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Schumacher: Im Auto wird's emotional

Prognosenscheu
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Manama / dpa Michael Schumacher hat noch keine Prognose vor dem WM-Auftakt in der Formel 1 gewagt. «Es gab noch mal ein Update vom Auto, das von Anfang an geplant war. Wir müssen jetzt gucken, wie weit das uns positioniert. Das ist ein bisschen schwierig einzuschätzen», sagte Schumacher.

Bei einem Medientermin des neuen Mercedes-Werksrennstalls bei Manama führte Schumacher weiter aus, die Frage sei, wie sich der neue Silberpfeil schlage. «Im Prinzip geben die Ingenieure und die Autos den entscheidenden Faktor.»

Schumacher kann es kaum noch abwarten, endlich in dem neuen MGP W01 auch bei einem Grand Prix Gas zu geben. «Wenn ich dann morgen im Auto sitze, werde ich mich natürlich schon sehr emotional fühlen», sagte der 41-Jährige mit Blick auf das Training in Bahrain. Der Kerpener freut sich über den Zuspruch. «Dass nach wie vor so viele hinter mir stehen und an mich glauben. Das ist sehr motivierend, keine Frage», erklärte der siebenmalige Champion. Beim Großen Preis von Bahrain wird er nach über drei Jahren erstmals wieder antreten. Drei Tage vor dem Rennen wurde Schumacher zum Vertreter der Fahrer in die Streckenkommission berufen. Das teilte der Internationale Automobilverband FIA nach einer Sitzung seines Motorsport-Weltrats mit.

FIA-Präsident Jean Todt ist froh, dass Schumacher wieder im Formel-1-Auto sitzt und nicht mehr auf einem Motorrad. «Ein Formel-1-Auto beherrscht er besser, und es ist einfach sicherer», sagte der Franzose. In einem Interview der Zeitung «Die Welt» blickt der Präsident des Auomobil-Weltverbandes FIA aber nicht ganz sorgenfrei auf das Comeback des 41- Jährigen - vor allem wegen der engen persönlichen Beziehung. «Michael ist einer meiner besten Freunde, in meiner Position als FIA-Präsident würde es eine Art inneren Konflikt geben, wenn er als Fahrer irgendeine Dummheit machen würde. Ich hoffe, es wird nicht so weit kommen.»

Schumacher und Todt sind seit ihren gemeinsamen Erfolgsjahren bei der Scuderia eng befreundet. Ob er seinem Ex-Angestellten zur Rückkehr geraten hätte, ließ der frühere Ferrari-Teamchef offen: «Michael weiß, was er will. Selbst wenn er mich gefragt hätte, hätte er am Ende nur das gemacht, was er für richtig hält.»

Die Reaktionsfähigkeit habe während der Auszeit jedenfalls nicht gelitten, betonte Schumacher. «Was sicherlich ein Fall und ein Fakt ist: Wie schnell kann man sich in ein Team einarbeiten?», meinte er. Unter den Witterungsbedingungen von Bahrain, wo Temperaturen von rund 30 Grad herrschen und zudem der Wüstensand den Autos zu schaffen machen kann, sei man noch nicht in diesem Jahr gefahren. «Man muss abwarten, wo Verbesserungen entstehen können», meinte Schumacher, dessen Auftritt in einem Autohaus seines neuen Arbeitgebers einmal mehr die Medienmeute auf den Plan rief.

«Ich glaube nicht, dass ich hier bin wegen des Rummels», sagte Schumacher, der sich ebenso gut gelaunt wie entschlossen präsentierte. Zu seinem neuen Team mit dem zweiten Stammpiloten Nico Rosberg aus Wiesbaden und Ersatzfahrer Nick Heidfeld aus Mönchengladbach meinte er: «Ich glaube, man darf guten Gewissens sagen, dass wir die Vertreter der deutschen Nationalmannschaft sind.»

Eine Prognose zum Abschneiden des siebenmaligen Champions mochte der 64-jährige Todt nicht abgeben: «Er ist als Fahrer topfit, und wenn er in einem guten Auto sitzt, wird er wieder sehr konkurrenzfähig sein.» Todt erwartet eine äußerst spannende Saison. «Wir haben in Michael, Lewis Hamilton, Jenson Button und Fernando Alonso vier Weltmeister am Start. Dazu eine Menge junger, sehr talentierter Fahrer wie Sebastian Vettel oder Nico Rosberg», meinte Todt. «Das verdeutlicht, dass wir trotz einer problematischen Situation mit vielen offenen Fragen in einer guten Ausgangslage sind.»

(Erschienen: 11.03.2010 12:00)

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