Die Tragödie blinkte am Dienstagmorgen als Eilmeldung auf dem Smartphone. Verschickt von News-Portalen wie Spiegel.de, n-tv oder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es war die Nachricht vom tragischen U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt, bei dem mehr als 20 Menschen starben. Auch die Tagesschau berichtete am Abend darüber.

Auf Schwäbische.de hingegen war diese Meldung nicht prominent auf der Startseite zu sehen, sondern nur als Agentur-Text im Ressort Panorama. Das hat Gründe.

Schwäbische.de ist das digitale Schaufenster in die Region. Unsere Reporterinnen und Reporter, Redakteurinnen und Redakteure berichten über Ereignisse und Entwicklungen aus den Landkreisen Tuttlingen, Sigmaringen, Ravensburg und Biberach. Sie recherchieren in der Bodenseeregion von Lindau bis Konstanz, im Alb-Donau-Kreis und auf der Ostalb. Die Redaktion blickt aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Südwesten, mal auf ganz Baden-Württemberg und einen Teil von Bayern, mal auf einzelne Orte und Regionen.

Unsere Journalistinnen und Journalisten haben nicht nur hervorragende Kenntnisse über die Regionen, sondern auch einen feinen Draht zu den Menschen, die dort leben, wohnen und arbeiten.

Sie erkennen relevante Themen und bieten damit unseren Leserinnen und Lesern eine regional zugeschnittene Informationsvielfalt, die keine überregionale Nachrichten-Seite bieten kann.

Ein Ereignis wie das U-Bahn-Unglück in Mexiko-Stadt ist da bei all seiner Tragik sehr weit weg. 

Das bestätigen uns täglich Nutzungsdaten auf Schwäbische.de sowie Rückmeldungen unserer Leserinnen und Leser: Die Themen, die das größte Interesse hervorrufen, sind jene mit lokalem und regionalem Bezug.

Unsere Leserinnen und Leser wissen, dass sie Meldungen wie aus Mexiko bei den Kollegen etwa von Spiegel.de, n-tv oder anderen Nachrichtenportalen erhalten.

Die Nachricht über die Erschließung eines Neubaugebietes in Wangen oder die Firmengründung in Spaichingen findet sich dort aber ebenso wenig wie das Porträt über den letzten Schäfer im Bodenseekreis. Auch einen grafischen Überblick über Hofläden sucht man dort vergebens. Gleiches gilt für die Digital-Reportage zur Motorradlärm-Debatte in der Region, den Bau einer Umgehungsstraße oder den Abgleich von Wahl-Versprechen der Parteien mit der Lebensrealität der Menschen im Südwesten.

Es ist dieses Wissen um Land und Leute, das den Journalismus der "Schwäbischen Zeitung" auszeichnet und das Angebot von Schwäbische.de prägt. Gleichwohl verlieren wir dabei nicht den Blick über den Tellerrand hinaus, nehmen aber eine eigene Perspektive ein.

Als etwa im April 2019 das Dach von Notre Dame in Paris in Flammen stand, haben wir das Unglück auch auf der Startseite von Schwäbische.de vermeldet - es stand in diesem Moment in Einklang mit der journalistischen Bewertung von überregionaler Relevanz.

Viele Menschen in der Region kennen die berühmte Kirche, standen vielleicht sogar schon selbst davor. Wir haben das Thema in einem zweiten Schritt aber auf die Region gespiegelt und fragten nach, wie es denn mit dem Brandschutz etwa im Ulmer Münster bestellt ist.

Auch die Politik der EU erscheint vielen in weiter Ferne. Wenn unsere Redaktion aber beispielsweise die Folgen der Brüsseler Entscheidungen für die Landwirte oder den Tourismus im Südwesten beschreibt, machen wir diese Politik für die Menschen in der Region nahbar und verständlich.

Wir verlieren bei Schwäbische.de also keineswegs die Welt aus den Augen. Doch wir richten unseren Blick bewusst auf die Region, um zu erkennen, was sich für die Menschen hier bewegt, wenn sich die Erde täglich weiterdreht.

Haben Sie vielleicht selbst Fragen, die unsere Arbeit betreffen, mit denen wir uns in einem Blogeintrag beschäftigen sollten? Schreiben Sie uns eine Mail an einsichten@schwaebische.de