Oberschwaben
Kanada besiegt Deutschland mit 7:0
Von unserem RedakteurAlexander Tutschner
Vor dem letzten Spiel in Gruppe B war klar: Nur mit einem Sieg gegen Kanada hätte Deutschland noch den Sprung ins Halbfinale schaffen können. Den ganz großen Druck hatte das Team von Bundestrainer Peter Kathan dennoch nicht, denn gegen die U22 von Kanada war sein Team krasser Außenseiter. Das wurde dann auch von der ersten Minute an deutlich. Sofort stand die deutsche Torfrau Jennifer Harß im Mittelpunkt, die Kanadierinnen übernahmen von Anfang an das Kommando.
In der 4. Minute konnte Julia Zorn den ersten Schuss für Deutschland aufs kanadische Tor absetzen. Als in der 6. Minute Britta Schröder auf der Strafbank saß, wurde der kanadische Druck zu groß. Brianne Jenner auf Annie Guay, die passt auf Catherine White, die lässt Harß mit einem platzierten Schuss ins Eck keine Chance, 1:0 für Kanada. Die Ahornblätter dominierten in der Folge noch deutlicher das Spiel, Deutschland konnte sich kaum noch aus dem eigenen Drittel befreien.
Schuss um Schuss parierte Harß, immer wieder brannte es lichterloh vor der deutschen Torfrau, aber Harß blieb cool und warf sich immer wieder auf die Scheiben. In der 19. Minute musste dann zum zweiten Mal eine deutsche Spielerin auf die Strafbank und zum zweiten Mal schlugen die Kanadierinnen zu. Stephanie Ramsay setzte von der blauen Linie einen haltbaren Schuss ab und dieses Mal patze auch Harß und ließ den Schuss durch die Schoner rutschen, 2:0 für Kanada. 23:4 lautete das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel für Kanada, trotz ihres Fehlers hatte Harß bis dahin noch Schlimmeres verhindert.
Das gleiche Bild im zweiten Drittel: Kanada spielte und Deutschland verteidigte mit Mann und Maus. Im zweiten Spielabschnitt kamen die deutschen Mädchen kaum noch aus dem eigenen Drittel raus. Wieder war es Jennifer Harß, die nicht umsonst in der amerikanischen College-Liga Stammtorhüterin ist, die Deutschland zunächst vor einem noch größeren Rückstand bewahrte. Nach 25 Minuten kassierten die Deutschen dann die dritte Strafzeit und wieder klingelte es im Tor. Die nur 1,55 Meter große Vicki Bendus kurvte durch die Abwehr und schlenzte den Puck schön mit der Rückhand ins deutsche Tor zum 3:0.
Bis zur 30. Minute dauerte es, ehe Julia Zorn über die linke Seite ins kanadische Drittel zog und den ersten Schuss im zweiten Drittel für Deutschland abgab. Ab der 35. Minute überstand Deutschland erstmals eine Strafzeit schadlos, Harß bot wieder ihr ganzes Können auf. In der 38. Minute war sie allerdings wieder geschlagen: wieder in Überzahl hämmerte Annie Guay von der linken Seite die Scheibe ins Netz keine Chance für Harß. Alle vier Tore hatte Deutschland bis dahin in Unterzahl kassiert. Kurz vor Drittelende war Deutschland für eine halbe Minute mit fünf gegen drei auf dem Eis, Monika Bittner scheiterte an Laura Hosier im kanadischen Tor.
Im Schlussdrittel schraubten die Kanadierinnen das Ergebnis noch auf 7:0. Carolyne Prevost, Bailey Bram und Brianne Jenner trafen noch für Kanada und machten den auch in dieser Höhe am Ende verdienten Sieg für Kanada perfekt. Damit kommt es heute Nachmittag (16 Uhr) im ersten Halbfinale zur Neuauflage des Finales von 2009: Kanada gegen Schweden.
Deutschland -- Kanada 0:7 (0:2, 0:2, 0:3). Tore: 0:1 (6:05) Catherine White (Überzahl-Tor/Guay, Jenner) 0:2 (18:14) Stephanie Ramsay (Überzahl-Tor/ Bram), 0:3 (25:19) Vicki Bendus (Überzahl-Tor/ Scanzano, Bram) 0:4 (37:30) Annie Guay (Überzahl-Tor/Blais, Watchorn), 0:5 (46:10) Carolyne Prevost (Jenner) 0:6 (48:58)Bailey Bram (Bendus, Scanzano), 0:7 (53:43) Brianne Jenner (Blais, Wakefield). Strafen: Deutschland 12, Kanada 8 Minuten, Zuschauer: dd.
(Erschienen: 08.01.2010 19:20)
Von unserem RedakteurAlexander Tutschner
Vor dem letzten Spiel in Gruppe B war klar: Nur mit einem Sieg gegen Kanada hätte Deutschland noch den Sprung ins Halbfinale schaffen können. Den ganz großen Druck hatte das Team von Bundestrainer Peter Kathan dennoch nicht, denn gegen die U22 von Kanada war sein Team krasser Außenseiter. Das wurde dann auch von der ersten Minute an deutlich. Sofort stand die deutsche Torfrau Jennifer Harß im Mittelpunkt, die Kanadierinnen übernahmen von Anfang an das Kommando.
In der 4. Minute konnte Julia Zorn den ersten Schuss für Deutschland aufs kanadische Tor absetzen. Als in der 6. Minute Britta Schröder auf der Strafbank saß, wurde der kanadische Druck zu groß. Brianne Jenner auf Annie Guay, die passt auf Catherine White, die lässt Harß mit einem platzierten Schuss ins Eck keine Chance, 1:0 für Kanada. Die Ahornblätter dominierten in der Folge noch deutlicher das Spiel, Deutschland konnte sich kaum noch aus dem eigenen Drittel befreien.
Schuss um Schuss parierte Harß, immer wieder brannte es lichterloh vor der deutschen Torfrau, aber Harß blieb cool und warf sich immer wieder auf die Scheiben. In der 19. Minute musste dann zum zweiten Mal eine deutsche Spielerin auf die Strafbank und zum zweiten Mal schlugen die Kanadierinnen zu. Stephanie Ramsay setzte von der blauen Linie einen haltbaren Schuss ab und dieses Mal patze auch Harß und ließ den Schuss durch die Schoner rutschen, 2:0 für Kanada. 23:4 lautete das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel für Kanada, trotz ihres Fehlers hatte Harß bis dahin noch Schlimmeres verhindert.
Das gleiche Bild im zweiten Drittel: Kanada spielte und Deutschland verteidigte mit Mann und Maus. Im zweiten Spielabschnitt kamen die deutschen Mädchen kaum noch aus dem eigenen Drittel raus. Wieder war es Jennifer Harß, die nicht umsonst in der amerikanischen College-Liga Stammtorhüterin ist, die Deutschland zunächst vor einem noch größeren Rückstand bewahrte. Nach 25 Minuten kassierten die Deutschen dann die dritte Strafzeit und wieder klingelte es im Tor. Die nur 1,55 Meter große Vicki Bendus kurvte durch die Abwehr und schlenzte den Puck schön mit der Rückhand ins deutsche Tor zum 3:0.
Bis zur 30. Minute dauerte es, ehe Julia Zorn über die linke Seite ins kanadische Drittel zog und den ersten Schuss im zweiten Drittel für Deutschland abgab. Ab der 35. Minute überstand Deutschland erstmals eine Strafzeit schadlos, Harß bot wieder ihr ganzes Können auf. In der 38. Minute war sie allerdings wieder geschlagen: wieder in Überzahl hämmerte Annie Guay von der linken Seite die Scheibe ins Netz keine Chance für Harß. Alle vier Tore hatte Deutschland bis dahin in Unterzahl kassiert. Kurz vor Drittelende war Deutschland für eine halbe Minute mit fünf gegen drei auf dem Eis, Monika Bittner scheiterte an Laura Hosier im kanadischen Tor.
Im Schlussdrittel schraubten die Kanadierinnen das Ergebnis noch auf 7:0. Carolyne Prevost, Bailey Bram und Brianne Jenner trafen noch für Kanada und machten den auch in dieser Höhe am Ende verdienten Sieg für Kanada perfekt. Damit kommt es heute Nachmittag (16 Uhr) im ersten Halbfinale zur Neuauflage des Finales von 2009: Kanada gegen Schweden.
Deutschland -- Kanada 0:7 (0:2, 0:2, 0:3). Tore: 0:1 (6:05) Catherine White (Überzahl-Tor/Guay, Jenner) 0:2 (18:14) Stephanie Ramsay (Überzahl-Tor/ Bram), 0:3 (25:19) Vicki Bendus (Überzahl-Tor/ Scanzano, Bram) 0:4 (37:30) Annie Guay (Überzahl-Tor/Blais, Watchorn), 0:5 (46:10) Carolyne Prevost (Jenner) 0:6 (48:58)Bailey Bram (Bendus, Scanzano), 0:7 (53:43) Brianne Jenner (Blais, Wakefield). Strafen: Deutschland 12, Kanada 8 Minuten, Zuschauer: dd.
(Erschienen: 08.01.2010 19:20)
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