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HSG muss zum Topfavoriten reisen

Oberkochen/Königsbronn vor unüberwindlicher Aufgabe
HSG-Trainer Richard Moser sieht trotz der schier unüberwindlichen Aufgabe Möglichkeiten, den Favoriten zu ärgern.
Eschenhorn

Oberkochen/Königsbronn sz Nach dem in erster Linie psychologisch wichtigen, hart erkämpften ersten Saisonerfolg gegen Uhingen/Holzhausen, sieht sich die Spielgemeinschaft aus Oberkochen und Königsbronn am Sonntag, beim absoluten Titelfavoriten der Handball-Landesliga, dem HV RW Laupheim, einer schier unüberwindlichen Herausforderung gegenüber gestellt.

Wenig Zeit

So blieb den Spielern von Trainer Richard Moser in dieser Trainingswoche wenig Zeit, sich den befreienden Gefühlen des vergangenen Sonntags hinzugeben. Alle Kraft- und Konzentrationsreserven mussten sofort auf den kommenden Gegner fokussiert werden. In Laupheim wartet ein hoch ambitioniertes und bestens aufgestelltes Team auf die HSG’ler – auch das ganze Umfeld der Mannschaft ist gerüstet, um auch in höheren Ligagefilden bestehen zu können. HSG Coach Moser sieht im Laupheimer Kader „50 Prozent der Spieler mit Top-Landesliganiveau“ und den Rest mit „deutlich höherem Ligapotenzial und Talent“ aufgestellt. „Ein Durchmarsch dieses Teams bis zum Titel würde mich nicht wundern“. Wie soll man dem Favoriten also erfolgreich begegnen? „Wir werden, zum Glück ohne Druck in dieses Spiel gehen können, müssen dann weit über uns hinaus wachsen und trotzdem die Disziplin für vielfältige taktische Variationen halten können. Ein schwacher Tag des Gegners wäre auch nicht schlecht“, sagt Moser.

Wenig förderlich für dieses Husarenstück liest sich allerdings die voraussichtliche Ausfallliste einiger Spieler im HSG Lager zum Wochenende. Viktor Rube und Michael Pitschen werden von hartnäckigen Muskulaturverletzungen geplagt, Benni Hug wird aufgrund der Kollision mit einem gegnerischen Spieler aus dem Derby gegen die SGHB und dem dadurch erlittenen Kreuzbandriss, saisonübergreifend ausfallen. Zudem reduzierten krankheits- und arbeitsbedingte Ausfälle im Laufe der Woche die Teilnehmerzahl im Training deutlich. Moser hofft aber auf rechtzeitige Genesung seiner Spieler. „Warum sollten meine Jungs das Ding nicht packen können, auch wenn ich selber am Sonntag, beruflich verhindert, leider nicht dabei sein kann“. In jedem Fall soll das Selbstvertrauen keinen Schaden nehmen. Denn es stehen der HSG noch viele schwierige Aufgaben ins Haus. Die HSG muss erneut eine sehr engagierte und absolut teamorientierte Leistung zeigen.

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