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„Danke Lothar, das war’s!“

Lothar Dumitru spricht über seine Entlassung als Trainer des Handball-Bezirksligisten TV Meßkirch
Wieder zu haben: Trainer Lothar Dumitru.
Wieder zu haben: Trainer Lothar Dumitru.
SZ-Archiv: khb

Pfullendorf sz Bei Handball-Bezirksligist TV Meßkirch ist Trainer Lothar Dumitru vier Tage vor dem ersten Punktspiel am Sonntag (37:23-Heimsieg gegen den TSC Blumberg) entlassen worden. TV-Manager Dominik Thoma sagt: „Wir brauchen frischen Wind“ und rechtfertigt den ungewöhnlichen Trennungszeitpunkt: „Die Probleme, die jetzt zur Trennung geführt haben, waren nach der vergangenen Saison noch nicht erkennbar.“ Thoma und der neue Handball-Abteilungsleiter Bernd Dörfeld trainieren die Mannschaft interimsmäßig, bis ein Nachfolger gefunden ist. Der geschasste Lothar Dumitru schildert die Ereignisse der vergangenen Woche im Gespräch mit SZ-Redakteur Oliver Kothmann.

Sie sollen wenige Tage vor dem ersten Spiel entlassen worden sein, Herr Dumitru...

Ja, genau so war’s. Am vergangenen Dienstag habe ich noch das Training geleitet. Am Mittwoch hat man mir dann mitgeteilt, dass meine Dienste beim TV Meßkirch nicht mehr erwünscht sind.

Sie sollen Opfer einer Spielerrevolte geworden sein.

Ja, so habe ich das auch mitbekommen. Aber so richtig erklären kann ich mir das nicht. Vielleicht war ich mit dem ein oder mal wieder ein bisschen zu streng (schmunzelt). Aber wissen Sie: Es ist doch nichts Neues, dass es gewisse Abnutzungserscheinungen zwischen Trainer und Mannschaft gibt, wenn man, so wie ich jetzt, vier Jahre lang in Meßkirch gearbeitet hat. Das kannst du gar nicht verhindern. Die Jungs kommen zum Training in die Halle und wissen halt schon, was passiert.

Lief denn die Vorbereitung nicht gut?

Nein, die lief nicht gut. Aber was willst du machen, wenn die Halle wochenlang zugeschlossen bleibt?

Sie nehmen die Trennung dennoch locker...

Nun ja, ich bin ja nun schon ein paar Jahre im Trainergeschäft und weiß, wie es läuft. Das Einzige was mich ärgert ist, dass man mir das erst drei oder vier Tage vor dem Spiel mitteilt. Hätte man nach der vergangenen Saison gesagt: Danke Lothar, das war’s - dann wäre doch alles in Ordnung gewesen. Der Verein hätte sich in Ruhe einen neuen Trainer suchen können und ich mir einen neuen Verein.

Wie hat man Ihnen die Botschaft denn überbracht?

Dominik Thoma hat mich angerufen und gesagt, dass wir mal reden müssten. Er kam dann zu mir nach Hause und hat mir gesagt, dass ich entlassen bin. Nach zehn Minuten war das Gespräch beendet.

Trübt der unschöne Abschied Ihre Bilanz der vier Bezirksklassenjahre beim TVM?

Ach, das würde ich nicht unbedingt sagen. Die Jungs haben sicher einiges gelernt in dieser Zeit. Das haben sie ja am Sonntag mit dem klaren Sieg über Blumberg auch wieder bewiesen. Ich hatte eine gute Zeit. Und der frühere Vorstand hat mich auch immer voll unterstützt, auch in der Phase meiner Erkrankung. Das sind die Dinge, die ich mitnehme.

Sieht man Sie bald wieder irgendwo an der Seitenlinie?

Ja, ich denke schon.

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