Oberschwaben
Herber Rückschlag für die Towerstars

Die Towerstars hatten zudem gute Erinnerungen an das veraltete Stadion: Sieben der letzten neun Spiele konnte man in Bietigheim gewinnen, im Kampf um die Play-off-Plätze brauchte Ravensburg einen weiteren Sieg. Für Bietigheim war es die letzte Chance, bei 15 Punkten Rückstand auf Platz acht ging es um alles oder nichts.
Dementsprechend bekamen die Zuschauer von der ersten Minute an ein intensives Eishockeyspiel zu sehen, die ersten Minuten gehörten den Steelers. Brent Walton und René Schoofs prüften Towerstars-Goalie Christian Rohde. Gerade als Ravensburg das Spiel etwas besser in den Griff bekam, klingelte es im Towerstars-Kasten. Doug Andress, in den vergangenen Wochen einer der besten Verteidiger der 2. Bundesliga, zog von der blauen Linie ab. Die Scheibe zischte durch Freund und Feind und am Ende durch Rohdes Schoner zum 1:0. Der Puck wurde noch abgefälscht. Aber schon in der 12. Minute schlugen die Towerstars zurück. Bob Wren tanzte durch die Steelers-Abwehr, seinen Schuss konnte Goalie Sébastien Charpentier nur nach vorne abwehren, Stefan Vogt hatte den richtigen Torriecher und verwertete die Scheibe auf der linken Seite zum 1:1. Wichtig für Ravensburg, dass sie dem kanadischen Top-Goalie schon früh ein Tor einschenkten. Die rund 250 mitgereisten Ravensburger Fans machten sich lautstark bemerkbar.
Aber in der 15. Minute gab es den nächsten Dämpfer für Ravensburg: Die Steelers wirbelten durchs Ravensburger Drittel und PJ Fenton zirkelte die Scheibe von der rechten Seite links oben in den Ravensburger Kasten, ein klasse Tor brachte Bietigheim wieder in Front. Im zweiten Drittel drückten die Steelers auf das dritte Tor, aber Rohde hielt den Kasten zunächst sauber. In der 32. Minute war der Towerstars-Goalie dann wieder geschlagen. Andress zog von rechts an der blauen Linie ab und der Schuss war im Tor. Bei diesem Gegentreffer sah Rohde ganz alt aus.
Und es kam noch schlimmer. Nur eine Minute später ließen sich die Towerstars auskontern. Bietigheim spielte die Scheibe bei einem Gegenangriff blitzschnell, René Schoofs passte zur Mitte und Marcel Neumann netzte aus dem Slot zum 4:1 für Bietigheim ein (33.). Wie so oft in dieser Saison gerieten die Towerstars durch einen gegnerischen Doppelschlag auf die Verliererstraße.
Aber die Towerstars gaben sich nicht geschlagen. In der 34. Minute kombinierte Ravensburg blitzschnell und Brian Maloney hielt in der Mitte die Kelle rein, nur noch 2:4. Maloneys erster Treffer seit seiner Rückkehr nach Ravensburg. Bis zur Drittelpause hatten die Towerstars noch mehrere hochkarätige Chancen, aber Tobias Bräuner, Marko Friedrich und Scott Champagne scheiterten allesamt an Charpentier.
Im Schlussdrittel schalteten die Towerstars nochmal einen Gang hoch. In der 48. Minute startete Kiel McLeod einen Gegenangriff, seinen Pass schnappte sich Christopher Oravec auf der rechten Seite und hämmerte die Scheibe zum 3:4 in die Maschen.
Die Towerstars drückten weiter. Als dann Andress bei Bietigheim wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, setzten die Towerstars nach. Maloney schoss von der rechten Seite und McLeod staubte am langen Eck ab zum 4:4. In einer dramatischen Schlussphase brachte Arturs Kruminsch Bietigheim in der 52. Minute wieder in Führung. Die Towerstars antworteten mit wütenden Angriffen. Teilweise setzte sich Ravensburg im Spiel fünf gegen fünf im Steelers-Drittel fest. Als knapp zwei Minuten vor Schluss Towerstars-Trainer Uli Liebsch Rohde vom Eis nahm und den sechsten Feldspieler brachte, fing Mark Heatley einen Ravensburger Pass ab und schob den Puck ins leere Tor zum 6:4. Die Towerstars mussten sich nach einem hochklassigen Spiel trotz starker kämpferischer Leistung geschlagen geben. Ein herber Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze.
„Es war ein gutes Spiel mit vielen Toren, es war spannend bis zum Schluss“, sagte Towerstars-Trainer Uli Liebsch. „Meine Mannschaft hat im ersten Drittel sehr gut gespielt, trotzdem lagen wir mit 0:1 zurück.“ Der Coach lobte seine Mannschaft dafür, dass sie nach dem 1:4 wieder zurückkam. „Umso ärgerlicher war es, dass wir dann ein so leichtes Gegentor bekommen haben. Das war der entscheidende Fehler, der uns den Sieg gekostet hat.“
Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars 6:4 (2:1, 2:1, 2:2). Tore: 1:0 (7:54) Doug Andress (Tepper, Heatley), 1:1 (11:03) Stefan Vogt (Wren, Schmidle), 2:1 (15:54) PJ Fenton (St. Jacques, Walton), 3:1 (31:45) Andress (Schmid, Kruminsch), 4:1 (32:53) Neumann (Schoofs, Walton), 4:2 (33:27) Brian Maloney (Busch), 4:3 (47:39) Christopher Oravec (McLeod, Kinch), 4:4 (50:27 ÜZ) Kiel McLeod (Schmidt, Wren), 5:4 (51:48) Arturs Kruminsch (Walton, Schmid), 6:4 (58:35 empty net) Mark Heatley (Tepper). Strafen: Bietigheim sechs Minuten, Ravensburg zwei Minuten. Zuschauer: 1432.
(Erschienen: 10.02.2012 22:55)

Die Towerstars hatten zudem gute Erinnerungen an das veraltete Stadion: Sieben der letzten neun Spiele konnte man in Bietigheim gewinnen, im Kampf um die Play-off-Plätze brauchte Ravensburg einen weiteren Sieg. Für Bietigheim war es die letzte Chance, bei 15 Punkten Rückstand auf Platz acht ging es um alles oder nichts.
Dementsprechend bekamen die Zuschauer von der ersten Minute an ein intensives Eishockeyspiel zu sehen, die ersten Minuten gehörten den Steelers. Brent Walton und René Schoofs prüften Towerstars-Goalie Christian Rohde. Gerade als Ravensburg das Spiel etwas besser in den Griff bekam, klingelte es im Towerstars-Kasten. Doug Andress, in den vergangenen Wochen einer der besten Verteidiger der 2. Bundesliga, zog von der blauen Linie ab. Die Scheibe zischte durch Freund und Feind und am Ende durch Rohdes Schoner zum 1:0. Der Puck wurde noch abgefälscht. Aber schon in der 12. Minute schlugen die Towerstars zurück. Bob Wren tanzte durch die Steelers-Abwehr, seinen Schuss konnte Goalie Sébastien Charpentier nur nach vorne abwehren, Stefan Vogt hatte den richtigen Torriecher und verwertete die Scheibe auf der linken Seite zum 1:1. Wichtig für Ravensburg, dass sie dem kanadischen Top-Goalie schon früh ein Tor einschenkten. Die rund 250 mitgereisten Ravensburger Fans machten sich lautstark bemerkbar.
Aber in der 15. Minute gab es den nächsten Dämpfer für Ravensburg: Die Steelers wirbelten durchs Ravensburger Drittel und PJ Fenton zirkelte die Scheibe von der rechten Seite links oben in den Ravensburger Kasten, ein klasse Tor brachte Bietigheim wieder in Front. Im zweiten Drittel drückten die Steelers auf das dritte Tor, aber Rohde hielt den Kasten zunächst sauber. In der 32. Minute war der Towerstars-Goalie dann wieder geschlagen. Andress zog von rechts an der blauen Linie ab und der Schuss war im Tor. Bei diesem Gegentreffer sah Rohde ganz alt aus.
Und es kam noch schlimmer. Nur eine Minute später ließen sich die Towerstars auskontern. Bietigheim spielte die Scheibe bei einem Gegenangriff blitzschnell, René Schoofs passte zur Mitte und Marcel Neumann netzte aus dem Slot zum 4:1 für Bietigheim ein (33.). Wie so oft in dieser Saison gerieten die Towerstars durch einen gegnerischen Doppelschlag auf die Verliererstraße.
Aber die Towerstars gaben sich nicht geschlagen. In der 34. Minute kombinierte Ravensburg blitzschnell und Brian Maloney hielt in der Mitte die Kelle rein, nur noch 2:4. Maloneys erster Treffer seit seiner Rückkehr nach Ravensburg. Bis zur Drittelpause hatten die Towerstars noch mehrere hochkarätige Chancen, aber Tobias Bräuner, Marko Friedrich und Scott Champagne scheiterten allesamt an Charpentier.
Im Schlussdrittel schalteten die Towerstars nochmal einen Gang hoch. In der 48. Minute startete Kiel McLeod einen Gegenangriff, seinen Pass schnappte sich Christopher Oravec auf der rechten Seite und hämmerte die Scheibe zum 3:4 in die Maschen.
Die Towerstars drückten weiter. Als dann Andress bei Bietigheim wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, setzten die Towerstars nach. Maloney schoss von der rechten Seite und McLeod staubte am langen Eck ab zum 4:4. In einer dramatischen Schlussphase brachte Arturs Kruminsch Bietigheim in der 52. Minute wieder in Führung. Die Towerstars antworteten mit wütenden Angriffen. Teilweise setzte sich Ravensburg im Spiel fünf gegen fünf im Steelers-Drittel fest. Als knapp zwei Minuten vor Schluss Towerstars-Trainer Uli Liebsch Rohde vom Eis nahm und den sechsten Feldspieler brachte, fing Mark Heatley einen Ravensburger Pass ab und schob den Puck ins leere Tor zum 6:4. Die Towerstars mussten sich nach einem hochklassigen Spiel trotz starker kämpferischer Leistung geschlagen geben. Ein herber Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze.
„Es war ein gutes Spiel mit vielen Toren, es war spannend bis zum Schluss“, sagte Towerstars-Trainer Uli Liebsch. „Meine Mannschaft hat im ersten Drittel sehr gut gespielt, trotzdem lagen wir mit 0:1 zurück.“ Der Coach lobte seine Mannschaft dafür, dass sie nach dem 1:4 wieder zurückkam. „Umso ärgerlicher war es, dass wir dann ein so leichtes Gegentor bekommen haben. Das war der entscheidende Fehler, der uns den Sieg gekostet hat.“
Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars 6:4 (2:1, 2:1, 2:2). Tore: 1:0 (7:54) Doug Andress (Tepper, Heatley), 1:1 (11:03) Stefan Vogt (Wren, Schmidle), 2:1 (15:54) PJ Fenton (St. Jacques, Walton), 3:1 (31:45) Andress (Schmid, Kruminsch), 4:1 (32:53) Neumann (Schoofs, Walton), 4:2 (33:27) Brian Maloney (Busch), 4:3 (47:39) Christopher Oravec (McLeod, Kinch), 4:4 (50:27 ÜZ) Kiel McLeod (Schmidt, Wren), 5:4 (51:48) Arturs Kruminsch (Walton, Schmid), 6:4 (58:35 empty net) Mark Heatley (Tepper). Strafen: Bietigheim sechs Minuten, Ravensburg zwei Minuten. Zuschauer: 1432.
(Erschienen: 10.02.2012 22:55)
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