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FV Biberach: Trainer Pfisterer stapelt tief

Trainer Bernd Pfisterer (l.) und Co-Trainer Heinz Remke (r.) flankieren die beiden neuen Spieler beim FV Biberach (v. l.), Dennis Kirsch und Julian Haug.
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Biberach sz In der vergangenen Saison hat der FV Biberach lange um die Aufstiegsrelegation in der Fußball-Landesliga mitgespielt. Am Ende blieb aber nur Platz sechs. Von der Relegation oder gar dem Meistertitel spricht vor dem Start der neuen Runde keiner der Verantwortlichen mehr. Trainer Bernd Pfisterer stapelt mit Blick auf das Saisonziel vielmehr tief. „Wir wollen Platz sechs bestätigen“, sagt er und fügt hinzu: „Mit dem Aufstieg werden wir nichts zu tun haben. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark.“

Fünf Teams sieht er als Aspiranten auf die Meisterschaft. „Berg, Laupheim, Weiler, Oberzell und Friedrichshafen werden den Titel unter sich ausmachen“, glaubt Pfisterer, der die Liga zudem insgesamt stärker als vergangene Saison einschätzt. Als Hauptproblem sieht er den zu kleinen Kader an. Das zeigte sich bereits in der Vorbereitung. „Die Ergebnisse haben gestimmt“, sagt der FVB-Trainer. „Die Vorbereitung war aber beeinträchtigt durch viele Verletzungen. Sie ist daher nicht optimal verlaufen.“ Im WFV-Pokalspiel gegen Wangen hätten zwei A-Jugendspieler aushelfen müssen. „Das zeigt die Misere“, findet Pfisterer. Der Kader ist im Vergleich zur vergangenen Saison kleiner geworden. Mit Torhüter Dennis Kirsch (SV Grimmelfingen) und Mittelfeldspieler Julian Haug (Olympia Laupheim) kamen zwei Neue, dafür verließen vier Spieler den Verein. Zudem sind Michael Münch und Armin Hertenberger künftig in der neuen zweiten Mannschaft der Biberacher aktiv.

Von den Neuen ist Pfisterer überzeugt. „Sie haben sich sehr gut eingefügt, auch menschlich“, sagt er. Kirsch, der vier Vorbereitungsspiele mitgemacht hat, bescheinigt der FVB-Trainer sogar das Potenzial, zur neuen Nummer eins werden zu können. „Er spielt gut mit und zeigt eine gute Präsenz“, lobt Pfisterer. Allerdings müsse er körperlich noch zulegen. Auf einen Stammtorwart hat sich der FVB-Trainer aber noch nicht festgelegt. Der 22-jährige Kirsch soll sich einen Zweikampf mit Christian Eberle liefern.

Weiter vorn sieht Pfisterer Julian Haug, der zuletzt lange verletzt war. „Er ist eine absolute Verstärkung. Er spielt in der ersten Elf. Er kann zu einem Häuptling im Team werden“, sagt der FVB-Trainer, der Haug als defensiven Mittelfeldspieler mit Offensivdrang beschreibt. Mit den beiden holte sich der FVB in einem dreitägigen Trainingslager in Hard (Österreich) am vergangenen Wochenende den letzten Schliff für den Ligaauftakt am Freitag, 10. August, zu Hause gegen Aufsteiger FV Bad Schussenried. Dort sei vor allem im taktischen Bereich und an den Standardsituationen gearbeitet worden, so der FVB-Trainer.

Während der sich zurückhaltend gibt, findet Biberachs Topstürmer Robert Henning hingegen, dass der FVB das Potenzial zum Aufstieg hat. „Wir wollen oben mitspielen. Der Aufstieg ist in der Mannschaft noch nicht thematisiert worden, wäre aber toll“, sagt er. Wichtig sei dafür der Saisonstart.

Das sieht auch Trainer Pfisterer so, dessen Fokus aber darauf liegt, sich zu „stabilisieren“. „Es muss mehr Konstanz ins Spiel“, unterstreicht er. „Letzte Saison haben wir immer dann, wenn wir oben dran waren, versagt.“ Und das vor allem zu Hause. Dort war der FVB ein Punktelieferant. Nur 18 Zähler schlugen in der Heimbilanz zu Buche, sogar zwei weniger als Absteiger Achstetten. Zudem habe sein Team zu viele Gegentore bekommen. Deshalb hat Pfisterer das System von 4-2-3-1 oder 4-4-2 auf 4-3-3 umgestellt. „Das setzt die Mannschaft sehr gut um. Wir sind dadurch kompakter geworden.“ So soll auch am Freitag gespielt werden, verrät Pfisterer.

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