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TSG Bad Wurzach geht als Tabellenführer in die Winterpause

Verzerrtes Tabellenbild in der Fußball-Kreisliga A I nach Absagenflut im November

Die TSG Bad Wurzach steht zu Beginn der Winterpause in der Kreisliga A I auf dem ersten Tabellenplatz.
Die TSG Bad Wurzach steht zu Beginn der Winterpause in der Kreisliga A I auf dem ersten Tabellenplatz.
Josef Kopf

Bad Wurzach sz Am vergangenen Sonntag hat sich auch die Fußball-Kreisliga A I in die wohlverdiente Winterpause verabschiedet. Die Vorrunde verlief extrem spannend, wurde aber leider im November von einer Flut an Spielabsagen heimgesucht. Das Tabellenbild ist deshalb etwas verzerrt. Von der Spitze grüßt aktuell die TSG Bad Wurzach, während die Topfavoriten vom SV Vogt und SV Wolfegg einen leichten Rückstand haben. Im Abstiegskampf haben es vor allem der SV Blitzenreute und der FV Molpertshaus extrem schwer. Ebenfalls mit Schwierigkeiten kämpfen die Absteiger aus der Bezirksliga.

Nachdem der SV Wolfegg in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils erst in der Aufstiegsrelegation gescheitert war, wollte man in dieser Spielzeit ganz vorne angreifen. Die Konkurrenten sahen den SVW auch als den Topfavoriten auf die Meisterschaft. Heiß gehandelt wurde zudem auch der SV Vogt. Außenseiterchancen wurden dagegen so gut wie jeder anderen Mannschaft eingeräumt. Nach der nun absolvierten Vorrunde gestaltet sich das Tabellenbild aber etwas anders. Von der Tabellenspitze grüßt die TSG Bad Wurzach, die aber von einer Favoritenrolle weiterhin nichts wissen will. „Die Meisterschaft wird dieses Jahr ganz spät entschieden und als Anwärter auf diese kommen acht bis neun Mannschaften in Frage“, meinte etwa Bad Wurzachs Trainer Roman Hofgärtner noch im Oktober.

SG Baienfurt aktuell Zweiter

Hinter der TSG reiht sich aktuell die SG Baienfurt ein, die aber auf Grund der Nachholspielsituation noch aufschließen kann. Erst auf den Plätzen drei und vier folgen die Topfavoriten aus Wolfegg und Vogt. Beste Chancen hat zudem auch noch der SV Fronhofen, welcher aktuell zwar auf dem fünften Platz liegt, jedoch mit Hilfe der Nachholspiele sogar aus eigener Kraft Tabellenführer werden könnte.

Blick man auf die gesamte Vorrunde zurück, ist der SV Fronhofen sicherlich noch besonders zu erwähnen. Die durchaus realistische Chance auf die Tabellenführung hat der SVF nämlich seiner unfassbaren Heimstärke zu verdanken. Alle sechs Heimspiele wurden gewonnen, unter anderem schlug man auch den Tabellenführer aus Bad Wurzach deutlich mit 5:0. Will Fronhofen aber ganz vorne anklopfen, müssen auf fremdem Platz mehr Punkte geholt werden als die bisherigen drei.

Dass das Tabellenbild aktuell so verzerrt ist, liegt an einer historischen Flut an Spielabsagen im November. Zunächst machte wochenlanger Dauerregen das Spielen beinahe unmöglich, später kamen sogar noch Schneefälle dazu. So muss jedes Team aktuell mindestens ein Spiel nachholen. Die Mannschaften vom SV Bergatreute und der SG Waldburg/Grünkraut sogar gleich deren vier. Wann die ganzen Spiele durchgeführt werden sollen ist noch nicht ganz sicher, geplant ist aktuell ein früherer Rückrundenbeginn und ein gut gefülltes Programm am Osterwochenende. Den betroffenen Mannschaften bietet sich aber auch die Möglichkeit gemeinsame Termine zu finden und Abendspiele anzusetzen.

Weniger gut läuft die Saison bislang bei den Mannschaften vom SV Blitzenreute und vom FV Molpertshaus. Beide belegen die letzten beiden Plätze und stecken tief im Abstiegskampf. Während man dem FVM durchaus noch einiges zutraut, würden wohl nur wenige Optimisten auf einen Klassenerhalt des SV Blitzenreute setzen. Auch beim SV Reute läuft in dieser Spielzeit nicht wirklich viel zusammen. Trainer Sven Sürgand entschloss sich deshalb nach dem neunten Spieltag dazu zurückzutreten. In Reute traf man daraufhin die mutige Entscheidung dem jungen Julian Madlener eine Chance auf der Trainerbank zu geben. In den bisherigen drei Spielen unter seiner Leitung gab es aber erst einen Punkt.

Simon Sonntag bester Torjäger

Überraschend wenige Punkte konnten auch die Bezirksligaabsteiger von der FG 2010 Wilhelmsdorf/Riedhausen/Zußdorf und der neu gegründeten SG Waldburg/Grünkraut einfahren. Wacker schlägt sich dagegen der Aufsteiger vom SK Weingarten, der immerhin schon 15 Punkte holen konnte und vor den Bezirksligaabsteigern liegt.

Die Torjägerliste führt aktuell Simon Sonntag vom SV Vogt an. Ihm gelangen bereits 15 Treffer. Auf dem zweiten Platz folgt Joachim Heinzelmann vom SV Wolfegg mit zehn Toren. Wolfeggs langjährige Tormaschine Florian Metzler bringt es in dieser Vorrunde „erst“ auf neun Treffer. Gerüchten zur Folge steht er vor einem Wechsel zum Ligakonkurrenten Bad Wurzach.

Nach einer wie immer kurzen Sommerpause haben sich die Teams nun in die wohlverdiente Winterpause verabschiedet. Offiziell geht es am 25. März weiter, auf Grund der vielen Nachholspiele ist ein früherer Beginn aber wahrscheinlich. Selbstverständlich nur, wenn der Wettergott wieder Lust auf Amateurfußball hat.

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