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Schlammschlacht bei der DM

Mountainbike: Fahrer von Tomotion zeigen eine starke Leistung
David Gerstmayer (hinten) und Andreas Soldner kämpfen auch gegen Regen und rutschige Strecken.
David Gerstmayer (hinten) und Andreas Soldner kämpfen auch gegen Regen und rutschige Strecken.
Tomotion

Lindau lz Die äußeren Bedingungen bei der Deutschen Meisterschaft im Mountainbike-Cross-Country-Marathon im schwäbischen Gruibingen sind alles andere als gut gewesen: Wie das Tomotion-Nachwuchsteam mitteilte, hatte der Regen der Vortage die Strecke schlammig und rutschig gemacht. Trotzdem erzielte Sven Rothfuß bei seiner ersten DM-Teilnahme einen beachtlichen 35. Platz.

Beim parallel stattfindenden Gruibinger Albtraufmarathon gab es zwei Podiumsplätze für das Lindauer Team Tomotion Racing by black tusk: Norbert Fischer erkämpfte sich auf der Mittelstrecke Rang drei bei den Masters 3, Patrick Gall wurde in der Kategorie Masters 2 Zweiter auf der Kurzstrecke. Bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach-Hinterglemm wurde Martin Schätzl Gesamtzweiter und freute sich über den Vize-Titel des „World Games Champion“. In Furtwangen gabe es beim Schwarzwald Bike Marathon einen Tomotion-Doppelerfolg: Die Zwillingsschwestern Sabine und Susanne Stampf nahmen beide einen Altersklassensieg mit nach Hause. Im saarländischen Freisen ging Gwenda Rüsing aus dem Zwei-Stunden-Rennen „Grüne Hölle“ als Damen-Gesamtsiegerin hervor, Jos van Sterkenburg erreichte bei den U15-Junioren Platz zwei.

Kein Zuckerschlecken

96 Kilometer und 2540 Höhenmeter auf dem Mountainbike sind schon bei guten Bedingungen kein Zuckerschlecken. Bei schlammigem, rutschigem Untergrund können sie jedoch zur Hölle werden. So geriet die Deutsche Meisterschaft 2017 im Cross-Country-Marathon in diesem Jahr zur Rutschpartie, die den 144 gemeldeten Fahrern alles abverlangte. Sieben Teammitglieder des Lindauer Rennstalls Tomotion standen in Gruibingen am Start, von denen einer ein besonders starkes Rennen fuhr: Sven Rothfuß vom Nachwuchsteam (TNT). In dem reinen Lizenzfahrer-Feld erreichte der 20-Jährige bei seiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft nach 4:22:53 Stunden Rang 35. Sein Teamkollege David Gerstmayer schaffte Platz 57. Auch Andreas Soldner, Christian Ludewig und David Klaiss kämpften sich bis ins Ziel durch. Max Friedrich, der wenige Wochen zuvor Deutscher Cross-Country-Meister geworden war, war nach den Strapazen der Eurobike-Messe und hohem beruflichem Engagement mental nicht in der Lage, seine Leistung hundertprozentig abzurufen und stieg vorzeitig aus dem Rennen aus. In der Damenkonkurrenz erreichte Marla Krauss bei ihrer ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft Platz 18.

Nase im Schlussspurt vorne

Weitere sieben Tomotion-Fahrer hatten beim parallel stattfindenden Gruibinger Albtraufmarathon mit denselben Bedingungen zu kämpfen. Auf der 48 Kilometer langen Kurzstrecke hatte Patrick Gall im Schlusssprint die Nase vorn und sicherte sich Rang zwei der Kategorie Masters 2 mit acht Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten. Auf der Mittelstrecke gab es ebenfalls einen Podiumsplatz zu feiern: Norbert Fischer wurde bei den Masters 3/4 Dritter, Michael Morgenroth erreichte Rang sechs. Rafael Huber, der sieben Minuten vor Fischer das Ziel erreichte, belegte damit Rang sieben der Hauptklasse Männer.

Größter Erfolg

Bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach-Hinterglemm, der „inoffiziellen Hobby-Weltmeisterschaft im Mountainbiken“ mit freier Streckenwahl für die Fahrer, heimste Martin Schätzl seinen bisher größten Erfolg ein. Auf der Mittelstrecke über 58 Kilometer und 2920 Höhenmeter erkämpfte er sich nach 3:28:12 Stunden den zweiten Gesamtplatz und damit den Vize-Titel des „World Games Champion“. In Furtwangen standen beim Schwarzwald Bike Marathon ebenfalls neun Teammitglieder von Tomotion am Start. Ein herausragendes Ergebnis lieferten zwei Damen ab: Sabine Stampf dominierte die Seniorinnen 1-Konkurrenz auf der Ultrastrecke über 120 Kilometer, ihre Zwillingsschwester Susanne Stampf tat es ihr auf der Langstrecke mit 90 Kilometern gleich. Beide wurden Gesamtzweite.

Im saarländischen Freisen hatten die Organisatoren des Zwei-Stunden-Rennens „Grüne Hölle Freisen“ mit der Technik zu kämpfen: nach einem kurzfristigen Ausfall des Zeitnahmesystems wurden die Zeiten von Hand gestoppt. Gwenda Rüsing setzte mit einem Gesamtsieg bei den Damen ihre Erfolgsserie fort, Jos van Sterkenburg freute sich in der Kategorie U15 mit Rang zwei ebenfalls über einen Podiumsplatz.

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