Oberschwaben
Furioses erstes Drittel legt Grundstein zum Towerstars-Sieg

Ravensburg musste im Vergleich zu den Vorwochen auf den verletzten Marko Friedrich verzichten, bei Bietigheim fehlte der gesperrte Topstürmer PJ Fenton. Die Towerstars legten ungeachtet der Personalien furios los. Hinter Bietigheims Goalie Sebastien Charpentier schlug es im ersten Drittel fast im Minutentakt ein. In der siebten Minute war Ravensburg in Überzahl. Max Schmidle verzögerte in der Mitte, ließ sich etwas zur Seite treiben und zog dann ab. Der Schuss schien haltbar zu sein, dennoch stand es 1:0. Markus Busch hatte zuvor den Bietigheimer Topscorer Brent Walton mit einer hübschen Drehung alt aussehen lassen.
Und die Towerstars legten gegen offenbar geschockte Steelers nach. Knapp drei Minuten später sorgte Bräuner für das 2:0. Nach einem Bully kam der Stürmer an die Scheibe, zog unbedrängt ins gegnerische Drittel und ließ Goalie Charpentier nicht gut aussehen. Die Towerstars waren zu diesem Zeitpunkt sogar in Unterzahl. Wiederum gut zwei Minuten später hatte Stefan Vogt seinen Auftritt. Auch er wurde von Bietigheim höchstens freundlich begleitet, richtige Verteidigung sieht anders aus. Am kurzen Pfosten schoss Vogt mit der Rückhand und jubelte plötzlich. Auch beim 3:0 sah Charpentier nicht gut aus. „Vier Schüsse und drei Tore, das darf nicht sein“, sagte Steelers-Coach Kevin Gaudet, der in der zwölften Minute mit einer Auszeit reagierte. Doch seine Ansprache hatte gerade einmal 20 Sekunden Bestand. Eine klasse Kombination über Bob Wren und Matt Kinch schloss Brian Maloney freistehend kurz vor dem Tor mit dem 4:0 ab. „Wir hatten Respekt vor Bietigheim“, sagte Towerstars-Trainer Uli Liebsch. „Aber wir haben entschlossen begonnen.“
Bietigheim präsentierte sich dagegen schwach und von der Rolle. Towerstars-Goalie Christian Rohde musste im ersten Drittel nur zweimal eingreifen. Das blieb auch im zweiten Abschnitt zunächst so. Im Angriff stellten die Steelers keine Gefahr dar, hinten waren sie weiter anfällig. In der 23. Minute stellte Bräuner mit seinem zweiten Treffer auf 5:0. „Da haben wir gut weitergearbeitet“, lobte Liebsch. Immerhin kamen die Gäste in der 27. Minute auch auf die Anzeigentafel. Nach Mike Schreibers Schuss rutschte die Scheibe unter Rohde hindurch. Daniel Oppolzer staubte zum 1:5 ab. Doch Ravensburg gab Bietigheim nicht den Hauch von Auftrieb. 66 Sekunden nach dem Gegentor zog Christopher Oravec von der blauen Linie ab, Charpentier patzte erneut – 6:1. Der Goalie der Steelers fuhr nach diesem Tor frustriert vom Eis, Dustin Strahlmeier kam für ihn zwischen die Pfosten.
In Überzahl präsentierte sich Bietigheim besonders schwach. Bis in der 37. Minute zwei Ravensburger auf der Strafbank saßen. Den Platz auf dem Eis nutzte Walton zum 2:6. In kompletter Formation legten die Towerstars aber in der 39. Minute den siebten Treffer nach. Kinch passte quer zu Jeffrey Szwez, und der zuletzt kritisierte Stürmer netzte ins kurze Eck ein.
Mit dem 7:2 ging es in den Schlussabschnitt. Den eröffnete Mark Heatley in der 42. Minute mit dem 3:7 aus Sicht der Gäste. Zwei Minuten vor dem Ende kam Heatley dann von der Strafbank aufs Eis zurück und in Scheibenbesitz. Er legte quer zu René Schoofs, der zum 4:7 traf. Daher war Liebsch mit dem dritten Drittel nicht zufrieden. „Zu nachlässig“ sei seine Mannschaft gewesen. „Das werde ich ansprechen.“ Der Ravensburger Sieg stand jedoch trotz der beiden Gegentreffer längst fest. Und so konnte sich auch Liebsch über einen „wichtigen Sieg“ gegen seinen Ex-Club freuen. „Wir sind aber noch nicht in den Play-offs und dürfen nicht nachlassen.“
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 7:4 (4:0, 3:2, 0:2). Tore: 1:0 (6:07 ÜZ) Max Schmidle (Busch, Gawlik), 2:0 (9:05 UZ) Tobias Bräuner (Gawlik, Kinch), 3:0 (11:17) Stefan Vogt (Slavetinsky, Kimmel), 4:0 (11:37) Brian Maloney (Kinch, Wren), 5:0 (22:23) Bräuner (Schmidt, Schwarz), 5:1 (26:50) Daniel Oppolzer (Schreiber, R. Schoofs), 6:1 (27:56) Christopher Oravec (Slavetinsky, Champagne), 6:2 (36:46 ÜZ2) Brent Walton (Andress, Heatley), 7:2 (38:46) Jeffrey Szwez (Kinch, Bräuner), 7:3 (41:31) Mark Heatley (Noe, R. Schoofs), 7:4 (58:06) René Schoofs (Heatley, Schreiber). Strafen: Ravensburg 12 Minuten, Bietigheim 8 Minuten. Zuschauer: 2250.
(Erschienen: 21.02.2012 23:00)

Ravensburg musste im Vergleich zu den Vorwochen auf den verletzten Marko Friedrich verzichten, bei Bietigheim fehlte der gesperrte Topstürmer PJ Fenton. Die Towerstars legten ungeachtet der Personalien furios los. Hinter Bietigheims Goalie Sebastien Charpentier schlug es im ersten Drittel fast im Minutentakt ein. In der siebten Minute war Ravensburg in Überzahl. Max Schmidle verzögerte in der Mitte, ließ sich etwas zur Seite treiben und zog dann ab. Der Schuss schien haltbar zu sein, dennoch stand es 1:0. Markus Busch hatte zuvor den Bietigheimer Topscorer Brent Walton mit einer hübschen Drehung alt aussehen lassen.
Und die Towerstars legten gegen offenbar geschockte Steelers nach. Knapp drei Minuten später sorgte Bräuner für das 2:0. Nach einem Bully kam der Stürmer an die Scheibe, zog unbedrängt ins gegnerische Drittel und ließ Goalie Charpentier nicht gut aussehen. Die Towerstars waren zu diesem Zeitpunkt sogar in Unterzahl. Wiederum gut zwei Minuten später hatte Stefan Vogt seinen Auftritt. Auch er wurde von Bietigheim höchstens freundlich begleitet, richtige Verteidigung sieht anders aus. Am kurzen Pfosten schoss Vogt mit der Rückhand und jubelte plötzlich. Auch beim 3:0 sah Charpentier nicht gut aus. „Vier Schüsse und drei Tore, das darf nicht sein“, sagte Steelers-Coach Kevin Gaudet, der in der zwölften Minute mit einer Auszeit reagierte. Doch seine Ansprache hatte gerade einmal 20 Sekunden Bestand. Eine klasse Kombination über Bob Wren und Matt Kinch schloss Brian Maloney freistehend kurz vor dem Tor mit dem 4:0 ab. „Wir hatten Respekt vor Bietigheim“, sagte Towerstars-Trainer Uli Liebsch. „Aber wir haben entschlossen begonnen.“
Bietigheim präsentierte sich dagegen schwach und von der Rolle. Towerstars-Goalie Christian Rohde musste im ersten Drittel nur zweimal eingreifen. Das blieb auch im zweiten Abschnitt zunächst so. Im Angriff stellten die Steelers keine Gefahr dar, hinten waren sie weiter anfällig. In der 23. Minute stellte Bräuner mit seinem zweiten Treffer auf 5:0. „Da haben wir gut weitergearbeitet“, lobte Liebsch. Immerhin kamen die Gäste in der 27. Minute auch auf die Anzeigentafel. Nach Mike Schreibers Schuss rutschte die Scheibe unter Rohde hindurch. Daniel Oppolzer staubte zum 1:5 ab. Doch Ravensburg gab Bietigheim nicht den Hauch von Auftrieb. 66 Sekunden nach dem Gegentor zog Christopher Oravec von der blauen Linie ab, Charpentier patzte erneut – 6:1. Der Goalie der Steelers fuhr nach diesem Tor frustriert vom Eis, Dustin Strahlmeier kam für ihn zwischen die Pfosten.
In Überzahl präsentierte sich Bietigheim besonders schwach. Bis in der 37. Minute zwei Ravensburger auf der Strafbank saßen. Den Platz auf dem Eis nutzte Walton zum 2:6. In kompletter Formation legten die Towerstars aber in der 39. Minute den siebten Treffer nach. Kinch passte quer zu Jeffrey Szwez, und der zuletzt kritisierte Stürmer netzte ins kurze Eck ein.
Mit dem 7:2 ging es in den Schlussabschnitt. Den eröffnete Mark Heatley in der 42. Minute mit dem 3:7 aus Sicht der Gäste. Zwei Minuten vor dem Ende kam Heatley dann von der Strafbank aufs Eis zurück und in Scheibenbesitz. Er legte quer zu René Schoofs, der zum 4:7 traf. Daher war Liebsch mit dem dritten Drittel nicht zufrieden. „Zu nachlässig“ sei seine Mannschaft gewesen. „Das werde ich ansprechen.“ Der Ravensburger Sieg stand jedoch trotz der beiden Gegentreffer längst fest. Und so konnte sich auch Liebsch über einen „wichtigen Sieg“ gegen seinen Ex-Club freuen. „Wir sind aber noch nicht in den Play-offs und dürfen nicht nachlassen.“
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 7:4 (4:0, 3:2, 0:2). Tore: 1:0 (6:07 ÜZ) Max Schmidle (Busch, Gawlik), 2:0 (9:05 UZ) Tobias Bräuner (Gawlik, Kinch), 3:0 (11:17) Stefan Vogt (Slavetinsky, Kimmel), 4:0 (11:37) Brian Maloney (Kinch, Wren), 5:0 (22:23) Bräuner (Schmidt, Schwarz), 5:1 (26:50) Daniel Oppolzer (Schreiber, R. Schoofs), 6:1 (27:56) Christopher Oravec (Slavetinsky, Champagne), 6:2 (36:46 ÜZ2) Brent Walton (Andress, Heatley), 7:2 (38:46) Jeffrey Szwez (Kinch, Bräuner), 7:3 (41:31) Mark Heatley (Noe, R. Schoofs), 7:4 (58:06) René Schoofs (Heatley, Schreiber). Strafen: Ravensburg 12 Minuten, Bietigheim 8 Minuten. Zuschauer: 2250.
(Erschienen: 21.02.2012 23:00)
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