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„Dass Italien nicht bei der WM dabei ist, ist bitter“

Biberach sz Der viermalige Fußball-Weltmeister Italien hat erstmals seit 1958 wieder eine WM-Endrunde verpasst. Die Azzurri kamen im Play-off-Rückspiel gegen Schweden nicht über ein 0:0 (Hinspiel: 0:1) hinaus und sind beim Weltturnier im kommenden Sommer in Russland (14. Juni bis 15. Juli) nur Zuschauer. Felix Gaber hat sich mit zwei Trainern aus dem Fußballbezirk Riß mit italienischen Wurzeln über das Aus der Squadra Azzurra unterhalten.

„Für mich kam das Aus nicht unerwartet. Spielerisch überzeugt hat mich die Squadra Azzurra schon lange nicht mehr“, sagt Vincenzo Galvano, Spielertrainer der SG Mettenberg, der in Biberach aufgewachsen ist und dessen Eltern aus Sizilien stammen. Er hat sich das Spiel gegen Schweden im Fernsehen angeschaut und den Italienern fest die Daumen gedrückt, dass sie sich qualifizieren werden. „Dass Italien jetzt nicht bei der WM dabei sein wird, ist bitter“, so Galvano. „Vielleicht wird jetzt aber deutlich, dass ein Umbruch notwendig ist.“ Der 33-Jährige würde sich Luigi Di Biagio als neuen Trainer wünschen. „Der macht bei der U21 einen guten Job“, sagt Vincenzo Galvano. „Der Neue muss auf junge Spieler setzten und diese einbauen. Jetzt sind ja zwei Jahre Zeit bis zu nächsten EM.“ Die WM in Russland werde er trotz des Ausscheidens der Italiener schauen. „Jetzt drücke ich halt Deutschland die Daumen.“

„Dass Italien die WM-Qualifikation nicht geschafft hat, ist sehr, sehr schade“, sagt Rino Speradio, Trainer der A-Junioren des FV Olympia Laupheim, der in Neu-Ulm geboren ist und dessen Eltern aus Foggia stammen. Die Gründe für die verpasste WM-Qualifikation liegen für Rino Speradio auf der Hand. „Es gibt außer Ciro Immobile derzeit keinen guten Stürmer und vor allem keinen Nachwuchs.“ Letzteres sei das allergrößte Problem. „Ich habe das Spiel im Fernsehen gesehen und bis zum Schluss gehofft, dass noch ein Tor für Italien fallen wird“, sagt der 53-Jährige und fügt hinzu: „Italien gehört für mich einfach zu einer WM. Dass meine Landsleute jetzt nicht dabei sein werden, stimmt mich traurig.“ Die WM will Rino Speradio dennoch auf jeden Fall schauen. „Dann werde ich die Daumen für Deutschland drücken“, sagt er.

Weitere Stimmen zur verpassten WM-Qualifikation von Italien gibt es in einem Video im Internet unter

www.schwäbische.de/wm-aus-italien

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