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Fußballspiel endet im Chaos

Nach dem Spielabbruch in Lindenberg gibt es unterschiedliche Versionen über den Vorfall
Die Partie FC Lindenberg gegen Türk SV Wangen wurde nach 70 Minuten abgebrochen.
Die Partie FC Lindenberg gegen Türk SV Wangen wurde nach 70 Minuten abgebrochen.
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Lindenberg mp Der Abbruch des Spiels FC Lindenberg gegen Türk SV Wangen in der Fußball-Kreisliga A III ist inzwischen ein Fall fürs Sportgericht. Das bestätigte Staffelleiter Hermann Hengge am Montag. Über den Vorfall, der zu dem Abbruch geführt hatte, gibt es unterschiedliche Versionen.

Nach 70 Minuten war die Begegnung FC Lindenberg gegen Türk SV Wangen am Samstagnachmittag beendet. Der Schiedsrichter brach die Partie nach Tumulten am Spielfeldrand ab. Während Staffelleiter Hengge sich bedeckt hält und auf ein „schwebendes Verfahren“ verweist, geben die Trainer der beiden beteiligten Mannschaften Auskunft.

Tumulte am Spielfeldrand

Lindenbergs Markus Reichart berichtet, dass es eine Tätlichkeit eines Wangener Spielers gegeben habe, die mit einer Roten Karte geahndet worden sei. Da sich ein Lindenberger Spieler, der bereits verwarnt gewesen war, über die Tätlichkeit aufgeregt habe, sei er mit Gelb-Rot ebenfalls vom Platz geflogen. Vor der Kabine hätten sich die Wege der beiden Spieler wieder gekreuzt – dort sei etwas vorgefallen, was er zwar nicht gesehen habe, aber dann zu Tumulten am Spielfeldrand geführt habe, sagt Reichart. Er habe geschaut, dass seine Mannschaft schnell in die Kabine kommt. „Schade, dass das Spiel so enden muss“, sagt er.

Das sieht Orhan Tarhan genauso. Der Trainer des Türk SV Wangen schildert die entscheidenden Szenen aber anders beziehungsweise konkreter. Nach einem Foulspiel habe der gefoulte Lindenberger Spieler sich vor einem Wangener Spieler aufgebaut und ihn auf Brusthöhe weggestoßen, daraufhin habe dieser das Knie hochgezogen, als wolle er den anderen zwischen den Beinen treffen. Rote und Gelb-Rote Karte seien völlig berechtigt gewesen, sagt Tarhan. Am Rande des Spielfelds, beim Gang zur Kabine, habe der Lindenberger den Wangener Spieler aber auf einmal am Hals gewürgt – so stark, dass ein Besuch im Krankenhaus nötig gewesen sei. „Da gab es kein Halten mehr“, erklärt Tarhan die folgenden Tumulte.

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