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Essingen verpasst Sensation nur knapp

0:1 heißt es im Verbandspokal gegen den Regionalligisten Stuttgarter Kickers

Bisweilen ging es in der Partie zwischen dem TSV Essingen (hier im schwarzen Trikot von links Fabian Dolderer, Simon Fröhlich und Jens Malitzke) und den Stuttgarter Kickers in der zweiten Verbandspokalrunde recht ruppig zu.
Bisweilen ging es in der Partie zwischen dem TSV Essingen (hier im schwarzen Trikot von links Fabian Dolderer, Simon Fröhlich und Jens Malitzke) und den Stuttgarter Kickers in der zweiten Verbandspokalrunde recht ruppig zu.
Peter Schlipf

Essingen tsve In der zweiten Runde des Fußball-Verbandspokals hat Verbandsligist TSV Essingen den Regionalligisten Stuttgarter Kickers empfangen. „Wir hatten uns vorgenommen, uns nicht zu verstecken und das ist uns geglückt. Dass die Kickers mehr Ballbesitz haben würden, war uns vorher schon klar, doch wir haben gut dagegen gehalten und nicht viel zugelassen. Leider waren wir einmal unaufmerksam, was dann gleich zum Tor führte. Das macht aber dann auch eine klasse Mannschaft aus, die braucht manchmal nicht mehr“, resümierte TSV-Trainer Aleksandar Kalic. So stand am Ende ein 0:1 einer wacker kämpfenden Essinger Mannschaft zu Buche.

Aleksander Kalic hatte das Mittelfeld verstärkt und einzig Michael Wende als Spitze aufgeboten. Mit dieser Ausrichtung kamen die Gastgeber gut zurecht, die Kickers kamen zunächst nicht zu Chancen. Die erste Gelegenheit hatte der TSV. Patrick Faber spielte Wende geschickt frei, dieser scheiterte am Stuttgarter Schlussmann Christian Ortag (9. Minute). In der Folge blieb die Partie ausgeglichen. Doch auch die Mannschaft von Tomasz Kaczmarek sollte Ihre Gelegenheiten bekommen. Schön freigespielt tauchte Lhadji Badiane frei vor Essingens Schlussmann Philipp Pless auf, dieser parierte jedoch stark. Den Nachschuss klärte Jens Malitzke auf der Linie (18.). In der Folge machte Stuttgart mehr Druck. Luca Pfeifer wurde nicht konsequent angegriffen, lief parallel am Strafraum entlang und zirkelte das Leder in den Winkel zum 1:0 für die Gäste (26.). Das Tor hatte sich nicht unbedingt abgezeichnet. Drei Minuten später verfehlte Edwin Schwarz das Gehäuse mit einem Kopfball nur hauchdünn.

Essingen berappelt sich

Dann aber berappelte sich der TSV wieder und bediente sich eines alten Musters: Faber sah wieder Wende, der aus spitzem Winkel abzog - Ortag bekam seine Hände aber noch an den Ball (32.). Nach der anschließenden Ecke kam Simon Fröhlich zum Kopfball und verfehlte das Tor nur um Haaresbreite. Essingen war ein ebenbürtiger Gegner, was auch die Landeshauptstädter merkten. In der Folge wurde es ruppiger, der Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun. In der zweiten Halbzeit wollte Stuttgart schnell auf die Entscheidung drängen, kam mit viel Wucht aus der Kabine. Zunächst passte Fabian Dolderer stark auf, dann parierte Pless stark nach einem Schuss von Pfeifer (53., 58.). Weiter drückten die Gäste, zwingend wurden sie dabei jedoch nicht. Also besannen sich die Essinger auf ihre Stärken und spielten selbst wieder nach vorne. An eine scharfe Hereingabe von Atilla Acioglu kam Stani Bergheim, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Platz stand, nur knapp nicht dran (69.).

Auf der anderen Seite hatten die Essinger dann jedoch Glück. Badiane brachte einen Ball in die Mitte, den Mijo Tunjic in der Mitte vor die Latte bugsierte (77.). So aber blieb es bis zum Schlusspfiff spannend, die Essinger warfen alles nach vorne, doch auch der TSV kam zu keinen zwingenden Aktionen mehr. In der letzten Aktion stürmte auch Pless mit in den gegnerischen Strafraum, die Kickers warfen sich aber in jeden Ball.

Kaczmarek nicht unzufrieden

Am Ende ist der Favorit mit einem blauen Auge davon gekommen und zieht in die dritte Runde ein. Dem TSV bleibt die moralische Komponente, dass sie mit einem Regionalligisten lange Zeit auf Augenhöhe mitgehalten haben. Stuttgarts Trainer Tomasz Kaczmarek war trotz dieses knappen Ergebnisses gut gelaunt: „Ich sehe das positiv, wir hatten in 13 Tagen fünf Spiele, das ist ein hartes Programm. Man hat gesehen, dass uns die Frische, sowohl körperlich und mental, gefehlt hat. Im Pokal zählt nur das Weiterkommen.“

TSV: Pless - Acioglu, Malitzke, Fröhlich, Dolderer - Serejo, Zahner (78. Wanner), Werner, Faber (78. Biebl , Sedlmayer (55. Zimmer) - Wende (66. Bergheim).

Tor: 0:1 Pfeifer (26.).

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