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SpVgg Aldingen feiert Rückkehr in Kreisliga A

Mit Sieg in der Relegation gute Rückrunde gekrönt – „Marcel Bender ist Riesenverstärkung für uns“

Die SpVgg Aldingen freut sich nach dem 2:0-Sieg im Relegationsspiel gegen den VfR Wilfingen über den Aufstieg in die Kreisliga A. Stehend Zweiter von rechts Trainer Nico Vetere.
Die SpVgg Aldingen freut sich nach dem 2:0-Sieg im Relegationsspiel gegen den VfR Wilfingen über den Aufstieg in die Kreisliga A. Stehend Zweiter von rechts Trainer Nico Vetere.
hkb

Aldingen sz Großer Jubel bei der SpVgg Aldingen: Die Mannschaft von Trainer Nico Vetere hat die Rückkehr in die Fußball-Kreisliga A geschafft. Nach vier Jahren Kreisliga B gelang über die Relegation der Aufstieg.

„Unser Ziel war es schon, oben mitzuspielen. Jetzt hat es mit dem Aufstieg über den Umweg Relegation geklappt“, freute sich Trainer Nico Vetere, der jetzt drei Jahre bei der SpVgg arbeitet. „Ich habe auch bereits für die nächste Saison zugesagt“, sagte er zu seiner Zukunft.

2:0 besiegte seine Mannschaft am Sonntag vor rund 650 Zuschauern in Böttingen den VfR Wilfingen. Vetere: „Ich denke, der Sieg war verdient. Kompliment an meine Mannschaft.“ Die Aldinger profitierten von ihrem frühen Führungstreffer von Lukas Buschbacher in der fünften Minute. „Das war gut für uns, hat das Selbstvertrauen gestärkt. Aber wir hätten sogar sofort das 2:0 nachlegen können. So blieb das Spiel bis zum Schluss eng“, blickt der Coach auf die 90 Minuten zurück.

Wilflingen war nach dem Rückstand verunsichert, fand zu keiner spielerischen Linie. Vetere: „Die haben nur mit langen Bällen agiert. Aber darauf haben wir uns eingestellt.“ Der VfR hatte zwar optisch mehr vom Spiel, kam jedoch zu keinen herausgespielten Chancen. Der SpVgg-Keeper Michael Hetzel musste kaum einmal ernsthaft eingreifen.

Vetere: „Wir hätten den Sack früher zumachen können“

Im Gegenteil: Nach der Halbzeit ergaben sich für die Aldinger gegen die nun aufgerückte Wilflinger Abwehr Kontermöglichkeiten. Doch viele dieser Chancen wurden bereits im Ansatz vergeben. Vetere: „Wir hätten den Sack schon viel früher zumachen können, bei unseren Kontermöglichkeiten. Doch wir haben dabei vorne so kompliziert hin und her gespielt, dass nichts dabei herauskam.“

In der Schlussphase waren die Aldinger dann am Ende ihrer Kräfte. „Manche Spieler von uns waren platt, hatten Probleme mit Wadenkrämpfen“, sagte Vetere und reagierte mit entsprechenden personellen Änderungen. Dabei bewies er ein glückliches Händchen. „Die Einwechslung von Daniel Böttcher war ein bisschen glücklich. Aber das ist Fußball, meinte der Coach. Böttcher, in der 84. Minute für den unermüdlich rackernden Buschbacher eingewechselt, sorgte drei Minuten später mit dem Tor zum 2:0 für die Entscheidung.

„Wir haben bis um ein Uhr in der Früh in Aldingen noch gefeiert. Es war ein schöner Abend“, sagte Vetere. Der Sieg in der Relegation war die Krönung der guten Rückrunde. „Wir hatten viele Probleme, da einige Spieler nicht richtig mitgezogen haben. Aber die haben wir dann aussortiert. Das war schwer, weil unser Kader klein ist.“ In der Winterpause bekamen die Aldinger dann aber eine wesentliche Verstärkung. Marcel Bender kehrte vom SC 04 Tuttlingen zurück. Bender, normal Torhüter, spielte bei der SpVgg im Sturm, wie bereits vor seinem Wechsel in die Kreisstadt. Vetere: „Marcel Bender ist für uns als Stürmer eine Riesenverstärkung. Mit ihm sind wir vorne viel besser geworden. Er macht halt Tore. So haben wir in der zweiten Saisonhälfte mit ihm Spiele gewonnen, die wir in der Vorrunde noch verloren haben.“

Bei der SpVgg richtet man den Blick nach vorne. „Die Saison in der Kreisliga A wird schwer. Es kommen zwar zwei, drei Spieler hinzu, dennoch ist der Kader nicht sehr groß. Da wir keine A-Jugend und keine zweite Mannschaft haben, müssen wir Ausfälle mit AH-Spielern kompensieren“, sagt der 59-Jährige, der nun schon 30 Jahre im Trainergeschäft tätig ist. Vetere, der selbst in Aldingen wohnt: „Der Aufstieg tut dem Verein gut. Die Vorstandschaft arbeitet gut und tut alles für die Mannschaft.“

Die SpVgg Aldingen hat eine wechselvolle jüngere Vergangenheit hinter sich. 2010 stieg die SpVgg aus der Bezirksliga ab, 2011 folgte der Durchmarsch in die Kreisliga B. 2012 kehrte der Verein als Meister in die Kreisliga A zurück, die man 2013 aber wieder in die Kreisliga B verlassen musste. Vier Jahre später glückte nun der Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Nico Vetere arbeitet seit Sommer 2014 bei der SpVgg Aldingen. Frühere Trainerstationen waren der SV Spaichingen, für den er viele Jahre tätig war, sowie unter anderem FC Weigheim, SV Böttingen und der FV Aichhalden.

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