Fußball
Fast-Abstieg ohne Konsequenz: Weiter mit Funkel
Der Verein werde «alle rechtlichen Mittel ausschöpfen», erklärte Preetz nach einer ersten Auswertung der Ereignisse mit den Sicherheits- und Fan-Beauftragten des Clubs. «Diese Leute wollen wir nicht im Stadion, wir werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchgreifen», betonte der 42- Jährige und verteidigte zugleich die Deeskalations-Strategie der Ordnungskräfte. Diese hätten richtig entschieden, auf die Ausschreitungen von wenigen Chaoten «nicht vor laufenden Kameras und aller Augen mit aller Härte» zu reagieren.
Am 15. März soll es ein Gespräch mit der Berliner Polizei geben, noch für dieser Woche stellte Preetz Konsequenzen in Aussicht. Der DFB habe Hertha bereits bescheinigt, dass die Ordnungskräfte «sehr besonnen» reagiert hätten, berichtete der Hertha-Manager. Rund 150 gewalttätige Zuschauer waren unmittelbar nach dem Abpfiff des Nürnberg-Spiels mit Holz- und Metallstangen in den Stadion-Innenraum vorgedrungen und hatten dort Werbebanden und Teile der Ersatzbänke zerstört. Die Polizei leitete 26 Strafverfahren ein. Die Nürnberger Profis waren in die Katakomben des Olympiastadions geflüchtet. Angaben, wie viele gewaltbereite Fans bei Hertha bekannt sind oder gegen Nürnberg im Stadion waren, machte Preetz nicht.
Die Fan-Beauftragten des Berliner Vereins wiesen am Sonntag Spekulationen zurück, dass es sich bei dem Übergriff um eine abgesprochene Aktion handeln könnte. Vielmehr sei die Lage durch den Frust über das späte 2:1-Siegtor des Clubs eskaliert. «Wir verstehen die Enttäuschung, aber wir distanzieren uns komplett von jeder Handlung, die in den Bereich Kriminalität geht», unterstrich Preetz.
Angesichts der Ausschreitungen rückte die fast aussichtslose Lage der Hertha im Abstiegskampf in den Hintergrund. Eine Diskussion um Trainer Friedhelm Funkel wurde im Keim erstickt. «Ich bitte um Verständnis, dass wir hier und heute keine Trainerdiskussion führen», erklärte Berlins Manager Michael Preetz. Schon am Vortag hatte Club-Präsident Werner Gegenbauer betont, dass die Diskussion um Chefcoach Friedhelm Funkel nicht neu eröffnet werde. Funkel schloss auch selbst einen Rücktritt aus. «Nein», sagte der 56-Jährige auf die Frage, ob er nach der schwachen Bilanz von nur elf Punkten in 19 Spielen unter seiner Leitung an ein Aufgeben denke.
Funkel leitete am Tag nach der 1:2-Heimpleite gegen den 1. FC Nürnberg, mit der sich der Rückstand des Tabellen-Letzten Hertha auf einen Relegationsplatz auf acht und auf den rettenden 15. Rang sogar auf neun Punkte vergrößerte, wie geplant das Training. Zum Auslaufen der Profis hatte die Polizei sechs Einsatzwagen auf das Hertha-Trainingsgelände entsandt, doch Fan-Protest blieben aus. Er beschäftige sich auch nicht mit der Frage, ob er im Abstiegsfall bei Hertha bleiben wolle, bemerkte Funkel.
(Erschienen: 14.03.2010 10:50)
Der Verein werde «alle rechtlichen Mittel ausschöpfen», erklärte Preetz nach einer ersten Auswertung der Ereignisse mit den Sicherheits- und Fan-Beauftragten des Clubs. «Diese Leute wollen wir nicht im Stadion, wir werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchgreifen», betonte der 42- Jährige und verteidigte zugleich die Deeskalations-Strategie der Ordnungskräfte. Diese hätten richtig entschieden, auf die Ausschreitungen von wenigen Chaoten «nicht vor laufenden Kameras und aller Augen mit aller Härte» zu reagieren.
Am 15. März soll es ein Gespräch mit der Berliner Polizei geben, noch für dieser Woche stellte Preetz Konsequenzen in Aussicht. Der DFB habe Hertha bereits bescheinigt, dass die Ordnungskräfte «sehr besonnen» reagiert hätten, berichtete der Hertha-Manager. Rund 150 gewalttätige Zuschauer waren unmittelbar nach dem Abpfiff des Nürnberg-Spiels mit Holz- und Metallstangen in den Stadion-Innenraum vorgedrungen und hatten dort Werbebanden und Teile der Ersatzbänke zerstört. Die Polizei leitete 26 Strafverfahren ein. Die Nürnberger Profis waren in die Katakomben des Olympiastadions geflüchtet. Angaben, wie viele gewaltbereite Fans bei Hertha bekannt sind oder gegen Nürnberg im Stadion waren, machte Preetz nicht.
Die Fan-Beauftragten des Berliner Vereins wiesen am Sonntag Spekulationen zurück, dass es sich bei dem Übergriff um eine abgesprochene Aktion handeln könnte. Vielmehr sei die Lage durch den Frust über das späte 2:1-Siegtor des Clubs eskaliert. «Wir verstehen die Enttäuschung, aber wir distanzieren uns komplett von jeder Handlung, die in den Bereich Kriminalität geht», unterstrich Preetz.
Angesichts der Ausschreitungen rückte die fast aussichtslose Lage der Hertha im Abstiegskampf in den Hintergrund. Eine Diskussion um Trainer Friedhelm Funkel wurde im Keim erstickt. «Ich bitte um Verständnis, dass wir hier und heute keine Trainerdiskussion führen», erklärte Berlins Manager Michael Preetz. Schon am Vortag hatte Club-Präsident Werner Gegenbauer betont, dass die Diskussion um Chefcoach Friedhelm Funkel nicht neu eröffnet werde. Funkel schloss auch selbst einen Rücktritt aus. «Nein», sagte der 56-Jährige auf die Frage, ob er nach der schwachen Bilanz von nur elf Punkten in 19 Spielen unter seiner Leitung an ein Aufgeben denke.
Funkel leitete am Tag nach der 1:2-Heimpleite gegen den 1. FC Nürnberg, mit der sich der Rückstand des Tabellen-Letzten Hertha auf einen Relegationsplatz auf acht und auf den rettenden 15. Rang sogar auf neun Punkte vergrößerte, wie geplant das Training. Zum Auslaufen der Profis hatte die Polizei sechs Einsatzwagen auf das Hertha-Trainingsgelände entsandt, doch Fan-Protest blieben aus. Er beschäftige sich auch nicht mit der Frage, ob er im Abstiegsfall bei Hertha bleiben wolle, bemerkte Funkel.
(Erschienen: 14.03.2010 10:50)
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