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Werder hält den Anschluss

1899 Hoffenheim - Werder Bremen
1899 Hoffenheim - Werder Bremen

Sinsheim / dpa Werder bleibt im Kampf um die internationalen Plätze in der Fußball-Bundesliga auf Schlagdistanz zum Duo aus Dortmund und Hamburg. Die Bremer setzten sich bei 1899 Hoffenheim mit 1:0 (0:0) durch.

Torjäger Claudio Pizarro (80. Minute) markierte vor 30 150 Zuschauern in Sinsheim den entscheidenden Treffer. Die Bremer blieben im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen und feierten im dritten Duell gegen Hoffenheim in dieser Saison den dritten Sieg. Die TSG bestand zwar mit einer beherzten Leistung den geforderten Charaktertest, wartet im tristen Niemandsland der Tabelle aber weiter auf einen Lichtblick.

«Ich denke wir haben ein gutes Spiel gemacht», meinte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. «Das Ergebnis ist extrem bitter für die Jungs. Was die Einstellung angeht, kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.» Sein Gegenüber Thomas Schaaf sagte: «Man hat gemerkt, dass das Spiel am Donnerstag doch viel Kraft gekostet hat. Wir waren diszipliniert in der Defensive, haben wenig zugelassen.» Matchwinner und Punktegarant Pizarro, der sein elftes Liga-Tor erzielte, lobte seine Mitspieler: «Die ganze Mannschaft hat viel gekämpft.»

Schaaf sah in Durchgang eins eine engagierte Vorstellung seiner Bremer, die er im Vergleich zum hart erkämpften 1:1 in der Europa League in Valencia auf zwei Positionen umstellte: Mesut Özil fehlte wegen Rückenproblemen, Marko Marin wurde geschont und nahm zunächst auf der Bank Platz. Rangnick musste auf fünf verletzte Spieler verzichten. Für den angeschlagenen Andreas Ibertsberger gab der junge Finne Jukka Raitala sein Bundesliga-Debüt.

Die Hausherren taten sich gegen gute gestaffelte Bremer schwer, Gefahr strahlte Hoffenheim nur durch Distanzschüsse aus. Die Versuche von Carlos Eduardo (28.) und Maicosuel (35.) gingen knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite konnten sich die Hoffenheimer bei Timo Hildebrand bedanken, dass es mit 0:0 in die Pause ging: Der frühere Nationalkeeper bewahrte die TSG mit einem Reflex vor dem Rückstand - Per Mertesacker war aus kurzer Distanz zum Abschluss gekommen (37.).

Neben dieser Chance - der größten in der ersten Halbzeit - fielen die Bremer durch einen sehenswerten aber letztlich harmlosen Angriff über Aaron Hunt auf der linken Seite auf (25.) sowie einen Kopfball von Naldo, der klar über die Querlatte ging (38.).

Das Bild änderte sich nach der Pause nicht. Hoffenheim drückte nun mehr aufs Tempo, vor allem Carlos Eduardo trieb die Hausherren an. Spätestens an der Bremer Strafraumgrenze wurden die Angriffe des letztjährigen Überraschungsteams aber jäh gebremst. Die Bremer gaben nach und nach die Kontrolle über das Mittelfeld aus der Hand. Schaaf reagierte und brachte Marin für Hunt. Bei den Gastgebern kam Prince Tagoe für den blassen Vedad Ibisevic, der weiter auf Formsuche ist.

Als sich viele schon auf ein leistungsgerechtes 0:0 eingestellt hatten, schlug Toptorjäger Pizarro eiskalt zu: Eine Flanke des eingewechselten Daniel Jensen lupfte der Peruaner im Strafraum über den herauslaufenden Hildebrand zum Endstand ins Tor.

(Erschienen: 14.03.2010 17:30)

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