Oberschwaben
Malte Staehr hängt am Berg alle ab
Von unserem Redakteur Timm Herre
Die Entscheidung im Sparkassen-Triathlon über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad und zehn Kilometer Laufen fiel zu Beginn der letzten Laufrunde. Eine Dreiergruppe mit Malte Staehr, dessen Team-Kamerad Mario Schierok und Simon Veith (TV Dettingen) kämpfte um den Sieg und direkt am Fuß eines steilen Anstiegs setzte Staehr alles auf eine Karte – die Rechnung ging auf. „Das Tempo konnte keiner mitgehen, das war richtig hart“, erklärte Veith die entscheidenden Sekunden. „Wir hatten ja nicht mal gedacht, dass Malte noch an uns ranfahren kann, schon das hat uns ein wenig geschockt.“
Tatsächlich hatte den späteren Sieger während des Rennens kaum einer auf der Rechnung – er selbst übrigens auch nicht: „Das Schwimmen war eine Katastrophe, da hatte ich sehr mit meinem Magen zu kämpfen“, erzählte Staehr im Ziel. Als der 22-Jährige als Sechster aus dem Wasser kam, hatte er über eine Minute Rückstand auf das Spitzentrio aus Veith, Schierok und Yves Zilian. „Aber auf dem Rad haben die Beine aufgemacht und dann hab ich die Silhouetten gesehen“, erklärte Staehr. Nach zwei Dritteln der Radstrecke hatte er den Anschluss geschafft und gemeinsam mit Veith und Schierok ging es ans Laufen.
„Am Ende der ersten Laufrunde hab ich sie nochmal verloren. Dann ist rechts und links verschwunden, ich hab nur noch meine Beine gesehen und am Berg gedacht: Augen zu und durch“, so Staehr. Im Ziel hatte der Triathlet vom Unger-Team Mengen dann bei einer Zeit von 2:01:55 Stunden 25 Sekunden Vorsprung auf Veith. Schierok, der mit Seitenstechen „nur Platz drei nach Hause laufen“ wollte, hatte 31 Sekunden Rückstand.
Etwas eindeutiger sah die Sache bei den Frauen aus: Profi-Triathletin Nicole Klingler aus Liechtenstein gewann die Konkurrenz in 2:15:32 Stunden, über zwei Minuten vor der Zweitplatzierten Julia Knapp (SG Dettingen/Erms) und geschlagene 20 Minuten vor der Dritten Kirsten Kunz (SSC Karlsruhe). „Ich bin ja eigentlich Schweizerin, da mag ich es, wenn es so hügelig ist“, sagte die erstmals in Ravensburg angetretene junge Mutter. Erst vor drei Monaten hatte Klingler, die im vergangenen Jahr den Ironman in Japan gewonnen hatte, ihren Sohn Lion auf die Welt gebracht.
Beim bredl Sprint-Cup (750 Meter Schwimmen, 24 Kilometer Rad, fünf Kilometer Laufen) siegte Ronald Pierenz (1:08:59 Stunden, TuS Neukölln Berlin) vor Mario Natter (1:12:48, TV Dettingen) und Daniel Blum (1:14:05, Bregenz). Die Lokalmatadoren Tobias Denzinger und Michael Gaßner vom DAV Ravensburg kamen auf Rang vier und fünf ins Ziel. Bei den Frauen siegte Anja Knapp (TV Dettingen) in 1:14:33 Stunden vor der Baienfurterin Lena Berlinger (1:17:35 Mengens Triathleten) und Carolin Lorenz (1:22:28).
(Erschienen: 08.08.2010 19:15)
Von unserem Redakteur Timm Herre
Die Entscheidung im Sparkassen-Triathlon über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad und zehn Kilometer Laufen fiel zu Beginn der letzten Laufrunde. Eine Dreiergruppe mit Malte Staehr, dessen Team-Kamerad Mario Schierok und Simon Veith (TV Dettingen) kämpfte um den Sieg und direkt am Fuß eines steilen Anstiegs setzte Staehr alles auf eine Karte – die Rechnung ging auf. „Das Tempo konnte keiner mitgehen, das war richtig hart“, erklärte Veith die entscheidenden Sekunden. „Wir hatten ja nicht mal gedacht, dass Malte noch an uns ranfahren kann, schon das hat uns ein wenig geschockt.“
Tatsächlich hatte den späteren Sieger während des Rennens kaum einer auf der Rechnung – er selbst übrigens auch nicht: „Das Schwimmen war eine Katastrophe, da hatte ich sehr mit meinem Magen zu kämpfen“, erzählte Staehr im Ziel. Als der 22-Jährige als Sechster aus dem Wasser kam, hatte er über eine Minute Rückstand auf das Spitzentrio aus Veith, Schierok und Yves Zilian. „Aber auf dem Rad haben die Beine aufgemacht und dann hab ich die Silhouetten gesehen“, erklärte Staehr. Nach zwei Dritteln der Radstrecke hatte er den Anschluss geschafft und gemeinsam mit Veith und Schierok ging es ans Laufen.
„Am Ende der ersten Laufrunde hab ich sie nochmal verloren. Dann ist rechts und links verschwunden, ich hab nur noch meine Beine gesehen und am Berg gedacht: Augen zu und durch“, so Staehr. Im Ziel hatte der Triathlet vom Unger-Team Mengen dann bei einer Zeit von 2:01:55 Stunden 25 Sekunden Vorsprung auf Veith. Schierok, der mit Seitenstechen „nur Platz drei nach Hause laufen“ wollte, hatte 31 Sekunden Rückstand.
Etwas eindeutiger sah die Sache bei den Frauen aus: Profi-Triathletin Nicole Klingler aus Liechtenstein gewann die Konkurrenz in 2:15:32 Stunden, über zwei Minuten vor der Zweitplatzierten Julia Knapp (SG Dettingen/Erms) und geschlagene 20 Minuten vor der Dritten Kirsten Kunz (SSC Karlsruhe). „Ich bin ja eigentlich Schweizerin, da mag ich es, wenn es so hügelig ist“, sagte die erstmals in Ravensburg angetretene junge Mutter. Erst vor drei Monaten hatte Klingler, die im vergangenen Jahr den Ironman in Japan gewonnen hatte, ihren Sohn Lion auf die Welt gebracht.
Beim bredl Sprint-Cup (750 Meter Schwimmen, 24 Kilometer Rad, fünf Kilometer Laufen) siegte Ronald Pierenz (1:08:59 Stunden, TuS Neukölln Berlin) vor Mario Natter (1:12:48, TV Dettingen) und Daniel Blum (1:14:05, Bregenz). Die Lokalmatadoren Tobias Denzinger und Michael Gaßner vom DAV Ravensburg kamen auf Rang vier und fünf ins Ziel. Bei den Frauen siegte Anja Knapp (TV Dettingen) in 1:14:33 Stunden vor der Baienfurterin Lena Berlinger (1:17:35 Mengens Triathleten) und Carolin Lorenz (1:22:28).
(Erschienen: 08.08.2010 19:15)
Schwaben11.de

Towerstars

























































