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„Aufstieg wäre der Ritterschlag“

Pfullendorfer Christian Dehm will mit dem StTV Singen in die 1. Kunstturn-Bundesliga

Christian Dehm (25), hier bei einem Zweitligawettkampf am Seitpferd, gehört seit Jahren zu den Leistungsträgern beim Stadtturnverein Singen. Am Samstag bestreitet er mit seinem Team in Schwäbisch Gmünd das Aufstiegsfinale zur 1. Kunstturnbundesliga.
Christian Dehm (25), hier bei einem Zweitligawettkampf am Seitpferd, gehört seit Jahren zu den Leistungsträgern beim Stadtturnverein Singen. Am Samstag bestreitet er mit seinem Team in Schwäbisch Gmünd das Aufstiegsfinale zur 1. Kunstturnbundesliga.
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Schwäbisch Gmünd sz Drei Wochen nach dem erneuten Gewinn der Meisterschaft in der 2. Kunstturnbundesliga Süd fährt der StTV Singen am kommenden Samstag zum Aufstiegsfinale in die Großsporthalle nach Schwäbisch Gmünd, um ab 18 Uhr gegen den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau um den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu turnen.

Die Erfolgsaussichten für die Gäste aus dem Hegau, die das Finale zum zweiten Mal in Folge erreicht haben (und im Vorjahr am KTV Heilbronn scheiterten) scheinen auch dieses Jahr eher gering. Denn der starke Gegner der Gruppe Nord hat alle seine Zweitliga-Wettkämpfe souverän gewonnen und mit Helge Liebrich und Andreas Toba zwei Turner von Weltklasseformat in seinen Reihen. Auch die ausländischen Verstärkungen stehen diesen Turnern in Nichts nach.

Aber auch die Singener Turner um Trainer Axel Leitenmair gehen nach einer überragenden Zweitligasaison mit gesundem Selbstbewusstsein in diese Begegnung und wollen dem Gegner mit couragierten Übungen Paroli bieten.

Der Pfullendorfer Christian Dehm gehört schon seit vielen Jahren zum Singener Turnteam. Seine Prognose: „Ich bin im Grunde zwar eher skeptisch, denn der Gegner ist unheimlich stark. Aber chancenlos ist man nie. Wir brauchen Nervenstärke und volle Konzentration. Und wir müssen versuchen, Spaß zu haben, damit wir nicht verkrampfen.“

Dafür gebe es auch keinen Grund, so Dehm denn: „Dass wir jetzt zum zweiten Mal in Folge Zweitliga-Meister geworden sind, empfinde ich als die größte Belohnung für ein Jahr harte Arbeit.“ Was wiederum nicht bedeutet, dass der 25-Jährige, der in Freiburg Deutsch und Geschichte studiert, nicht doch heiß auf die 1. Bundesliga wäre: „Der Aufstieg wäre natürlich der Ritterschlag für uns alle. Und für den Verein. Vereinsgeschichte haben wir ja jetzt schon geschrieben, aber der Erstligaaufstieg wäre der Höhepunkt.“

Vorbereitung läuft ab wie immer

Dehm, der im Alter von sechs Jahren beim TV Ludwigshafen am Bodensee mit dem Kunstturnen begann, trainiert die ganze Saison über in Herbolzheim, etwa 20 Kilometer von seinem Studienort Freiburg entfernt gelegen und stößt jeweils erst an den Wettkampftagen zum Team. Das hält er auch vor dem wichtigsten Wettkampf des Jahres so: „Ich mache nichts anders, nur weil das jetzt das Finale ist. Ich bin diese Woche in Herbolzheim, werde da im Training meine Übungsabläufe festigen. Und am Samstag hoffe ich dann einfach auf gute Tagesform.“

Singen wird in Schwäbisch Gmünd nicht mit dem kompletten Zweitligameisterkader antreten können: Mit dem Ukrainer Yevgen Yudenkov, der zu einem Wettkampf in den USA abgereist ist, fehlt ein ganz wichtiger Leistungsträger. Und auch der der Einsatz von Philipp Leitenmair ist aufgrund einer Sprunggelenkverletzung noch ungewiss. Mit dabei sind aber die Schweizer Turner Marco Walter und Taha Serhani, die in den bisherigen Wettkämpfen für Singen immer voll überzeugen konnten.

Unterstützt werden die Singener Turner von zahlreichen Anhängern, die mit einem Fanbus ebenfalls die Reise nach Schwäbisch Gmünd antreten.

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