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4:2 gegen HSV: Bayer behält die Spitze im Blick

Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV
Bayer 04 Leverkusen - Hamburger SV

Leverkusen / dpa Bayer Leverkusen hält im Titelrennen der Fußball-Bundesliga Anschluss an das Führungsduo aus München und Schalke. Nach einer überzeugenden Vorstellung gewann das Team von Jupp Heynckes das Verfolgerduell gegen den Hamburger SV mit 4:2 (1:1).

Leverkusen festigte damit den dritten Tabellenplatz. Stefan Kießling (22./62. Minute) mit seinen Saisontoren 15 und 16 sowie Eren Derdiyok (55.) und Gonzalo Castro (84.) machten vor 30 231 Zuschauern in der ausverkauften BayArena die Hamburger Hoffnung auf einen Champions League-Platz wohl endgültig zunichte. Ze Roberto (33.) nach Patzer von Rene Adler und David Rozehnal (83.) trafen für die Gäste. Zu wenig für den HSV, um bei der Rückkehr von Trainer Bruno Labbadia an die frühere Wirkungsstätte einen Punkt mitzunehmen.

«Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit sehr gesteigert und deshalb hoch verdient gewonnen. Wir haben heute die richtige Reaktion gezeigt», sagte Heynckes im Rückblick auf das 2:3 in Nürnberg, wo Bayer vor Wochenfrist im 25. Spiel die erste Niederlage kassiert hatte. Von einer «tollen zweiten Halbzeit» sprach Torschütze Derdiyok. Auch Adler war glücklich über die drei Punkte. «Es war heute ganz wichtig, ligaweit ein Zeichen zu setzen», meinte der Schlussmann, der am 1:1 allerdings nicht unschuldig war.

Bedrängt von seinem Teamkollegen Sami Hyypiä hatte der Nationalkeeper in seinem 100. Liga-Spiel eine Flanke direkt vor die Füße von Ze Roberto gefaustet, der aus 16 Metern ins leere Tor traf. «Das war einfach ein Missverständnis zwischen Rene und Sami», sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Auch Heynckes gab Adler keine Schuld: «Ich glaube nicht, dass man da irgendeinem einen Vorwurf machen kann.»

Drei Tage nach dem Europa League-Sieg gegen Anderlecht waren die Hamburger hochkonzentriert in ihr 41. Pflichtspiel der Saison gestartet. Das erste Achtungszeichen in einer temperamentvollen Partie setzte Mladen Petric (11.), der nach Eljero Elias Zuspiel nur noch Adler vor sich hatte, den Ball aber um Zentimeter am Tor vorbei setzte. Nach der Pause ging den Gästen dann die Puste aus. «Jetzt müssen wir uns auf die Europa League-Qualifikation konzentrieren. Aber es sind noch acht Spiele, da sind noch viele Punkte zu vergeben», meinte Marcell Jansen nach dem Sturz auf Platz fünf.

Nervenstärke bewies Kießling. Als die Abseitsfalle des HSV einmal nicht zuschnappte, lief der Torjäger mit einem Pass von Tranquillo Barnetta auf und davon und ließ auch Frank Rost mit einem platzierten Flachschuss keine Chance. Im zweiten Durchgang erhöhten die Leverkusener den Druck. Nach Flanke von Daniel Schwaab traf Derdiyok per Kopf zu seinem zwölften Saisontor und sorgte damit schon für die Vorentscheidung. Sieben Minuten später lief Renato Augusto seinem Gegenspieler Dennis Aogo auf und davon, die Flanke des Brasilianers köpfte Kießling im Hechtsprung zum 3:1 ins Hamburger Gehäuse. Das Anschlusstor durch Rozehnal beantwortete Castro postwendend mit einem Schuss in den Winkel zum 4:2.

(Erschienen: 14.03.2010 19:30)

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