Ärzte vor Ort wollen gehört werden

Lesedauer: 3 Min
Auch in Aalen droht in den kommenden Jahren ein Mangel an niedergelassenen Hausärzten.
Auch in Aalen droht in den kommenden Jahren ein Mangel an niedergelassenen Hausärzten. (Foto: Rolf Vennenbernd)
Aalener Nachrichten

Aalen (an) - Zu unserem Artikel „Aalen steuert auf einen Ärztemangel zu“, der in unserer Ausgabe vom Donnerstag, 16. Januar, erschienen ist, hat sich Sebastian Hock, Vorsitzender der Kreisärzteschaft, zu Wort gemeldet.

In seiner Stellungnahme heißt es „Das Bienen-Volksbegehren bezeichnete Ministerpräsident Kretschmann auf der Bauernkundgebung des Kalten Marktes in Ellwangen als „gut gemeint aber nicht gut gemacht“! Und warum? Weil man die Bauern dabei vergessen hatte“.

Es freue die Ärzte sehr, schreibt Hock weiter, dass sich Stadtverwaltung und Stadtrat in Aalen über die ärztliche Versorgung der Bevölkerung Gedanken machten und die Ärzte würden sie dabei gerne unterstützen.

Weiter schreibt Hock, bevor aber abschließende Lösungsvorschläge von Seiten der Stadtverwaltung gemacht würden, sei es notwendig, mit den Ärzten vor Ort zu sprechen. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung sei schon lange bekannt, dass man bei der Ansiedlung neuer Betriebe oder Geschäfte auch auf die bereits bestehenden Firmen achten und diese schützen beziehungsweise unterstützen müsse. Dies gelte auch für Arztpraxen, die Wirtschaftsunternehmen sind, und in denen vor allem viele Frauen als medizinische Fachangestellte arbeiteren. In Wasseralfingen sei ein solches Gespräch im Dezember erfolgt, für weitere Bezirke der Stadt sei es dem Vorstand der Kreisärzteschaft zumindest nicht bekannt. Für die gesamte Stadt Aalen sei wohl von der Stadtverwaltung ein „Ärztedialog“ am 18. März geplant. Allerdings solel dann der Stadtrat bereits abschließend nur eine Woche später am 26. März über alle Maßnahmen entscheiden.

Die Kreisärzteschaft werde dieses Thema mit den Aalener Ärzten auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 22. Januar im Bildungszentrum in Aalen diskutieren, schreibt Hock weiter.

„Ich wünsche mir vom Stadtrat und der Stadtverwaltung Aalen eine längere Zeit des Dialoges für ein solch wichtiges Thema im Interesse unserer Patienten, aber auch im Interesse aller Ärzte, die die Einwohner bisher so gut versorgt haben und auch weiter gut versorgen werden“, so Hock abschließend.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen