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Erste Pleite für Spitzenreiter Mühlheim

Spiel des Tages: In der Fußball-Bezirksliga verliert VfL bei SpVgg Trossingen verdient 0:3
Trossingens Dimitri Stroh (Nummer 11) sorgte in der Mühlheimer Abwehr immer wieder für Unruhe und brachte die SpVgg 1:0 in Führung. Weitere Bilder gibt es unter www.schwaebische.de.
Trossingens Dimitri Stroh (Nummer 11) sorgte in der Mühlheimer Abwehr immer wieder für Unruhe und brachte die SpVgg 1:0 in Führung. Weitere Bilder gibt es unter www.schwaebische.de.
HKB

Trossingen sz Im letzten Spiel vor der Winterpause hat es den VfL Mühlheim doch noch erwischt. Der souveräne Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Schwarzwald verlor bei der SpVgg Trossingen 0:3 (0:0). „Trossingen war stärker. Das muss man anerkennen“, sagte Mühlheims Trainer Andreas Probst, dessen Team „das mit Abstand schlechteste Spiel der Saison“ machte.

Bereits nach vier Minuten hätte Marco Mazzeo für die Trossinger Führung sorgen können. Sein Schuss aus acht Metern fand aber nicht den Weg ins Mühlheimer Tor. Für Gefahr vor dem Trossinger Gehäuse sorgte anschließend Schiedsrichter Martin Bodziony. Nach einem Zweikampf mit VfL-Torjäger Maximilian Bell drückte SpVgg-Verteidiger Alexander Sopelnik den Ball mit dem Schienbein in Richtung eigenes Tor. Schlussmann Stefano Losardo nahm das Leder in die Hand. Bodziony sah darin einen unerlaubten Rückpass und entschied auf indirekten Freistoß.

„Das war keine kontrollierte Rückgabe“, meinten Probst und sein Gegenüber Ronny Warnick. Der Schiedsrichter habe erst auf Zuruf der Mühlheimer Zuschauer gepfiffen, sagte selbst der VfL-Trainer. Mit Ausnahme eines Schusses des Trossingers Thomas Merk (15.) aus zehn Metern spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab. „Das war ein Abnutzungskampf“, meinte Probst. Aber, so Warnick, eben auch kein schlechtes Spiel. „Beide Mannschaften haben kompakt gestanden und ihr System konzentriert beibehalten“, sagte der SpVgg-Coach.

Die größte Chance zur Führung vergab kurz nach dem Wiederanpfiff Kai Stelter für den VfL (50.). Nach einer Flanke war der Angreifer fünf Meter frei vor dem Tor, köpfte aber vorbei. Besser machte es acht Minuten später SpVgg-Angreifer Dimitri Stroh. Nach einem Angriff von der linken Seite bewahrte er die Ruhe und drückte das Leder (58.) in die Mühlheimer Maschen.

Weitere Chancen gab es bis zur 75. Minute nicht. Nachdem Maik Schutzbach einen Trossinger Angriff abgefangen hatte, lief der Mühlheimer Konter. „Das war eine 5:2-Situation“, meinte Probst. Bevor die Gäste aber zum Abschluss kommen konnten, griff Schiedsrichter Bodziony mit einem Pfiff ein. „Maik ist zum Ball gegrätscht. Aber die Trossinger haben nach dem Ballgewinn nicht einmal diskutiert“, wunderte sich Probst über die Freistoßentscheidung.

Ein Pfiff mit Folgen: Anstatt des möglichen 1:1 stand es dann 2:0. Die Flanke drückte Merk mit dem Kopf zum 2:0 ein. Mühlheim schaffte es danach nicht, sich Chancen zu erspielen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit machte Alexi ebenfalls nach einer Freistoßflanke mit einem Kopfballtreffer den Sack zu.

„Der Sieg von Trossingen ist verdient. Die Mannschaft war gieriger und hat es mehr gewollt“, bilanzierte Probst, der die Winterpause für sein Team schon herbeigesehnt hatte. SpVgg-Trainer Warnick war überrascht, dass es gegen das dominante Team der Liga zum Sieg gereicht hatte. „Die Jungs hatten aber einen super Tag erwischt und alles umgesetzt, was wir im Training erarbeitet hatten“, lobte Warnick.

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