Täglich erreicht die Redaktion der „Schwäbischen Zeitung“ eine wahre Flut von Informationen – über unsere Korrespondenten in Stuttgart, München, Berlin und in aller Welt, über unsere Reporter in den 19 Lokalredaktionen, über die Nachrichtenagenturen (Deutsche Presse-Agentur/dpa, Agence France Presse/AFP, Sportinformationsdienst/SID) über Social-Media-Kanäle wie Twitter oder Facebook, über andere Medien oder auch einfach über mündliche Berichte.

Unsortiert, ungefiltert und in unglaublicher Menge. Was schließlich in der „Schwäbischen Zeitung“ beziehungsweise auf Schwäbische.de veröffentlicht wird, kann und soll natürlich nur ein Bruchteil davon sein. Denn Aufgabe einer Redaktion ist es auch zu filtern und zu bewerten, welcher Nachricht wir Raum in unseren Produkten geben.

Ist die Information relevant für den Leser oder User?

Die Kernfrage lautet: Ist die Information unserer Meinung nach von Bedeutung für den Leser oder User? Diese Entscheidung machen wir uns nicht leicht. Am zentralen Newsdesk in der Redaktion wird über den Tag oftmals leidenschaftlich diskutiert, ja teilweise sogar gestritten, was eine Meldung oder einen Bericht wert ist, ob es sich bei der Information tatsächlich um eine relevante Neuigkeit handelt.

Von zentraler Bedeutung ist auch die Frage nach der Quelle: Von wem stammt die Aussage? Wurde sie bestätigt? Können wir der Quelle vertrauen? Müssen wir uns um zusätzliche Informationen bemühen? Den Nachrichtenagenturen aus aller Welt vertrauen wir, sie nennen ihre Quellen. Gleiches gilt für unsere Korrespondenten, deren Wissen und auch deren Netz von Informanten wir seit Jahren nutzen.

Als in der Region verankertes Medium ist es uns vor allem wichtig, jene Nachrichten auszuwählen, die für die Menschen im Süden der Republik, vor allem in Baden-Württemberg und Bayern relevant sind – ohne jedoch das Geschehen im Bund, in Europa und der Welt außer Acht zu lassen. Denn auch Entscheidungen aus Berlin oder Brüssel und Entwicklungen in New York, Moskau oder Damaskus haben Einfluss auf das Leben der Menschen hierzulande.

Eine Redaktion kann nicht immer richtig liegen

Aber natürlich ist für uns auch stets von Interesse, was direkt vor der Haustür unserer Leser oder User passiert und welche politische oder wirtschaftliche Entwicklung die Menschen in ihrem Alltag direkt betrifft. Ziel der „Schwäbischen Zeitung“ und von Schwäbische.de ist es, Teil dieses Alltags zu sein. Ziel ist auch, so umfassend und objektiv wie möglich über das Geschehen in aller Welt zu berichten. 

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Redaktion nicht mit allen Einschätzungen richtig liegen kann. Manches relativiert sich im Rückblick, manches würden wir im Nachhinein anders entscheiden. Das ist im Journalismus nicht anders als in anderen Bereichen. Und wenn uns Fehler unterlaufen, dann korrigieren wir sie. Auch das gehört zu unserer journalistischen Sorgfaltspflicht.   

Haben Sie vielleicht selbst Fragen, die unsere Arbeit betreffen, mit denen wir uns in einem Blogeintrag beschäftigen sollten? Schreiben Sie uns eine Mail an einsichten@schwaebische.de.