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Fußball-Bezirksliga: „Wir haben dort immer gut ausgesehen“

TV Neuler visiert beim Lieblingsgegner Schnaitheim dringend nötigen Dreier an
Neuler (rotes Trikot) benötigt dringend einen Dreier. Da passt es vielleicht ins Bild, dass der TVN bei Lieblingsgegner Schnaitheim antreten muss.
Neuler (rotes Trikot) benötigt dringend einen Dreier. Da passt es vielleicht ins Bild, dass der TVN bei Lieblingsgegner Schnaitheim antreten muss.
Thomas Siedler

Aalen sz Der Saisonstart des TV Neuler in der Fußball-Bezirksliga lässt sich als ordentlich, aber keinesfalls als völlig gelungen beschreiben. Zwar blieb das Team von Salem Bevab zuletzt viermal in Folge ungeschlagen, kann umgekehrt aber erst zwei eigene Siege und damit nur ein geringes Polster zu den Abstiegsrängen aufweisen. Umso mehr hofft Bevab am Sonntag auf einen bedeutsamen Dreier bei der formstarken TSG Schnaitheim.

„Mit der Leistung bin ich zufrieden, nicht aber mit der Punkteausbeute", bringt er seine Gefühlslage nach acht absolvierten Spieltagen auf den Punkt. Durch die insgesamt vier Punkteteilungen haben die „Remiskönige“ der Liga einige Zähler liegengelassen, aber der Spielertrainer verweist darauf, „dass wir unser schweres Auftaktprogramm ganz gut gemeistert haben.“ Kritisch sieht er aktuell vor allem das Verhalten der eigenen Abwehrreihe, die im Vorjahr noch die zweitbeste der Liga war, nun aber vor allem in der Anfangsphase zu viele Gegentreffer zugelassen hat.

Dreier statt Remis

Obwohl der TVN-Coach mit der bisherigen Bilanz nicht hundertprozentig zufrieden sein kann, konnte seine Truppe mit dem 4:1-Erfolg in Aalen sowie dem 1:1 gegen Ellwangen wichtige Zähler für das Ziel Klassenerhalt einfahren. Aber: „Das kleine Polster kann schnell weg sein, wenn wir weiterhin so oft nur Unentschieden spielen. Wir müssen endlich anfangen, dreifach zu punkten.“

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag, wenn der TVN (12./10 Punkte) bei der TSG Schnaitheim (4./15) antritt. Der Ex-Landesligist ist quasi ein Lieblingsgegner der Bevab-Elf, die die vergangenen drei Duelle mit 2:0, 2:1 und 1:0 jeweils knapp für sich entscheiden konnte. Bevab: „In Schnaitheim haben wir immer gut ausgesehen, deshalb fahren wir auch dahin, um dort etwas mitzunehmen und möglichst zu gewinnen. Wir müssen uns in dieser Liga vor keinem Gegner verstecken.“ Allerdings befindet sich die TSG derzeit in starker Verfassung und konnte sich durch vier Siege in den vergangenen fünf Partien an die Spitzengruppe heranpirschen. Dem TVN steht also ein heißer Tanz bevor.

Wie wichtig es für Neuler ist, an diesem Wochenende punktemäßig nachzulegen, zeigt ein Blick auf die weiteren Begegnungen im Tabellenkeller. So könnte der SV Ebnat (11./11), welcher in den vergangenen drei Partien jeweils ohne Gegentor blieb, durch einen Erfolg bei der SGM Kirchheim/Trochtelfingen (5./15) weiter Boden gut machen. Der FV 08 Unterkochen (10./11), welcher in der Vorwoche beim 5:1-Heimsieg gegen die SGM einen wahren Befreiungsschlag erlebte, hat einen Pflichtsieg beim Schlusslicht TSV Heubach (16./0) im Visier.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hofft der SSV Aalen (15./4) nun vor heimischer Kulisse gegen den VfL Gerstetten auf seinen zweiten Saisonsieg. Auch die Gäste befinden sich derzeit in einem kleinen Formtief.

Noch mehr unter Zugzwang steht der ambitionierte SV Neresheim (14./5) im wegweisenden Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten VfL Iggingen (13./6). In der Spitzengruppe konnte sich derweil der SV Waldhausen (1./20) zuletzt etwas absetzen. Der noch unbezwungenen Elf von Trainer Jens Rohsgoderer steht gegen den Vorjahreszweiten FV Sontheim/Brenz (6./14) nun jedoch ein echter Härtetest bevor. Auch wenn die Sontheimer zuletzt etwas schwächelten, so gehören sie dennoch zu den großen Aufstiegskandidaten.

Zu einem solchen hat sich auch die TSG Nattheim (2./17) gemausert, welche am Sonntag beim SV Lauchheim (7./12) bestehen müssen. Der SVL konnte mit den jüngsten beiden Siegen ordentlich Selbstvertrauen für das Duell mit der TSG sammeln. Und auch Aufsteiger FC Ellwangen (3./17) gehört vor dem Heimauftritt gegen die Sportfreunde Lorch weiterhin zum Spitzentrio, obwohl man zuletzt dreimal in Folge sieglos blieb.

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