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TG-Sportler stehen viermal im Finale

Taekwondo: Amir Khademi holt beim deutschen Ranglistenturnier in Sindelfingen Gold

Der amtierende Landesmeister von der TG Biberach Lejs Zekic (links) kämpfte sich beim deutschen Ranglistenturnier bis ins Finale.
Der amtierende Landesmeister von der TG Biberach Lejs Zekic (links) kämpfte sich beim deutschen Ranglistenturnier bis ins Finale.
Kryukov

Sindelfingen sz Viermal haben es die TG-Kämpfer geschafft, sich ins Finale beim deutschen Taekwondo-Ranglistenturnier in Sindelfingen vorzukämpfen. Mit Gold verbuchte Amir Khademi den größten Erfolg für die TG, mit Silber kehrten Viktoria Ribitsch, Faisal Muhammadi und Lejs Zekic zurück.

Als eines der ältesten Taekwondoturniere in Europa ging der sogenannten Parkpokal in diesem Jahr in die 32. Runde. Mehr als 800 Sportler trafen sich im Glaspalast in Sindelfingen, um Ranglistenpunkte für Deutschland und die Nachbarländer zu sammeln. Unter ihnen waren auch sieben Taekwondokämpfer, die Trainer Kai Penteker und Dragan Zekic, sowie als Kampfrichter Qasim Khan Zadran von der TG Biberach.

Das erste Mal in der Vereinsgeschichte konnte die TG bei einem deutschen Ranglistenturnier den Sieger in einer Herrenklasse stellen. In der Klasse bis 58 Kilogramm setzte sich Amir Khademi durch und holte Gold für die Kreisstadt. Bereits im Halbfinale war es zwischen dem Biberacher und Matthias Lang aus Delbruck eine knappe Kiste. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf endete die reguläre Kampfzeit 7:7. In so einem Fall kommt es zu einer vierten Runde, in der der erste reguläre Treffer den Sieger bestimmt. Khademi bewies Nervenstärke, wich und landete einen schnellen Tritt zur Weste, der ihm den Sieg einbrachte. Im Finale bezwang der TG-Sportler Leon Schulz vom BSV Friedrichshafen und durfte sich über die Goldmedaille freuen.

Faisal Muhammadi verpasst Gold

Ganz knapp an Gold schrammte sein Trainingspartner Faisal Muhammadi vorbei. Der erst 15-jährige afghanische Flüchtling ging in der Jugendklasse bis 55 Kilogramm für die TG an den Start. In der ersten Vorrunde konnte er den Bonner Khalif Muhamed im Golden Point bezwingen. Der Sieg freute den Biberacher besonders, da er erst vor wenigen Wochen gegen den Bonner im Halbfinale in Dortmund das Nachsehen hatte und sich nun revanchieren konnte. In der letzten Vorrunde bezwang Muhammadi Adrian Sula klar mit 18:3 und entschied auch das Halbfinale nach Aufgabe des Lokalmatadors Leon Kaplan für sich. Im Finale stand ihm mit Emre Aydin aus Stuttgart ein bekannter Kontrahent gegenüber. Die beiden lieferten sich wie bereits im Finale bei den baden-württembergischen Meisterschaften einen offensiven Schlagabtausch. Groß war die Enttäuschung, als die Kampfzeit beim Punktestand von 22:24 endete. „Sehr schade“, resümierte Trainer Kai Penteker, „den hätte er auch noch haben können.“

Bis ins Finale kämpften sich auch Lejs Zekic und Viktoria Ribitsch vor. Zekic, der in der Nachwuchsklasse der Jugend bis 37 Kilogramm an den Start ging, bezwang Gleb Keil vom Sporting Taekwondo aus Altenkirchen und Leon Cordoba Serrano aus Karlsruhe. Lediglich im Finale musste sich der Zehnjährige amtierende Landesmeister aus Biberach Anil Okuz vom Landeskader Berlin geschlagen geben. Dies bedeutete auch für ihn Silber. Ebenfalls Silber erkämpfte Viktoria Ribitsch in der Klasse bis 46 Kilogramm. Sie unterlag im Finale Sophie Stoiber vom Sportinternat Swisstal mit 3:7. Mit Bronze kehrte Melisa Fejzic in der Klasse bis 55 Kilogramm heim. Nachdem die erste Runde im Halbfinale mit 0:18 eher unglücklich begann, startete die TG-Sportlerin ab der zweiten Runde eine beeindruckende Aufholjagd. Trotz großer Kraftanstrengung reichte es am Ende nicht ganz für den Einzug ins Finale. Mit 27:33 musste sich die TG-Sportlerin der späteren Turniersiegerin Emma Weißflog aus Lüdenscheid geschlagen geben. Sehr früh auf den Turniersieger traf Konstantin Kryukov. Der Neunjährige kämpfte bereits in der ersten Vorrunde gegen den späteren Goldmedaillengewinner des Landeskaders Berlin und musste sich frühzeitig verabschieden. Auch Stella Winter verpasste knapp eine Medaille, sie schied in der letzten Vorrunde gegen Emily Möhring aus Oberbayern aus.

Mit fünf Medaillen beim Parkpokal war Trainer Kai Penteker sehr zufrieden. „Das Turnier in Sindelfingen ist traditionsgemäß das letzte Turnier im Jahr“, so Penteker „und ich freue mich, dass wir uns hier so stark präsentieren konnten.“ Als Nächstes steht für die Sportler der Taekwondo-Abteilung die halbjährliche Gürtelprüfung an, bevor es in die kurze Winterpause geht.

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