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Vereine gründen „Deutsche Segel-Bundesliga“

WYC-Präsident Eckart Diesch sieht in der Idee eine große Chance

Hamburg sz Der deutsche Leistungssegelsport bekommt erstmals einen prestigeträchtigen Vereinswettbewerb: die „Deutsche Segel-Bundesliga“. Das Konzept der Bundesligen anderer Sportarten wird erstmalig in den Segelsport übertragen. Im ersten Jahr kämpfen 18 Segelvereine um den Bundesliga-Pokal und ermitteln den besten deutschen Segelclub.

Bisher gab es im deutschen Hochleistungssegelsport keinen bundesweiten Clubwettbewerb mit hohem sportlichem Stellenwert. Das ändert sich ab Juni dieses Jahres mit der Einführung der „Deutschen Segel-Bundesliga“. Am vergangenen Sonntag gründeten 17 Segelvereine in Hamburg die „Deutsche Segel- Bundesliga“. Diese Bezeichnung muss noch vom Deutschen Segler-Verband genehmigt werden. Einen entsprechenden Antrag stellen die Gründungsvereine in den nächsten Tagen. Mit der Organisation und Vermarktung der Bundesliga wurde die Sportvermarktungsagentur Konzeptwerft beauftragt. Höchste nationale Leistungsstufe im Segelsport auf Vereinsebene.

„Die Clubs sollen in der Bundesliga erstmals aktiv als Wettkämpfer in Erscheinung treten“, beschreibt Projektmanager Benjamin Jeuthe von der Konzeptwerft die Idee. Oliver Schwall, Geschäftsführer der Konzeptwerft, ergänzt: „Die Bundesliga soll die höchste nationale Leistungsstufe im Segelsport auf Vereinsebene sein.“

Im Premierenjahr kämpfen die Clubs bei fünf Bundesliga-Events à drei Wettfahrttagen von Juni bis November auf dem Starnberger See, der Lübecker Bucht, der Hamburger Alster, dem Bodensee sowie dem Wannsee um Punkte für die Bundesliga-Tabelle. Wettbewerb mit anderen Clubs macht Reiz aus. Die Gründungsclubs freuen sich auf den ersten Vereinswettbewerb im Segeln. „Beim Deutschen Touring Yacht-Club ist der Regattasport ein wesentlicher Faktor. Mit der Teilnahme an der Bundesliga wollen wir damit Rechnung tragen“, erklärt Prof. Dr. Carl-Peter Bauer, Vorsitzender des DTYC aus Tutzing am Starnberger See, der das erste Bundesliga-Event veranstaltet.

Sein Kollege vom Württembergischen Yacht-Club und Segel-Olympiasieger von 1976, Eckart Diesch, ergänzt: „Die Bundesliga ist optimal für die Repräsentation des Vereins durch seine Mitglieder und die Identifikation der Mitglieder mit dem WYC. Ich bin überzeugt, dass das Format Zukunft hat, weil es altersunabhängig und generationsübergreifend ist.“

Die Gründungsvereine, die den Segelsport in ganz Deutschland repräsentieren, planen bereits ihre Teamzusammensetzung. „Durch die offene und generationsübergreifende Zusammenstellung des Clubkaders sehen wir die Möglichkeit, Segler aus verschiedenen Bootsklassen auch mit ehemaligen Leistungsseglern des Clubs zusammenzubringen“, beschreibt Holger Blumenkamp, Leistungssportkoordinator vom Segelklub Bayer-Uerdingen aus Krefeld.

Neben den Gründungsvereinen trifft die Gründung der Segel-Bundesliga auch bei Leistungssportlern wie dem Berliner Robert Stanjek, Olympia-Sechster 2012 im Starboot, auf große Zustimmung: „Ich sehe großes Potenzial in der Bundesliga. Der Teamgeist, der in den Vereinsmannschaften entstehen wird, kann die Verbundenheit mit dem Verein unglaublich stärken.“

Im Premierenjahr 2013 ist die Zahl an Startplätzen aus Kapazitätsgründen begrenzt. Die 17 Gründungsclubs und ein weiterer Verein, dessen Teilnahme noch bestätigt werden muss, bestreiten die erste Saison. Für 2014 werden wesentlich mehr Meldungen erwartet, weshalb die Planungen für ein Qualifikationsformat bereits laufen.

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