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Scheu: „Es hat zu viele Ausrutscher nach unten gegeben“

Deutsche Ringerliga: ASV Nendingen hat Schulterniederlage von Andrej Perpelita nicht auf der Rechnung

Aus! Der Nendinger Andrej Perpelita liegt auf beiden Schultern und muss sich seinem moldawischen Landsmann Maxim Sacultan, den er im Hinkampf in Ispringen noch besiegt hat, geschlagen geben. Mit dieser Niederlage waren die Hoffnungen des ASV Nendingen auf einen Sieg verflogen.
Aus! Der Nendinger Andrej Perpelita liegt auf beiden Schultern und muss sich seinem moldawischen Landsmann Maxim Sacultan, den er im Hinkampf in Ispringen noch besiegt hat, geschlagen geben. Mit dieser Niederlage waren die Hoffnungen des ASV Nendingen a
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Tuttlingen sz Beim ASV Nendingen ist in der Deutschen Ringerliga Ernüchterung eingekehrt. Nach der 7:18-Heimniederlage gegen den KSV Ispringen verließen viele Zuschauer enttäuscht die Halle. Die ASV-Staffel hatte wahrlich keinen guten Tag erwischt.

„Ispringen scheint nicht unser Gegner zu sein, die liegen uns einfach nicht“, sagt Markus Scheu, Vorsitzender Sport des ASV Nendingen. Schon im Hinkampf hatte es eine 5:15-Niederlage gegeben. Für Scheu haben nur Daniel Cataraga und Nikolai Ceban auf ASV-Seite gute Leistungen abgerufen, einige andere Ringer haben in etwa das geboten, was man erwarten konnte. Aber Scheu sagt auch klar: „Es hat zu viele Ausrutscher nach unten gegeben.“

Werner Koch, der Vorsitzende des KSV Ispringen: „Ich hatte eigentlich mit einem ausgeglichenen Kampf gerechnet. Wir waren in der ersten Hälfte überlegen und haben dort die Punkte geholt, die den Kampf entschieden haben.

Für die Nendinger ging es gleich negativ los. Yuri Holub (59 kg, F) ließ sich gegen den Ex-Nendinger Anatolii Buruian mehrmals durchdrehen und nach zweieinhalb Minuten hatten die Ispringer bereits vier Punkte auf ihrer Seite. „Da war für mich klar, dass der Kampf verloren war. Ich wusste nicht, wo wir das aufholen sollten“, meinte Scheu, der auch von Asghar Laghari (130 kg, G) gegen Etienne Wyrich mehr als nur einen 2:0-Sieg erwartet hatte. Auch Benjamin Raiser konnte nicht an die Leistung vom Hinkampf anknüpfen, als er Roman Amoyan nur mit 0:5-Wertungspunkten unterlag. Diesmal verlor er 0:11. Scheu: „Amoyan ist ein begnadeter Ringer, der kein Gewicht machen muss und genau weiß, was er auf der Matte tun muss.“

Endgültig auf die Verlierersraße gerieten die Nendinger, als Andrej Perpelita (66 kg, F) gegen seinen moldawischen Landsmann Maxim Sacultan auf Schultern verlor. Scheu: „Ich bin überzeugt, in acht von zehn Kämpfen gewinnt Perpelita. Bei seinem 1:0-Punktsieg im Hinkampf war er besser. Diesmal ist er in einen Griff hineingelaufen. Dann kann so ein Kampf auch mal so ausgehen.“ Dabei war Perpelita bisher ein sicherer Punktesammler. Für Diana Mehner, Managerin beim KSV Ispringen, kam dieser Erfolg jedoch nicht überraschend: „Maxim Sacultan ist gut drauf. Und in einem moldawischen Duell gibt er mehr als in einem anderen Kampf. In Schifferstadt hat er Andrejs Bruder Maxim besiegt. Wir werden von Sacultan in der Zukunft noch viel positives hören.“ Sacultan hat mit Ausnahme des Hinkampfes gegen Andrej Perpelita alle anderen fünf Kämpfe gewonnen.

Trotz der 0:1-Niederlage war Scheu mit Nikolai Ceban (98 kg, F) mehr als zufrieden: „Ceban hat einem Weltklasse-Ringer Paroli geboten. Sein Hüftschwung war grandios.“ Yury Belonovski, der in diesem Jahr bei den russischen Meisterschaften den dritten Platz belegte, machte aus dem 0:2-Rückstand aber noch einen Sieg mit 5:3-Wertungspunkten. In der zweiten Kampfhälfte mühte sich Ceban zwar redlich, doch der weiter ungeschlagene Belonovski bot ihm mit seiner Routine keine Angriffsfläche.

Ein großes Lob hatte Scheu für Daniel Cataraga übrig: „Daniel wird von Woche zu Woche stärker.“ Mit 14:6-Wertungspunkten besiegte er den zuvor noch ungeschlagenen Igor Besleaga. Scheu: „Ich habe zwar mit einem Sieg gerechnet, aber nicht in dieser Höhe. Das war schon eine klare Ansage.“ Cataraga imponierte einmal mehr mit einer starken Physis. Kampfrichter Sükrü Cakmak aus Heusweiler übersah in diesem Kampf einige unsaubere Griffe von Besleaga an den Hals von Cataraga und zog sich den Unmut der Zuschauer zu. Der Mattenleiter konnte sich nach zwei Verwarnungen gegen den passiv eingestellten Ispringer nicht zu einer Disqualifikation durchringen.

Mit 6:4 Punkten liegen die Nendinger auf dem dritten Platz. Für den ASV wird es schwer, den zweiten Platz und damit die Finalteilnahme zu erreichen. Das weiß auch Scheu. Aber er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Wir haben bisher nur gegen Ispringen verloren, gegen alle anderen gewonnen.“

Schon im nächsten Heimkampf gegen Germania Weingarten am kommenden Samstag um 21 Uhr in der Tuttlinger Mühlauhalle hofft er wieder auf ein Erfolgserlebnis der ASV-Athleten. Und er fordert: „Von einigen Ringern muss mehr kommen.“

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