Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 4. Mai 1900 Anschrift Valznerweiherstraße 200 90480 Nürnberg Stadion easyCredit-Stadion (46 780 Plätze) Vereinsfarben rot-weiß Vereinspräsident Michael A. Roth Cheftrainer Michael Oenning (seit 5. September 2008) Mitglieder 8 000 Größte Erfolge Deutscher Meister 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968 DFB-Pokal 1935, 1939, 1962, 2007 Internet www.fcn.de

Am Absturz aus dem Fußball-„Oberhaus“ hatte der 1. FC Nürnberg lange zu knabbern, doch nach Wochen voller Frust und Tränen ist der „Club“ optimistisch, dass der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga klappt. Ein Jahr nach dem Pokaltriumph vollbrachte der „Club“ ein ähnliches Kunststück wie 1969, als er als amtierender Meister den Gang in die 2. Liga antreten musste.

Nach dem siebten Bundesliga-Abstieg hatte man in Nürnberg schnell Nägel mit Köpfen gemacht und sich wenige Tage nach dem Absturz dafür ausgesprochen, mit Trainer von Heesen und Sportdirektor Martin Bader in der 2. Liga weiterzuarbeiten. Aber noch vor dem dritten Spieltag warf Thomas von Heesen nach internen Turbulenzen das Handtuch.

Mit der Beförderung von Assistenzcoach Michael Oenning zum neuen Chef-Trainer wollen die Nürnberger die Chaos-Tage beenden. „Wir sind zuversichtlich, mit ihm unsere Ziele zu erreichen“, begründete Sportdirektor Bader die Berufung des Trainer-Neulings: „Wir kennen Michael Oennings Arbeitsweise sehr gut und schätzen seine Qualitäten.“ Erst im vergangenen Februar war der Assistenzcoach zusammen mit von Heesen nach Nürnberg gekommen.

Das Ziel der Franken, nach dem Vorbild von Borussia Mönchengladbach nur eine Saison in Liga zwei bleiben zu wollen, bleibt bestehen. „Wir müssen ganz schnell demonstrieren, dass wir gewillt sind, sofort wieder aufzusteigen“, sagte „Club“-Präsident Michael A. Roth.

Hoffnungsträger in Nürnberg sind zwei neue Stürmer: Christian Eigler (Arminia Bielefeld) und der Schweizer EM-Teilnehmer Daniel Gygax (FC Metz) sollen die Tore zum Wiederaufstieg beisteuern. Beide könnten die Positionen von Iwan Saenko (Spartak Moskau) und Angelos Charisteas einnehmen, der, im Gegensatz zu Jan Koller und Javier Pinola, den neunmaligen deutschen Meister ebenfalls verlassen will.

Auch ein alter Bekannter kehrte nach Nürnberg zurück. Torhüter Raphael Schäfer, der die Franken im Mai 2007 als Kapitän zum Pokaltriumph geführt hatte, konnte ein weiterer Führungsspieler zurück nach Franken geholt werden. „Es war unser größter Fehler, ihn gehen zu lassen“, bemerkte Präsident Roth selbstkritisch. Schäfers Nachfolger Jaromir Blazek konnte seine Erfahrung in Nürnberg nicht  ausspielen und war durch seine Unsicherheiten maßgeblich am Niedergang des Pokalsiegers beteiligt. Nun wird Rückkehrer Schäfer nach seinem unglücklichen Intermezzo beim VfB Stuttgart zum Nachfolger seines Nachfolgers. „Der Club ist eine Herzensangelegenheit für mich. Das ist mein Verein“, sagte Schäfer nach seiner Rückkehr.

(Stand: September 2008)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen