Handball
Doping-Proben: «Unglaublicher Vorgang» für Trier
«Der Betrug fiel zuerst nicht auf, da, wie üblich, keines der beteiligten Teams von der Kontrolle wusste und damit auch keiner Kontrolleure vermisste», hieß es in einer Erklärung des Vereins. «Erst durch die aktuellen Recherchen erfuhren die Verantwortlichen der Trierer Miezen von der ausgebliebenen Kontrolle.»
Wegen Betrugs und Urkundenfälschung bei Doping-Proben ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Mitarbeiter der Mannheimer Firma Serco. Sie sollen bei zwei Handball-Spielen beauftragte und abgerechnete Proben mit eigenem Urin gefüllt und abgegeben haben. Dabei handelt es sich um das Frauen-Pokalspiel des FSV Mainz gegen DJK/MJC Trier am 9. Januar 2010 und die Zweiliga- Partie zwischen TuS Metzingen und HSG Bad Wildungen am 12. Dezember 2009. Laut Mannheimer Oberstaatsanwalt Jochen Seiler hätten die beiden Verdächtigen über die Firma jeweils 434 Euro abgerechnet. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hatte bereits am 27. Januar Strafanzeige gestellt.
«Dopingvorwürfe gegenüber den beteiligten Spielerinnen sind damit allerdings nicht verbunden», betonten die Trierer. Nach dem 30:18- Sieg der «Miezen» hätten, wie es sich im Nachhinein herausstellte, die damaligen Spielerinnen Nadja Nadgornaja und Steffi Egger zur Kontrolle antreten müssen. «Wir wussten nichts von der Kontrolle und haben uns so auch nicht gewundert, dass keine solche stattfand. In der Handball-Bundesliga wird längst nicht bei jeder Partie getestet», erklärte Jürgen Brech, Mitglied des MJC-Managements. «Erst als der Schwindel im Labor aufflog, hat man uns informiert.»
Stattdessen sollen die Kontrolleure zu Hause geblieben sein und den Urin einer weiblichen Kontrolleurin eingereicht haben. Für Brech ein «unglaublicher Vorgang: Doping spielt bei uns überhaupt keine Rolle und umso tragischer ist es, wenn der Sport durch ein solch krasses Fehlerverhalten von Kontrolleuren negative Schlagzeilen macht».
(Erschienen: 30.08.2010 13:57)
«Der Betrug fiel zuerst nicht auf, da, wie üblich, keines der beteiligten Teams von der Kontrolle wusste und damit auch keiner Kontrolleure vermisste», hieß es in einer Erklärung des Vereins. «Erst durch die aktuellen Recherchen erfuhren die Verantwortlichen der Trierer Miezen von der ausgebliebenen Kontrolle.»
Wegen Betrugs und Urkundenfälschung bei Doping-Proben ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Mitarbeiter der Mannheimer Firma Serco. Sie sollen bei zwei Handball-Spielen beauftragte und abgerechnete Proben mit eigenem Urin gefüllt und abgegeben haben. Dabei handelt es sich um das Frauen-Pokalspiel des FSV Mainz gegen DJK/MJC Trier am 9. Januar 2010 und die Zweiliga- Partie zwischen TuS Metzingen und HSG Bad Wildungen am 12. Dezember 2009. Laut Mannheimer Oberstaatsanwalt Jochen Seiler hätten die beiden Verdächtigen über die Firma jeweils 434 Euro abgerechnet. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hatte bereits am 27. Januar Strafanzeige gestellt.
«Dopingvorwürfe gegenüber den beteiligten Spielerinnen sind damit allerdings nicht verbunden», betonten die Trierer. Nach dem 30:18- Sieg der «Miezen» hätten, wie es sich im Nachhinein herausstellte, die damaligen Spielerinnen Nadja Nadgornaja und Steffi Egger zur Kontrolle antreten müssen. «Wir wussten nichts von der Kontrolle und haben uns so auch nicht gewundert, dass keine solche stattfand. In der Handball-Bundesliga wird längst nicht bei jeder Partie getestet», erklärte Jürgen Brech, Mitglied des MJC-Managements. «Erst als der Schwindel im Labor aufflog, hat man uns informiert.»
Stattdessen sollen die Kontrolleure zu Hause geblieben sein und den Urin einer weiblichen Kontrolleurin eingereicht haben. Für Brech ein «unglaublicher Vorgang: Doping spielt bei uns überhaupt keine Rolle und umso tragischer ist es, wenn der Sport durch ein solch krasses Fehlerverhalten von Kontrolleuren negative Schlagzeilen macht».
(Erschienen: 30.08.2010 13:57)
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