Kurt Kiechle ist freier Autor für Schwäbische.de in der Region Biberach.

Mittwoch, 15. Januar 2020
 Die Gemeinde Burgrieden möchte im Rahmen des „Digitalpakts Schule“ Zuschüsse für die Grundschule Rot-Bihlafingen erhalten.
Burgrieden - Der Gemeinderat Burgrieden hat in seiner Sitzung am Montag der Planung zur Umsetzung eines sogenannten „Digitalpakt Schule“ in der Grundschule Rot-Bihlafingen einmütig zugestimmt. Das Votum gilt auch für die notwendigen Investitionen. Bürgermeister Josef Pfaff erläuterte vorab, die Bundesrepublik Deutschland stelle den Ländern fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um die digitale Infrastruktur an den Schulen zu verbessern. Voraussetzung für den Erhalt der Zuschüsse sei ein Medienentwicklungsplan, der eine Bestandsaufnahme der bestehenden und benötigten Ausstattung sowie ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept und eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte enthalten müsse. Diesen Plan für die Grundschule Rot-Bihlafingen haben in Fleißarbeit Schulleiterin Stefanie Hochdorfer und ihr Vorgänger Gerhard Rederer bereits erstellt und das Ausstattungs-Konzept jetzt dem Gemeinderat vorgestellt. Benötigt werden unter anderem ein Multimediawagen, Dokumentationskameras, Laptops, Digitalkamera sowie interaktive Beamer. Gerhard Rederer, der sich auch als Ruheständler für die Medienentwicklung, insbesondere in der lange Jahre von ihm geleiteten Grundschule, mit seinem Wissen einbringt, verwies darauf, dass Microsoft dieser Tage den Support für Windows 7 einstellt. Er riet, auf Windows 10 upzugraden. Gemeinderat Uwe Hiller empfahl, über einen gemeinsamen Server mit der Grundschule Burgrieden nachzudenken. Er sehe darin keine Probleme. Vom Grundsatz her stimmte das Ratsgremium nach reger Aussprache der Planung zu und beauftragte die Verwaltung zusammen mit der Schulleitung der GS Rot- Bihlafingen die Planung einschließlich der notwendigen Investitionen umzusetzen. Hauptamtsleiter erklärt „Raumordnung“ Das Beteiligungsverfahren im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Regionalplans Donau - Iller hat den Gemeinderat Burg-rieden in der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Jahres zeitintensiv beschäftigt. Laut Sachdarstellung durch die Gemeindeverwaltung geht der aktuell gültige Plan für die Region Donau- Iller auf das Jahr 1987 zurück. Zwar gab es in den Folgejahren einige Teilfortschreibungen. Jetzt aber scheint der Zeitpunkt einer grundsätzlichen Fortschreibung gekommen. So sieht es auch die Gemeindeverwaltung Burgrieden, die deshalb das Thema am Montag auftischte. Da das Thema „Raumordnung“ im allgemeinen Alltagsgeschäft nicht so präsent sei, habe er eine umfangreiche Präsentation ausgearbeitet, erklärte Hauptamtleiter Andreas Munkes vor einigen interessierten Zuhörern. Der Begriff „Raumordnung“ sei, wie schon angedeutet, für den Normalbürger meist nicht wahrnehmbar. Man könne ihn am ehesten mit einer sehr groben Flächennutzungsplanung vergleichen. Ziel sei, die in der Bundesrepublik – und weiter verfeinert auf Landes-, Regionalverbands- und kommunaler Ebene – zur Verfügung stehende Fläche entsprechend den örtlichen und überörtlichen Bedürfnissen zu gliedern und für bestimmte Zwecke zu „widmen“. Ausführlich beschrieb Munkes, was es mit den „Zielen der Raumordnung“ und den Grundsätzen dieser Raumordnung auf sich hat. Von vorrangigem Interesse waren für den Gemeinderat die Burgrieden direkt betreffenden relevanten Festlegungen. Dazu zählt beispielsweise die Einordnung von landwirtschaftlichen Flächen in vier Kategorien. Dabei kommt es nicht nur auf die Güte und Beschaffenheit der Böden an, sondern auch auf deren Lage und sonstige agrarstrukturelle Faktoren, wie etwa Größen der Bewirtschaftungseinheiten, Schlaglängen, Hanglage, Beschattung durch Waldflächen und ähnlichem. Nach einem Hinweis eines Sachverständigen schlug die Gemeindeverwaltung Burgrieden dem Gemeinderat vor, für alle Flächen mit einer Gesamt-Bewertung von 2,5 oder darunter in der Stellungnahme zu verlangen, dass diese aus dem Vorbehaltungsgebiet gestrichen werden. Örtlich betrifft dies im Wesentlichen einige Bereiche östlich von Burgrieden und Rot. Rund um Bühl liegt die Bodenbewertung noch höher.

Gemeinderat Burgrieden stimmt „Digitalpakt Schule“ zu

Verbesserte digitale Lernwelten für Schüler, Ausbau des Glasfasernetzes, Fortschreibung des Regionalplans: Spannende Themen standen auf der Tagesordnung der ersten Gemeinderatssitzung in Burgrieden...

plus