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Finnland besiegt Russland

Finnland setzte sich in der Verlängerung gegen Kanada durch.
Finnland setzte sich in der Verlängerung gegen Kanada durch.

Ravensburg / sz Mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen Russland hat Finnland nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Schweden seine Chancen aufs Halbfinale des MLP Nations Cup gewahrt. Die Entscheidung, wer neben den bereits qualifizierten Schwedinnen das Halbfinale in der Gruppe A erreicht, fällt damit erst am Donnerstag um 16 Uhr in der Begegnung Schweden-Russland.

Eines war vor der Nachmittagspartie am Dreikönigstag klar: Finnland musste gewinnen. Die Skandinavierinnen hatten denn auch vom Anpfiff weg den Gegner klar im Griff, kombinierten flüssig und verwerteten sogar ihre Chancen, was gegen Schweden schmerzlich vermisst worden war. In der 8. Minute war Mariia Posa in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich. Nur 40 Sekunden später stand es 2:0, als Karoliina Ranta Mäki der Scheibe, die ganz langsam über die Torlinie rutschte, die entscheidende Richtung gab.

Verblüffenderweise kam nun Russland besser ins Spiel und erzielte schon in der 12. Minute den Anschluss. Ekaterina Lebedeva wurde vor dem Tor angespielt und lupfte die Scheibe gekonnt unter die Latte. Im Mittelabschnitt verloren die Russinnen schnell ihren anfänglichen Schwung, als sie sechs Minuten am Stück in Unterzahl spielen mussten. Dadurch, dass die finnischen Mädchen daraus und auch aus drei weiteren Überzahlsituationen in diesem Drittel kein Kapital schlugen, sollten sie sich im weiteren Spielverlauf das Leben selbst schwer machen. Ein ums andere Mal war aber bei der überragenden russischen Torhüterin Anna Prugova Endstation. Als nach exakt 31 Minuten doch das 3:1 durch Mari Saarinen fiel, währte die Erleichterung auf finnischer Seite nicht lange. Iya Gavrilova zog in der 34. Minute direkt von der Strafbank kommend auf und davon und sorgte mit einem satten Schuss hoch in den Torwinkel für den erneuten Anschlusstreffer.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Finnland immer wieder vor dem gegnerischen Tor zu unentschlossen wirkte. Konsequent fiel in der 44. Minute der Ausgleich, als Alexandra Kapustina die zurückgespielte Scheibe von der blauen Linie aus vollem Lauf Richtung Tor hämmerte und das Spielgerät unglücklich ins finnische Gehäuse fiel. Finnland erspielte sich in den Schussminuten der regulären Spielzeit ein deutliches Übergewicht, scheiterte aber immer wieder an Pugova oder schob die Scheibe um Zentimeter an den Pfosten vorbei. Mehr Glück hatten die Skandinavierinnen in Verlängerung: Anna Pugova ließ in der 2. Minute der Zusatzschicht einen flachen Schlagschuss von Linda Välimäki zum 3:4 durch die Schoner rutschen.

Russland-Finnland 3:4 n.V. (1:2; 1:1; 1:0). Tore: 0:1 (7:17) Mariia Posa (Saarinen, Rajahuhta) (5-4); 0:2 (8:00) Karliina RantaMäki (Helin); 1:2 (11:31) Ekaterina Lebedeva (Deulina); 1:3 (31:00) Mari Saarinen (Laaksonen); 2:3 (33:36) Iya Gavrilova; 3:3 (43:36) Alexandra Kapustina; 3:4 (61:19) Linda Välimäki ( Laaksonen, Voutilainen). Strafen: Russland 16 Minuten, Finnland 6 Minuten, Zuschauer: 500.

(Erschienen: 06.01.2010 19:30)

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