Oberschwaben
Kanada besiegt Schweden
Kanada knüpfte vom Anpfiff weg an die gegen Deutschland gezeigte Leistung an. Schweden war mit dem quirligen Angriffswirbel der Ahornblätter heillos überfordert und immer einen Tick zu langsam. Gleich mit der ersten Überzahl ging Kanada durch Bailey Bram in Führung. Schweden hingegen brachte in seinem ersten Powerplay wenig zuwege. Als die Kanadierinnen wieder vollzählig waren, setzten sie zu einem schnellen Konter an, den erneut Bailey Bram zum 2:0 abschloss. In der 32. Minute war Schweden zwar nach einer Strafzeit wieder komplett. Doch die Kanadierinnen wirbelten weiter als wären sie unverändert eine Spielerin mehr auf dem Eis. Die Konfusion in der Hintermannschaft war groß und Brianne Jenner musste die Scheibe nur noch ins leere Tor drücken.
Das Schlimmste musste man für Schweden befürchten, auch wenn der Rausch der Kanadierinnen nach Toren mit dem 3:0 zunächst gestillt war. Doch im zweiten Drittel lief eine völlig andere schwedische Mannschaft aufs Eis. Plötzlich wurde der Spielaufbau der Kanadierinnen schon im Ansatz gestört und konzentriert nach vorne gespielt. Kanada ließ sich beeindrucken und verlor komplett den Rhythmus. Nur konsequent war es, dass in der 25. Minute das 1:3 fiel, als ein Schuss von Gunilla Andersson halbhoch direkt neben dem Pfosten einschlug. Fast identisch die Szene zum 2:3 in der 32. Minute, als Emma Nordin erfolgreich war. Plötzlich war Schweden wieder im Spiel und drückte auf den Ausgleich. Doch Kanada fing sich und hielt nun wenigstens defensiv besser dagegen, auch wenn das Team nach vorne nicht mehr ansatzweise die Torgefährlichkeit des ersten Drittels ausstrahlte.
Dies änderte sich im Schlussabschnitt wieder, als sich ein ausgeglichenes Spiel mit Einschussmöglichkeiten auf beiden Seite entwickelte. Obwohl Schweden allmählich die Zeit davonlief, wirkten die Aktionen nie hektisch oder überhastet. Das zahlte sich in den Schlusssekunden dieses Spiels aus. Nach einer Strafe gegen Kanada nahm Schweden die Torhüterin vom Eis und spielte mit sechs gegen vier Feldspielerinnen. Als eine weitere Kanadierin auf die Strafbank musste, hob endgültig ein munteres Scheibenschießen aufs kanadische Gehäuse an. Elf Sekunden vor Schluss wurde ein hoher Schuss unhaltbar für die kanadische Torhüterin zum 3:3 abgefälscht.
In der Verlängerung hatte Kanada zunächst die deutlich schlechteren Karten, lief doch die letzte Strafzeit noch über eineinhalb Minuten. Schweden hatte eine Großchance nach der anderen, das Spiel zu entscheiden. In der 7. Minute der Verlängerung war schließlich Natalie Spooner aus kurzer Distanz zum glücklichen 4:3 für Kanada erfolgreich.
Schweden-Kanada 3:4 n.V. (0:3, 2:0; 1:0). Tore: 0:1 (4:43) Bailey Bram (Vicki Bendus, Jacelyne Larocque) (5-4); 0:2 87:47) Bailey Bram (Vicki Bendus, Jesse Scanzano); 0:3 (11:15) Brianne Jenner (Ann-Sophie Bettez); 1:3 (24:44) Gunilla Andersson (Katarina Timglas, Isabelle Jordansson); 2:3 (31:06) Emma Nordin (Maria Rooth, Isabelle Jordannsson); 3:3 (59:49) Erika Grahm (Isabelle Jordansson) (5-3); 3:4 (66:06) Natalie Spooner (Annie Guay, Lariane Rougeau). Strafen: Schweden 22 Minuten, Kanada 14 Minuten. Zuschauer: 440.
(Erschienen: 08.01.2010 19:30)
Kanada knüpfte vom Anpfiff weg an die gegen Deutschland gezeigte Leistung an. Schweden war mit dem quirligen Angriffswirbel der Ahornblätter heillos überfordert und immer einen Tick zu langsam. Gleich mit der ersten Überzahl ging Kanada durch Bailey Bram in Führung. Schweden hingegen brachte in seinem ersten Powerplay wenig zuwege. Als die Kanadierinnen wieder vollzählig waren, setzten sie zu einem schnellen Konter an, den erneut Bailey Bram zum 2:0 abschloss. In der 32. Minute war Schweden zwar nach einer Strafzeit wieder komplett. Doch die Kanadierinnen wirbelten weiter als wären sie unverändert eine Spielerin mehr auf dem Eis. Die Konfusion in der Hintermannschaft war groß und Brianne Jenner musste die Scheibe nur noch ins leere Tor drücken.
Das Schlimmste musste man für Schweden befürchten, auch wenn der Rausch der Kanadierinnen nach Toren mit dem 3:0 zunächst gestillt war. Doch im zweiten Drittel lief eine völlig andere schwedische Mannschaft aufs Eis. Plötzlich wurde der Spielaufbau der Kanadierinnen schon im Ansatz gestört und konzentriert nach vorne gespielt. Kanada ließ sich beeindrucken und verlor komplett den Rhythmus. Nur konsequent war es, dass in der 25. Minute das 1:3 fiel, als ein Schuss von Gunilla Andersson halbhoch direkt neben dem Pfosten einschlug. Fast identisch die Szene zum 2:3 in der 32. Minute, als Emma Nordin erfolgreich war. Plötzlich war Schweden wieder im Spiel und drückte auf den Ausgleich. Doch Kanada fing sich und hielt nun wenigstens defensiv besser dagegen, auch wenn das Team nach vorne nicht mehr ansatzweise die Torgefährlichkeit des ersten Drittels ausstrahlte.
Dies änderte sich im Schlussabschnitt wieder, als sich ein ausgeglichenes Spiel mit Einschussmöglichkeiten auf beiden Seite entwickelte. Obwohl Schweden allmählich die Zeit davonlief, wirkten die Aktionen nie hektisch oder überhastet. Das zahlte sich in den Schlusssekunden dieses Spiels aus. Nach einer Strafe gegen Kanada nahm Schweden die Torhüterin vom Eis und spielte mit sechs gegen vier Feldspielerinnen. Als eine weitere Kanadierin auf die Strafbank musste, hob endgültig ein munteres Scheibenschießen aufs kanadische Gehäuse an. Elf Sekunden vor Schluss wurde ein hoher Schuss unhaltbar für die kanadische Torhüterin zum 3:3 abgefälscht.
In der Verlängerung hatte Kanada zunächst die deutlich schlechteren Karten, lief doch die letzte Strafzeit noch über eineinhalb Minuten. Schweden hatte eine Großchance nach der anderen, das Spiel zu entscheiden. In der 7. Minute der Verlängerung war schließlich Natalie Spooner aus kurzer Distanz zum glücklichen 4:3 für Kanada erfolgreich.
Schweden-Kanada 3:4 n.V. (0:3, 2:0; 1:0). Tore: 0:1 (4:43) Bailey Bram (Vicki Bendus, Jacelyne Larocque) (5-4); 0:2 87:47) Bailey Bram (Vicki Bendus, Jesse Scanzano); 0:3 (11:15) Brianne Jenner (Ann-Sophie Bettez); 1:3 (24:44) Gunilla Andersson (Katarina Timglas, Isabelle Jordansson); 2:3 (31:06) Emma Nordin (Maria Rooth, Isabelle Jordannsson); 3:3 (59:49) Erika Grahm (Isabelle Jordansson) (5-3); 3:4 (66:06) Natalie Spooner (Annie Guay, Lariane Rougeau). Strafen: Schweden 22 Minuten, Kanada 14 Minuten. Zuschauer: 440.
(Erschienen: 08.01.2010 19:30)
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