Einer der großen Vorteile von digitalen Medien ist die Interaktion zwischen den Journalistinnen und Journalisten und ihrem Publikum. Sie ist wichtiger und wertvoller Bestandteil eines vielfältigen Miteinanders in einer Demokratie. 

Die Kommunikation mit Ihnen, die Debatten und der kritische Austausch sind uns wichtig. Wir wollen wissen, was Sie denken, was Sie gut oder weniger gut finden, welche Themen Ihnen am Herzen liegen. Umso schwerer ist uns diese Entscheidung gefallen.

Wir schränken die Kommentarfunktion unter unseren Texten im Laufe des Dienstagvormittag ein. Künftig wird die Redaktion nur noch bei einzelnen Themen entscheiden, ob ein Meinungsaustausch direkt unter den Inhalten möglich ist.

Interaktion setzt eine Moderation voraus - die können wir nicht leisten

Die Zahl der Kommentare ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer weiter gestiegen. Wir können die Bearbeitung dieser vielen Beiträge derzeit personell nicht mit der nötigen Sorgfalt und Wertschätzung leisten.

Täglich erreichen uns durchschnittlich zwischen 200 und 250 Kommentare auf der Website. Wir prüfen jeden einzelnen davon, bevor er erscheint. Das müssen wir, denn wir können für beleidigende Aussagen, die wir veröffentlichen, haftbar gemacht werden.

Doch mit einer Freischaltung Ihrer Kommentare ist es nicht getan. Zu einem guten, konstruktiven und meinungsstarken Dialog gehört auch eine gute Moderation von unserer Seite. Sie stellen Fragen, die wir beantworten müssen. Sie geben Hinweise, auf die wir reagieren sollten. Sie stellen auch manchmal Behauptungen auf, die wir prüfen, widerlegen oder bestätigen müssen. 

Kommentarspalten sind kein Ort für Beleidigungen

Teil der Wahrheit ist auch: Es werden immer mehr beleidigende und hetzerische Kommentare. Solche Beiträge haben bei uns keinen Platz. Sie sorgen aber dafür, dass wir weniger Zeit und Kapazitäten haben, uns um all die anderen Beiträge zu kümmern.

Die Kommentarfunktion ist ein Austausch, sie bildet ein Debattenforum - keinen Ort für Beleidigungen und Hassbotschaften. Leider sind es oft die immer gleichen Leserinnen und Leser, die unter verschiedenen Pseudonymen die Kommentarfunktion auf unserer Website nutzen, um uns und andere Leserinnen und Leser zu beschimpfen oder sich rassistisch zu äußern. 

Wir behalten uns vor, Kommentatorinnen und Kommentatoren zu sperren, wenn sie gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Aber die Anonymität im Netz ermöglicht es, dass Störer und Trolle immer wiederkommen. 

Auch das ist ein Grund, warum wir die Funktion nun einschränken.

Sie können uns auch weiterhin Ihre Meinung sagen

Unsere Entscheidung wird möglicherweise all jene von Ihnen verärgern, die sich an unsere Regeln halten und jeden Tag mit Engagement und vielfältigen Argumenten an einem konstruktiven Austausch teilnehmen wollen. Das ist uns bewusst und das tut uns leid. 

Wir werden Sie auch weiterhin zu zahlreichen Themen auf unserer Website konkret nach Ihrer Meinung fragen. Und wir freuen uns auf eine fruchtbare und spannende Debatte mit Ihnen unter den Beiträgen im Netz, die wir künftig bewusst für Kommentare freigeben. Zudem können Sie auch weiterhin unter unseren auf Facebook geposteten Beiträgen kommentieren. 

Haben Sie vielleicht selbst Fragen, die unsere Arbeit betreffen, mit denen wir uns in einem Blogeintrag beschäftigen sollten? Schreiben Sie uns eine Mail an einsichten@schwaebische.de