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DRB und DRL treffen sich zu Gesprächen

Markus Scheu vom ASV Nendingen: „Beide Seiten sollten an einem Strang ziehen“

In der kommenden Saison gehen der Deutsche Ringer-Bund und die Deutsche Ringer-Liga getrennte Wege. Beide Seiten treffen sich am 8. September zu Gesprächen. Ob man sich auf eine Zusammenarbeit im darauffolgenden Jahr einigen kann?
In der kommenden Saison gehen der Deutsche Ringer-Bund und die Deutsche Ringer-Liga getrennte Wege. Beide Seiten treffen sich am 8. September zu Gesprächen. Ob man sich auf eine Zusammenarbeit im darauffolgenden Jahr einigen kann?
hkb

Tuttlingen sz In den Konflikt zwischen dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) und der Deutschen Ringer-Liga (DRL) kommt Bewegung. Beide Seiten treffen sich am Freitag, 8. September, in Bad Mergentheim zu Gesprächen. Bei einem Zivilprozess am Landgericht Nürnberg/Fürth war dies der Wunsch des Richters gewesen.

Markus Scheu, Vorsitzender Sport des ASV Nendingen und Geschäftsführer der DRL, will offen in die Gespräche gehen, und erhofft sich positive Ergebnisse: „Nur über Gespräche kann man Lösungen erreichen.“ Der DRB-Präsident Manfred Werner schreibt auf der Homepage des DRB: „Wir hoffen, dass wir im Interesse des Ringkampfsport jetzt alles Weitere am Verhandlungstisch lösen können. Der DRB ist bereit, auch althergebrachte DRB-Positionen kritisch auf den Prüfstand zu stellen, wenn dies der gemeinsamen Sache dient.“

Beide Parteien werden jeweils vier Gesprächspartner nach Bad Mergentheim entsenden. Diese müssen dann ausloten, inwiefern eine Zusammenarbeit möglich ist.

Scheu: „Uns geht es nicht darum, dass der DRB einen Gesichtsverlust erleidet. Es geht hier um die Sache. Wir haben beide das gleiche Interesse: Eine Bundesliga, in der jeder jeden schlagen kann, attraktiv und finanziell gesund. Deshalb sollten beide Seiten an einem Strang ziehen.“

Der DRB will ein weiteres Schrumpfen der ersten Bundesliga verhindern. Rolf Wozniak, DRB-Vizepräsident für die Verbandsentwicklung: „Der DRB stand und steht einer eigenständigen Liga unter seinem Dach grundsätzlich offen gegenüber. Wir sind es aber unseren Mitgliedsvereinen schuldig, nur dann eine solche Liga zu genehmigen, wenn hierdurch tragfähige Strukturen geschaffen werden, die langfristig Ringkampfsport auf hohem technischen Niveau garantieren und spannende Kämpfe ermöglichen. Das Kernproblem der ,schrumpfenden’ 1. Bundesliga, das aus unserer Sicht maßgeblich auf die zu geringe Zahl wettbewerbsfähiger Vereine mit hinreichender Finanzkraft zurückzuführen ist, müsste eine solche Liga als erstes lösen.“ Wozniak sagt weiter, dass dem DRB in dieser Sache bisher noch keine substantiellen Vorschläge der DRL-Vereine vorliegen, man sich bei den Gesprächen im September aber gerne positiv überraschen lassen will.

Scheu: „Wir wollen eine eigenständige Liga unter dem Dach des DRB mit einem Kooperationsvertrag.“ Der Geschäftsführer ist sich aber auch im Klaren, dass es ein positives Ergebnis dieser Gespräche nur geben wird, wenn beide Seiten auch bereit sind, Kompromisse einzugehen. Scheu: „Dieses Jahr ist von beiden Seiten bereits geplant. Wir müssen dahin kommen, dass wir im nächsten Jahr zusammenarbeiten.“

Die sportlichen Planungen für die Saison 2017/18 sind beim DRB und der DRL längst abgeschlossen. Saisonstart für die dreiteilige erste Bundesliga mit insgesamt 21 Mannschaften ist am Samstag, 2. September. Die DRL, in der fünf Ringerstaffeln zusammengeschlossen sind, beginnt ihre Saison am Samstag, 30. September.

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