Der Gründerpreis der Schwäbischen
ViriPack will sein Geld mit Umweltschutz verdienen
Wer kennt es nicht? Das nervige Auspacken von Dingen, die man zum Leben eben braucht. Rasierer, Gartenwerkzeug und die verschiedensten Arten an Spielsachen sind meist mit dermaßen viel Plastik verpackt, dass dem Verbraucher bereits beim Aufmachen die Lust vergeht. Für Jacqueline Reifschläger und Manfred Zinner war dies aber sicher nicht der ausschlaggebende Beweggrund, als sie im Januar dieses Jahres die Firma ViriPack gründeten. „Uns geht es ganz klar um das Herstellen umweltbewusster Verpackungen“, sagt Reifschläger. Zur Einordnung: 2009 wurden allein in Deutschland 2,6 Millionen Kunststoffverpackungen verbraucht, 63 Prozent davon wurden recycelt. Der Rest, immerhin eine Million Tonnen Plastik, landete im Restmüll. Neben dieser hohen Umweltbelastung werden laut Reifschläger und Zinner zudem „zu viele Rohstoff-Ressourcen unnütz verschwendet“.
Mitte des vergangenen Jahres setzten sich die beiden zusammen und feilten an der Gründung der ViriPack GmbH. Am 11. Januar 2010 war es dann so weit, ViriPack (von lateinisch Viridis=grün, Pack=verpacken) ging an den Markt. „Uns geht es um Nachhaltigkeit. Soll heißen, die nötigen Rohstoffe in sozial und ökologisch vertretbarem Maße einzusetzen“, erklärt Zinner. Wie das die beiden einzig fest angestellten ViriPacker schaffen wollen? „Alles, was wir bei unserer Technologie brauchen, ist ein Karton und ein Nylonfaden. Mit diesem wird das zu verpackende Objekt am Karton befestigt“, so Reifschläger. Plastikverschwendung ist damit Geschichte. Da der Faden an der Verpackung nicht einmal einen Anteil von zwei Prozent ausmacht, darf die Verpackung mit dem Papiermüll entsorgt werden. Ein weiterer Pluspunkt für ViriPack ist, dass die gesamte Produktion in Deutschland gemeistert wird.
Vier Monate läuft das Geschäft inzwischen, das Umsatzziel für 2010 lautet 280 000 Euro. Im ersten Quartal lag ViriPack bei knapp 17 000 Euro. „Das ist typisch für die Anfangsphase. Wir sind vor allem damit beschäftigt, uns über Messebesuche auf dem Markt zu platzieren“, erklärt Reifschläger. Die Resonanz potenzieller Partner und Kunden sei sehr positiv.
ViriPack steckt also noch in der Anfangsphase. Für die Gründer ist dabei aber klar, „dass ihre Technologie die Zukunft auf dem Verpackungsmarkt bedeutet“. Am Ende sei es aber immer der Kunde, der mit seinem Kauf entscheidet, ob er auf die umweltfreundliche Verpackung zurückgreift. Zinner dazu: „Das hoffen wir natürlich sehr, ganz nach unserem Motto „help to save our planet“.
(Erschienen: 26.05.2010 09:50)
Wer kennt es nicht? Das nervige Auspacken von Dingen, die man zum Leben eben braucht. Rasierer, Gartenwerkzeug und die verschiedensten Arten an Spielsachen sind meist mit dermaßen viel Plastik verpackt, dass dem Verbraucher bereits beim Aufmachen die Lust vergeht. Für Jacqueline Reifschläger und Manfred Zinner war dies aber sicher nicht der ausschlaggebende Beweggrund, als sie im Januar dieses Jahres die Firma ViriPack gründeten. „Uns geht es ganz klar um das Herstellen umweltbewusster Verpackungen“, sagt Reifschläger. Zur Einordnung: 2009 wurden allein in Deutschland 2,6 Millionen Kunststoffverpackungen verbraucht, 63 Prozent davon wurden recycelt. Der Rest, immerhin eine Million Tonnen Plastik, landete im Restmüll. Neben dieser hohen Umweltbelastung werden laut Reifschläger und Zinner zudem „zu viele Rohstoff-Ressourcen unnütz verschwendet“.
Mitte des vergangenen Jahres setzten sich die beiden zusammen und feilten an der Gründung der ViriPack GmbH. Am 11. Januar 2010 war es dann so weit, ViriPack (von lateinisch Viridis=grün, Pack=verpacken) ging an den Markt. „Uns geht es um Nachhaltigkeit. Soll heißen, die nötigen Rohstoffe in sozial und ökologisch vertretbarem Maße einzusetzen“, erklärt Zinner. Wie das die beiden einzig fest angestellten ViriPacker schaffen wollen? „Alles, was wir bei unserer Technologie brauchen, ist ein Karton und ein Nylonfaden. Mit diesem wird das zu verpackende Objekt am Karton befestigt“, so Reifschläger. Plastikverschwendung ist damit Geschichte. Da der Faden an der Verpackung nicht einmal einen Anteil von zwei Prozent ausmacht, darf die Verpackung mit dem Papiermüll entsorgt werden. Ein weiterer Pluspunkt für ViriPack ist, dass die gesamte Produktion in Deutschland gemeistert wird.
Vier Monate läuft das Geschäft inzwischen, das Umsatzziel für 2010 lautet 280 000 Euro. Im ersten Quartal lag ViriPack bei knapp 17 000 Euro. „Das ist typisch für die Anfangsphase. Wir sind vor allem damit beschäftigt, uns über Messebesuche auf dem Markt zu platzieren“, erklärt Reifschläger. Die Resonanz potenzieller Partner und Kunden sei sehr positiv.
ViriPack steckt also noch in der Anfangsphase. Für die Gründer ist dabei aber klar, „dass ihre Technologie die Zukunft auf dem Verpackungsmarkt bedeutet“. Am Ende sei es aber immer der Kunde, der mit seinem Kauf entscheidet, ob er auf die umweltfreundliche Verpackung zurückgreift. Zinner dazu: „Das hoffen wir natürlich sehr, ganz nach unserem Motto „help to save our planet“.
(Erschienen: 26.05.2010 09:50)

























