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Gelbrote Karte und Elfmeter brechen SV Wurmlingen das Genick

Fußball-Bezirksliga Schwarzwald: Nach dem Aufstieg vor drei Jahren über die Relegation folgt nun der Abstieg auf dem gleichen Weg
Leere und Einsamkeit: Cosimo Rizzo nach dem 2:3 gegen den SC Wellendingen, das den Abstieg des SV Wurmlingen aus der Bezirksliga bedeutet.
Leere und Einsamkeit: Cosimo Rizzo nach dem 2:3 gegen den SC Wellendingen, das den Abstieg des SV Wurmlingen aus der Bezirksliga bedeutet.
Reiner Neff

Wurmlingen kb Des einen Freud ist des anderen Leid: Während der SC Wellendingen nach nur einem Jahr den sofortigen Wiederaufstieg feiern durfte, muss der SV Wurmlingen nach drei Jahren die Fußball-Bezirksliga wieder verlassen. Der SVW verlor das Relegationsspiel um den letzten freien Platz in dieser Klasse für das kommende Spieljahr in Epfendorf gegen die Wellendinger 2:3.

Vor drei Jahren war der SV Wurmlingen über die Relegationsspiele (2:0 in Kolbingen gegen SV Zimmern II und 2:0 in Waldmössingen gegen den SV Tuningen) in die Bezirksliga aufgestiegen.

Bitter für die Wurmlinger: Das Aus kam in den letzten Minuten. Ein Foulelfmeter führte in der 90. Minute zum 1:2, dem in der Nachspielzeit noch die Tore zum 1:3 und der Treffer zum Endstand von 2:3 folgten. Die Verlängerung war nah, wurde aber verpasst.

„Ein überflüssiger Elfmeter“, blickt Spielertrainer Benjamin Raidt am Tag nach dem Spiel auf die Szene kurz vor dem Ende zurück und ergänzt: „Wir haben bei den Gegentoren wieder Geschenke gemacht.“ Der Coach ist aber auch selbstkritisch: „Wir sind in der ersten Hälfte nicht richtig in Tritt gekommen, die Aggressivität hat gefehlt.“ Das war beim Gegner in den ersten 45 Minuten anders. Raidt: „Der SC Wellendingen ist ein hohes Tempo gegangen, hat keinen Ball verloren gegeben.“

Nach dem Seitenwechsel übernahm dann der SV Wurmlingen immer mehr das Kommando. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. In der 81. Minute gelang dann Andreas Komforth der längst überfällige Ausgleich. Raidt: „Danach war ich überzeugt, dass wir noch einige Tore machen und das Spiel gewinnen. Wellendingen war stehend k.o. Die Verlängerung wäre uns entgegen gekommen.“

Raidt sieht noch eine weitere Entscheidung neben dem Elfmeter in der 90. Minute als mit spielentscheidend an. „Die gelbrote Karte in den Schlussminuten war grenzwertig. In einem so wichtigen Spiel darf man die nicht geben“, ärgerte er sich über die Entscheidung von Schiedsrichter Joachim Ernst aus Erzingen, der Pascal Gruler in der 84. Minute nach einem Foul die Ampelkarte zeigte.

Nach dem siebten Platz in der vergangenen Saison sah es auch in der Spielrunde 2016/17 lange nicht danach aus, als ob der SV Wurmlingen absteigen müssste. „In der Vorrunde sah es ganz gut aus. Dann mussten wir einige Verletzungen wegstecken. In der Rückrunde haben dann einige Spieler aus unterschiedlichen Gründen nur noch freitags trainieren können. Das merkt man einfach in der Bezirksliga“, blickt Raidt zurück. Außerdem hat der 32-Jährige festgestellt: „Unser Riesenproblem in der Rückrunde war unsere Chancenverwertung. Wir machen vielleicht aus acht klaren Chancen ein Tor, der Gegner nutzt dagegen von vier Möglichkeiten drei zu Treffern aus. Außerdem haben wir gegen die direktne Konkurrenten im Abstiegskampf zu wenig Punkte geholt.“

Gruler und Komforth gehen

Doch Benjamin Raidt gibt sich bereits für die neue Saison kämpferisch: „Unser Ziel wird sein, so schnell wie möglich wieder aufzusteigen.“ Bis auf drei Spieler bleibt der Kader zusammen. Pascal Gruler wechselt zum SV Zimmern, Andreas Komforth schließt sich dem VfL Mühlheim an. Sascha Bippus will ein Jahr kürzer treten, aber aushelfen, wenn Not am Mann ist. Raidt selbst, der aus der Jugend des SV Wurmlingen kommt, wird auch in der Kreisliga A als Spielertrainer weitermachen.

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