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Aulendorf bleibt in der Bezirksliga

Die SGA gewinnt das entscheidende Fußball-Relegationsspiel gegen den A-Ligisten SV Amtzell mit 5:4 nach Elfmeterschießen

Um jeden Zentimeter Boden gekämpft wurde beim Relegationsspiel zur Fußball-Bezirksliga: Die SG Aulendorf Fabian Madlener (links) setzte sich am Ende knapp gegen Amtzell (Omar Sharor) durch.
Um jeden Zentimeter Boden gekämpft wurde beim Relegationsspiel zur Fußball-Bezirksliga: Die SG Aulendorf Fabian Madlener (links) setzte sich am Ende knapp gegen Amtzell (Omar Sharor) durch.
Rolf Schultes

Bergatreute sz Die SG Aulendorf hat am Samstag in Bergatreute vor 1200 Zuschauern das entscheidende Relegationsspiel zur Fußball-Bezirksliga gegen den Zweiten der Kreisliga A (Staffel 3), den SV Amtzell, mit 5:4 (0:0,1:1) nach Elfmeterschießen gewonnen. Die hart umkämpfte Begegnung, in der über weite Strecken des Spiels der SV Amtzell bei hochsommerlichen Temperaturen die bessere Mannschaft war, fand am Ende in der SG Aulendorf einen glücklichen Sieger.

Ein gutes Händchen bewies Aulendorfs Trainer Wolfgang Steinbach. Nachdem die SG in der 58. Minute in Rückstand geraten war, wechselte Steinbach Joker Lukas Steinhauser ein. Nur fünf Minuten auf dem Feld gelang ihm der 1:1-Ausgleich, mit dem sich die SG in die Verlängerung rettete. Omar Sharor hatte den SV Amtzell nach einem Pass von Daniel Rädler mit 1:0 verdient in Führung gebracht. Nervenstark war am Schluss der Aulendorfer Torhüter Sebastian Ludwig, der schon im Spiel ein starker Rückhalt war. Im Elfmeterschießen parierte Ludwig zwei Strafstöße, und sicherte so der SG Aulendorf die Klasse.

Der SV Amtzell gab über eine Stunde lang den Ton an. „Amtzell war ein sehr starker Gegner, das hat mich überrascht“, sagte Steinbach nach dem Spiel. Der A-Ligist hatte die besseren Möglichkeiten, ging verdient in Führung, versäumte es aber danach, den Sack zuzumachen. Nur Torhüter Sebastian Ludwig und der Pfosten verhinderten einen deutlicheren Rückstand der SG Aulendorf gegen den Underdog.

Das Spiel fand in einer torlosen ersten Halbzeit bis auf wenige Ausnahmen in der Hälfte der SG Aulendorf statt. Der SV Amtzell musste auf seinen Verteidiger Gabriel Ambs verzichten, im Mittelfeld fehlte Moritz Brunold. Die erste Möglichkeit bot sich Omar Sharor, der in der 5. Minute nur das Außennetz traf. Zwei Minuten später folgte dann der Pfostenschuss von Sven Christberger, den die Aulendorfer Defensive ansonsten gekonnt aus dem Spiel nahm. In der 25. Minute lag der Ball nach einem Treffer von Dominik Brecht aus dem Getümmel heraus im Aulendorfer Kasten, der Schiedsrichter versagte diesem jedoch die Anerkennung. Genauso wie drei Minuten vor der Pause auf der anderen Seite, als Andreas Krenzler nach einer Ecke ein Kopfballtor erzielte. Hier erkannte der Schiedsrichter zuvor ein Foulspiel.

Die Schlüsselszene des Spieles ereignete sich in Hälfte zwei neun Minuten nach dem Amtzeller Führungstreffer. Sven Christberger wird im Mittelfeld schwer angegangen, die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. Während der SV Amtzell mit der Entscheidung noch haderte, schnappte sich der Aulendorfer Torjäger Andreas Krenzler den Ball, bediente den kurz zuvor eingewechselten Lukas Steinhauser, der zum 1:1 einschob. Die Dominanz des SV Amtzell war dahin. „Ich bin sicher, ahndet der Schiri dieses Foul, gehen wir als Sieger vom Platz“, ärgerte sich Amtzells Trainer Alexander Mayer nach dem Spiel. „Ein solcher Treffer macht den Gegner natürlich stark.“ Beide Mannschaften schleppten sich nach einem kräfteraubenden Spiel in die Verlängerung, in der Amtzell wieder den Ton angab. Einen Schuss von Daniel Weber (103.) parierte Aulendorfs Torhüter Sebastian Ludwig genauso, wie einen Freistoß von Julian Müller (118.).

SGA-Torhüter wird zum Held

Das abschließende Elfmeterschießen war Dramatik pur. Während die SG Aulendorf die ersten vier Strafstöße verwandelte – Stöckler, Madlener, Steinhauser und Maucher trafen – hielt Aulendorfs Keeper Sebastian Ludwig den Strafstoß von Christoph Natterer. Zuvor verwandelten Müller und Maximilian Schmid sicher. Beim fünften Schuss musste der Amtzeller Patrick Trinks treffen – zuvor traf Weber –, um sein Team im Rennen zu halten. Doch auch diesen Strafstoß parierte Ludwig. Der Rest war grenzenloser Aulendorfer Jubel. „Schade, wir waren zwei Stunden die bessere Mannschaft, stehen jetzt aber mit leeren Händen da“, sagte Amtzells Trainer Mayer. „Ich freue mich für meinen Torhüter, der uns heute die Klasse erhalten hat“, meinte Wolfgang Steinbach.

SG Aulendorf – SV Amtzell 5:4 n. E. (0:0, 1:1) – Tore: 0:1 Omar Sharor (58.), 1:1 Lukas Steinhauser (67.) – SG: Ludwig, Treuer, Madlener, Moll (115. Thomas), Krenzler, Daiber (59. Maucher), Demmer, Klein, Vogt (62. Steinhauser), Allgäuer (90. Bolat), Stöckler – SV: Bertsch-Weber, Fabian Schmid (74. Delle), Maximilian Schmid, Natterer, Sharor, Müller, Rädler, Christberger (70. Gaus), Trinks, Brecht (94. Weber), Eberle (102. Lebioda) – Schiedsrichter: Jan Pesch (Langenargen) – Zuschauer: 1200

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Beim nochmaligen Ansehen der Szene Ende der ersten Halbzeit (42. Minute) auf Fupa.net wird man feststellen, dass hier der Amtzeller Abwehrspieler fällt, ohne dass ein Gegenspieler Einfluss nimmt! Das folgende Tor hätte also zählen müssen.
PS: Man kann dort auch die Slo-Mo-Funktion nutzen, wenn das normale Tempo zu schnell ist.
Ob Amtzell über 120 Minuten wirklich die bessere Mannschaft war? Was zählt sind Tore! Im Auslassen von Torchancen jedoch hatte Amtzell an diesem Tag die Nase vorn ;-) Das kennen die Aulendorfer Zuschauer -leider- auch anders und gipfelte in der Partie gegen Beuren... Wer weiß, gegen wen Amtzell gespielt hätte, wäre Aulendorf in den letzten Spielen der Rückrunde annähernd so effizient gewesen, wie an diesem Tag. Ja, ... hätte, wäre... mehr

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