Ältere leben allein: Seniorenunfallversicherung sinnvoll

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Deutsche Presse-Agentur

Für alleinlebende Ältere, die niemanden haben, der sich um sie kümmert, kann sich eine Seniorenunfallversicherung lohnen. Nach einem Sturz oder einem anderen Unfall bekommt der Versicherte dann Hilfe im Haushalt.

Im Idealfall werde auch Essen geliefert und pflegerische Unterstützung gewährt. Darauf weist die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ hin. Allerdings sollten Verbraucher eine Versicherung wählen, die nach einem Unfall tatsächlich die Hilfe im Haushalt organisiert und bezahlt. Denn manche vermittelten nur Ansprechpartner.

Die Hilfe sollte für die ersten sechs Monate nach dem Unfall gewährt werden. Wichtig sei außerdem, dass sie ausreichend bemessen ist. Sinnvolle Angebote gebe es schon für 60 Euro im Jahr. Wer zusätzlich zu den Hilfeleistungen auch Geld bei bleibenden Gesundheitsschäden möchte, müsse noch mehr investieren, so Stiftung Warentest. Neukunden ab 65 Jahren zahlten dann ab 110 Euro.

Benötigen Ältere aufgrund einer Krankheit Hilfe, zahlten die Versicherungen in der Regel nicht. Sie helfen nur bei Hilfsbedürftigkeit nach einem Unfall, erläutert die Stiftung Warentest. Einzelne Versicherer böten aber auch Unterstützung im Falle einzelner Krankheiten, etwa nach einem Schlaganfall. Das koste deutlich mehr, und hat der Versicherte einen Bandscheibenvorfall helfe ihm das wenig. Selbst bei einem Unfall muss der Versicherer nicht in jedem Fall zahlen. Ereignete sich beispielsweise ein Sturz nach Alkoholkonsum, geht der Versicherte leer aus.

Vom Schutz ausgenommen seien häufig auch Unfälle infolge einer Krankheit. Wer also nach einem Schlaganfall stürzt, hat Pech gehabt. Manche Versicherungen machen jedoch zumindest bei Unfällen in Folge von Herzinfarkten und Schlaganfällen eine Ausnahme.

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