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Das nächste Derby wartet auf den SCP

Fußball-Landesliga Südbaden, Staffel 3, 1. Spieltag

Daniel Abdulahad (vorne, hier gegen Tobias Rimsberger hinten) und der SC Pfullendorf müssen zum nächsten Derby antreten, beim FV Wa-Re.
Daniel Abdulahad (vorne, hier gegen Tobias Rimsberger hinten) und der SC Pfullendorf müssen zum nächsten Derby antreten, beim FV Wa-Re.
Archiv- Karl-Heinz Bodon

Pfullendorf sz Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei, jetzt gilt es wieder, auch in der Landesliga Südbaden. Zum Auftakt geht es direkt in die Vollen. Der Aufsteiger FC Überlingen reist bereits am heutigen Freitagabend nach Donaueschingen und trifft dort auf die DJK. Außerdem kommt es im Spiel FV Walbertsweiler-Rengetsweiler gegen den SC Pfullendorf zum Lokal-Derby. Das verspricht eine Menge. Der FC Rot-Weiß Salem empfängt den SC Konstanz-Wollmatingen. Die SpVgg. F.A.L trifft mit ihrem neuen Coach Joachim Ruddies auf Landesliga-Neuling SV Obereschach. Der SV Markdorf tritt beim FC Schonach an.

DJK Donaueschingen - FC Überlingen (Fr, 18.30 Uhr). - Der FC Überlingen ist zurück in der Landesliga und hat zum Auftakt direkt einen starken Gegner. Vor zwei Jahren stieg die DJK Donaueschingen in die Landesliga auf, im Vorjahr beeindruckte die Mannschaft mit Platz drei. FCÜ-Coach Florian Stemmer hat Respekt vor der Aufgabe: „Mein erstes Spiel als Trainer des FC Überlingen habe ich gegen Donaueschingen bestritten. Von daher habe ich ganz schöne Erinnerungen. Aber schon vor zwei Jahren war DJK ein schwerer Brocken und die Mannschaft hat sich nochmal gesteigert. Sie ist sehr kompakt und agiert für die Landesliga auf einem spielerisch hohen Niveau. Sie spielen schon lange zusammen und harmonieren daher perfekt.“ Bei den Nullneunern ist die Vorfreude auf die Landesliga groß. Die Mannschaft sei heiß und freue sich, dass es endlich losgehe, so Stemmer. Vor dem Start sieht der 09er-Coach aber noch Schwachstellen in seiner Mannschaft: „Wir sind schon auf einem guten Weg, hatten aber wegen der Relegation eine extrem kurze Pause und eine kurze Vorbereitung. Das merkt man noch ein bisschen. Die neuen Spieler sind noch nicht zu 100 Prozent auf der Höhe.“ Trotzdem: „Wir fahren bestimmt nicht nach Donaueschingen, um das Spiel abzuschenken. Wir sind Außenseiter, aber es ist alles drin“, sagt Stemmer. Verzichten muss er zum Start auf Stephan Walser, Alexander Welke und Stefan Dombrowski.

FV Walbertsweiler-Rengetsweiler - SC Pfullendorf (Sa., 16 Uhr). - Derby-Zeit in Walbertsweiler. Und die Rollen scheinen klar verteilt. Der SC Pfullendorf ist als Verbandsliga-Absteiger in dieser Saison klarer Favorit. Walbertsweiler-Rengetsweiler bleibt da auch für das Derby nur die Außenseiterrolle. FV-Coach Stefan Bach sagt: „Die ganze Liga schaut auf den SC Pfullendorf. Da ist der Druck beim Gegner groß. Sie haben sicherlich die höchste individuelle Qualität der Liga und sind in jedem Spiel Favorit. Aber es ist ein Derby, und in dem gelten andere Gesetze. Wir sind nicht chancenlos.“ SCP-Trainer Marco Konrad hat ebenfalls Respekt vor dem Gegner: „Sie sind jetzt im dritten Landesliga-Jahr und weisen schon eine gewisse Erfahrung und Routine in dieser Liga auf. Dazu ist die Mannschaft sehr spielstark und hat eine gute Balance. Ich denke beide Teams sind heiß auf das Derby.“ Der SC Pfullendorf hat derzeit Erfahrung mit Spielen gegen die Lokalrivalen. Bereits am Mittwochabend gewann die Konrad-Elf gegen den SV Denkingen im SBFV-Pokal mit 3:1. Wa-Re-Trainer Bach glaubt deshalb an einen Vorteil. Pfullendorf habe dadurch zusätzliche Motivation und Selbstvertrauen getankt. Das Weiterkommen sei sicherlich kein Nachteil, glaubt Bach. Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß. „Mein erstes Spiel als Wa-Re-Trainer und dann direkt das große Derby gegen den SC Pfullendorf. Für meine Mannschaft ist es das Spiel des Jahres. Immer wenn wir von dieser Partie sprechen, sehe ich das Funkeln in den Augen der Spieler. Wir sind heiß.“ Ähnlich ist es beim SCP. „Wir wollen selbstbewusst auftreten und das Spiel dominieren und gestalten. Wir müssen als Team auftreten und den Gegner unter Druck setzen. Die Mannschaft ist bis in die Haarspitzen motiviert und freut sich, dass es endlich wieder um Punkte geht“, sagt Bachs Gegenüber Konrad. Auf beiden Seiten ist die Personalsituation gut und beide Trainer können ihre beste Elf auf den Rasen schicken.

FC Rot-Weiß Salem - SC Konstanz-Wollmatingen (Sa., 17.30 Uhr). - Dass der FC Rot-Weiß Salem weiter in der Landesliga spielen darf, ist dem FC Singen zu verdanken, der sich in der Vorsaison in der Relegation um den Aufstieg durchsetzte und somit für den Ligaverbleib von Salem sorgte. Auch für den SC Konstanz-Wollmatingen war die vergangene Saison nicht ganz zufriedenstellend, da die Mannschaft schon seit Jahren immer wieder als heißer Kandidat für den Aufstieg gehandelt wird, aber immer wieder zu viele Punkte liegen lässt. Im vergangenen Jahr bremste Konstanz zusätzlich, dass mit dem FC Radolfzell und dem FC Singen zwei Top-Favoriten aus der Verbandsliga kamen, die letztendlich auch das Rennen machten. Die Voraussetzungen für die neue Saison sind bei beiden Teams gleich. Beide wollen eine bessere Saison als zuvor spielen. Für beide Mannschaften liefen jedoch die ersten Pokalrunden alles andere als nach Maß. Sowohl Salem (gegen Dettingen), als auch Konstanz (gegen Aach-Linz), schieden im Südbadischen Verbandspokal gegen Bezirksligisten aus. Dementsprechend kriselt es bereits in beiden Lagern. Da käme für beide zum Auftakt ein Sieg ganz recht.

SpVgg F.A.L - SV Obereschach (So., 15 Uhr). - Neuer Trainer, neues Glück? Für Joachim Ruddies und die SpVgg F.A.L beginnt die Mission Landesliga. Zum Heimspieldebüt geht es gegen den SV Obereschach - keine leichte Aufgabe: „Ich habe nicht viele Informationen über den Gegner, daher können wir uns nicht allzu sehr auf den Gegner konzentrieren, sondern kümmern uns hauptsächlich um uns. Es wird sicherlich sehr schwer werden, Obereschach kommt als Aufsteiger mit viel Euphorie in die Liga, vor allem am ersten Spieltag. Ich weiß, dass sie defensiv kompakt stehen, mehr aber auch nicht. Wir sind aber gewarnt.“ Die Vorfreude auf sein erstes Heimspiel ist groß. „Es ist immer schön, wenn es nach der Vorbereitung um Punkte geht. Die Vorbereitung hätte insgesamt vielleicht noch zwei Wochen länger gehen können, aber wir sind glücklich, dass es jetzt los geht. Die Mannschaft ist bereit für den Erfolg gut zu arbeiten und das stimmt mich für die Aufgabe optimistisch.“ Das Ziel im Heimspiel sei klar. Man wolle den Gegner zu Fehlern zwingen, diese eiskalt nutzen und die drei Punkte zum Start zu Hause behalten“, sagt Ruddies. Personell sind nahezu alle Spieler dabei.

FC Schonach - SC Markdorf (So., 15 Uhr). - Nach dem großen Umbruch im Sommer steht der SC Markdorf vor dem Saisonauftakt. Vor allem der Abgang von Top-Stürmer Sascha Hohmann schmerzt. Am Sonntag muss die Mannschaft von Bernd Filzinger zum FC Schonach. Co-Trainer Georg Winter erwartet ein schweres Spiel: „Wir gehen davon aus, dass Schonach im Vergleich zur Vorsaison stärker ist. Beide Mannschaften müssen sich bestimmt noch etwas finden, aber ich gehe von einem offenen Schlagabtausch aus. Sie gehen mit Elan in diese Saison und wollen zum Start in dem Heimspiel ein Ausrufezeichen setzen.“ Beim Sportclub ist die Lust auf Punktspiele da. „Von Tag zu Tag steigt die Vorfreude, dass es wieder los geht. Die Vorbereitung mit sechs Wochen war recht lange, wir haben die Zeit aber gut genutzt und sind nach den Abgängen als Team zusammengewachsen. Man merkt den Spielern auf jeden Fall an, dass sie Lust auf die neue Saison haben“, meint Winter. Und der Co-Trainer rechnet seinem Sportclub gute Chancen fürs erste Ligaspiel aus. „Wir sind guter Dinge. Klar gibt es noch ein paar Fragezeichen, aber ich denke, dass die Spieler voll da sind. Wir wollen auf jeden Fall zählbares mit nach Markdorf nehmen.“ Hoffnung gibt die Rückkehr von Spielmacher Esref Su, der wieder zurück ist, Torwart Alexander Koch fällt dagegen aus.

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