der gefühlten 30 Grad waren alle noch super drauf. Eine kurze Rast in der Bergstation bei einem kühlen Radler verschaffte neue Energie. Und so gings über abwechslungsreiche und spannende Pfade und Steige zum Falken, Hochhädrich und zur Imberg Bergstation. Und weil das ein so toller Tag war, verfinsterte sich der Himmel rabenschwarz. Ein Unwetter zog auf. Aber nicht umsonst trainieren die Bad Waldseer Läufer das ganze Jahr. Und so wurden die ganzen letzten Kilometer von der Bergstation bis zur Imberg Talstation in Steibis im Renntempo zurückgelegt. Dort angekommen schüttete es nach 15 Minuten wie aus Kübeln. Aber alle waren im Trockenen, glücklich, zufrieden und stolz, diese unvergessliche Tour gemacht zu haben.

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